|

Wir können die Probleme nicht mit den Denkmustern lösen, die zu Ihnen geführt haben." (Albert Einstein) 
 Leute, die Party machen, sind besser als diejenigen, die in irgendwelche Rohstofffonds investieren und damit die Welt in den Untergang treiben. Man muss das Geld zirkulieren lassen. Das Geld ist kein echter Wert, das Leben schon. Geldreform.de Materialien zur Zinsproblematik Herrschaft eines toten Geistes
"Faßt man die gesamte Zeit zusammen, die in allen Berufssparten und Sphären mittelbar oder unmittelbar der Geld/Tauschlogik "geopfert" wird, kommt man auf gute 80 % bis 85 % der insgesamt gesellschaftlich "verausgabten" Zeit. Niemals zuvor hat der Homo Sapiens derartig viel Zeit benötigt, um über einen absurden Umweg, verbunden mit gravierenden Folgen fur Psyche, Gesundheit und Natur, seine Produkte konsumieren zu dürfen (Welch eine Ironie! Die Geldwirtschaft kann ihre Umwege nicht mehr bezahlten. Dem Geld geht das Geld aus)." Der Zins ist der Krebs des Finanzsystems. Alle Anstrengungen, die Staatsverschuldung abzubauen oder auch nur zu stoppen scheitern nicht nur an der Eigendynamik der Exponentialkurve, sondern auch an der Böswilligkeit der mächtigen Profiteure und an der Schwäche der Volksvertreter, die sich ihnen ausgeliefert haben. Verschuldung verleiht dem Geld – und damit denen, die es besitzen – eine überproportionale Bedeutung, die für das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb einer Gesellschaft tödlich ist. Wer in einer Situation, wo Geld an allen Ecken und Enden fehlt, über ausreichende Liquidität verfügt, bestimmt die Gesetze des Handelns. Er kann dem Bittsteller – also uns allen – seine Bedingungen aufzwingen. Sobald man aufhört für die Demokratie zu kämpfen, ist sie weg. 30. Juli 2010 Ohne Abbau des überschüssigen privaten Großreichtums kein Rückgang von Schulden und Finanzkrise. (Lesenswerte pdf-Datei aus “Humane Wirtschaft) http://www.humane-wirtschaft.de/04-2010/Moewes-Die_Reichen_nicht_die_Griechen.pdf An dieser Stelle sei auf das sehr interessante Informationsportal über Deutschland und die Globalisierung verwiesen: http://www.jjahnke.net/ Dort findet man u.a. viele interessante Statistiken, Grafiken und Gedanken zur aktuellen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und auf der ganzen Welt. Spezielles Augenmerk wird auf die Globalisierung und ihre Folgen gelegt. 26. Juli 2010 30. April 2010 Den Auftakt für die stärker werdenden Turbulenzen bilden stets die Ratings der namhaften Agenturen am internationalen Kapitalmarkt. “Standard and Poors” hat heute gleich doppelt zugeschlagen. Erst wurden griechische Staatsanleihen auf Junk-Bond-Niveau (BB+) herabgestuft und dann die portugiesischen gleich um zwei Stufen von A+ auf A-. Das hatte zur Folge, dass die Kapitalmärkte heute verrückt spielen. (Quelle: Humane Wirtschaft) http://humane-wirtschaft.posterous.com/tag/griechenland Von Daniel Neun | Radio Utopie | - Das Geldmonopol der Zentralbanken und Banken, seit Jahrhunderten Dogma eines gescheiterten Finanz- und Wirtschaftssystems, wird in Deutschland durch die demokratische Eingabe eines Staatsbürgers in Frage gestellt – eine Sensation. Weiterlesen » Gepostet in Aktionen, Bundestag/Bundesrat, Deutschland, Finanzen/Währung, Finanzkrise, Wirtschaftskrise | Keine Kommentare »
Dieses System produziert Arbeitslose und weltweit Elend und gibt gleichzeitig diesen Ausgestoßenen die Schuldkarte. Wer ist wirklich schuld? Banken die mit den Einlagen Ihrer Sparer spekulieren...Eine Blase platzen lassen...Längst wäre eine Geldreform & Bodenreform notwendig! - Weg von der Zinswirtschaft! - Aufhören mit diesem Aktienscheiss! Hedgefondsbockmist! - Derivaten! - Geld als Tauschmittel und Umlaufgeld, nicht mehr als Spekulationsobjekt und Inflationsanheizmittel. Ein System das Geld als Hortobjekt propagiert, benötigt seine Arbeitslosen als Druckmittel damit der Rest der Arbeitenden & Ausgebeuteten nicht aufmuckt. - Ein System das Geld höher bewert als Menschen und das was sie herstellen, ist zum Untergang verurteilt! Stattdessen wird auf Firmenpleiten & Lebensmittel gewettet! Konzernmanager das absolute Böse? (G.F.)  Währungsreform und Gesamtcrash Der große Irrtum über das Geldsystem: Warum eine Währungsreform unausweichlich ist. Es gab noch niemals in der Weltgeschichte so deutliche Hinweise auf einen Gesamtcrash wie heute! Von: Roland Rottenfusser Die Finanzbranche macht weiter, als wäre alles in bester Ordnung und manövriert sich offenen Auges weiter in die Sackgasse. Was muss eigentlich noch passieren, bis viele Berater endlich erkennen, was auf uns zukommt? Der intelligente „Normalbürger" glaubt schon lange nicht mehr an Worthülsen, wie Sicherheit, Total Return, Garantie oder Performance. Er spürt stattdessen eine immer weiter aufsteigende Zukunftsangst, die aus seinem persönlichen Erleben im eigenen Umfeld herrührt. Die Gründe für diese Angst sind berechtigt und logisch erklärbar. Das alte Totschlagargument, nicht alles herunter zu reden, läuft ins Leere. Leider verstehen die wenigsten Menschen unsere Finanzsysteme. Das gilt auch für viele Finanzberater. Weiterlesen bei "Sein" http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2009/waehrungsreform-und-gesamtcrash.html Dienstag, 08. September 2009  Die Steuerdiktatur Die nächste Steuererhöhung ist programmiert. Wegen hoher Staatsschulden werden Bürger trickreich zur Kasse gebeten. Dahinter steckt eine letzte große Umverteilungsaktion zugunsten der... [mehr]  Die INWO organisiert Tagungen und Seminare, fördert die Forschung und Erwachsenen- und Jugendbildung und publiziert auf dem Gebiet Wirtschaft und Bodenrecht ...www.inwo.de/ - Im Cache - Ähnlich 
Weder der Zinskapitalismus noch der Kommunismus sind natürliche, also der Natur des Menschen entsprechende, sondern vom Staat aufgezwungene Wirtschaftsformen, weshalb beide zum Scheitern verurteilt sind. [mehr] Der eigentliche Skandal in der globalen Finanzkrise ist das Zinssystem. Wie die Wirkung zum Schuldigen erklärt wird, um die Ursache zu verschleiern Artikel lesen (Quelle: Sein)
The Money Fix - Was ist Geld? 15. Juni 2009 ... Der GfK- Index kletterte von 2,6 auf nun 2,9 Punkte." Dabei stieg der Index nur von 2,5 auf 2,6 und sind die 2,9 eine Stimmungserwartung der ...www.jjahnke.net/rundbr57.html -  Videos von Bernd Senf Gauke-Verlag SBN-10: 3879984565 ISBN-13: 978-3879984565 Bernd Senf ist Professor für Ökonomie, Reich-Kenner, Lebensenergieforscher und Bioenergetiker. Er ist bekannt für seine allgemeinverständliche und lebendige Vermittlung komplexer Zusammenhänge. Sein besonderes Engagement gilt der Herausarbeitung tieferer Ursachen der Störungen des Lebendigen und wesentlicher Grundlagen zu ihrer Überwindung - damit es sich mehr und mehr entfalten kann. Die blinden Flecken der Ökonomie Kurzbeschreibung Während im Zuge der Globalisierung immer mehr Lebensbereiche den wirtschaftlichen Sachzwängen unterworfen werden, ist das Bewußstsein für die „blinden Flecken“ der Ökonomie bisher wenig entwickelt. Dabei haben die Wirtschaftstheorien in der Vergangenheit bei der Lösung von Krisen schon mehrmals versagt. Und heute? Vom blinden Glauben an den Neoliberalismus gehen erneut Gefahren aus, die es rechtzeitig zu erkennen gilt, bevor die Entwicklung zu neuen Katastrophen führt. Dazu gehören auch die bisher weitgehend verdrängten Gefahren des Zinssystems. Bernd Senf erläutert auf anschauliche Weise die Wirtschaftstheorien u.a. des Liberalismus, des Marxismus, der Freiwirtschaftslehre, des Keynesianismus und des Neoliberalismus. Er zeigt ihre Stärken, aber auch die jeweiligen „blinden Flecken“ mit ihren verheerenden Konsequenzen auf und entwirft eine undogmatische Synthese der richtigen Erkenntnisse und ihrer Weiterentwicklung. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Der Verlag über das Buch »Eine lehrreiche Reise durch die Theoriegebäude der Ökonomie, die zu differenziertem Verständnis der Wirtschaftswissenschaften beiträgt.«›Allianz-Report‹ »Es ist eine lehrreiche und zugleich spannende Reise durch die Theoriegebäude der Ökonomie und ihre jeweilige historische und soziale Umgebung – auch wenn wir manchmal zu eigenwilligen Aus- und Einblicken gezwungen werden.« Das Historisch-Politische Buch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels. Verlag-Gauke
- ISBN-10: 3879984522
- ISBN-13: 978-3879984527
Die blinden Flecken der Ökonomie Bernd Senf Bester Preis EUR 18,00 oder neu EUR 24,00

Kurzbeschreibung Viele Menschen spüren es instinktiv: Die Weltwirtschaft steht am Rande eines tiefen Abgrunds. Kaum jemand kennt jedoch die wahren Hintergründe. Selbst die meisten Bankiers wissen nicht, was in den höchsten Etagen ihres Berufszweiges hinter verschlossenen Türen vor sich geht.
Ellen Browns Buch Der Dollar-Crash wird Ihnen die Augen öffnen: Es konzentriert sich auf einen der größten Schwindel im Bankensystem: auf den Prozess der Geldschöpfung und der Kontrolle des Geldes durch Privatbankiers. Heute dominieren die Banknoten der Federal Reserve und Kredite in US-Dollar die Weltökonomie; aber diese internationale Währung ist keineswegs Geld, das vom amerikanischen Volk oder seiner Regierung in Umlauf gebracht wurde. Dieses Geld wurde von einem privaten Kartell internationaler Bankiers geschöpft und ausgeliehen; und dieses Kartell hat die ganze Welt in ein hoffnungsloses Schuldennetz verstrickt. Der Dollar-Crash legt detailliert dar, wie solch ein Netz privater Bankiers das internationale Währungssystem geschaffen und dessen Herrschaft übernommen hat, und wie diese Bankiers mit dieser Herrschaft umgehen. Es liefert glaubhafte Beweise für die Existenz einer Machtelite, die fest entschlossen ist, die vollständige Herrschaft über die Welt und ihre Rohstoffe zu übernehmen. Das Lebenselixier dieser Machtelite ist das Geld, ihre Waffe ist die Angst.
In Ellen Browns Buch geht es deshalb um mehr als nur um Geldtheorie und Reform. Wenn hier die gegenwärtige unhaltbare Situation aufgedeckt wird, dann ist dies ein erster Schritt auf dem Weg, die Welt aus dem unheilvollen Würgegriff einer kleinen, aber umso mächtigeren Finanzelite zu befreien. Das Buch kann zum Beginn einer offenen Diskussion über unser Währungssystem werden. Diese Debatte ist in den heutigen konventionellen Massenmedien praktisch tabu, denn dort ist man eingeschüchtert und fürchtet die Auswirkungen eines ernsthaften Diskurses. Brown scheut sich nicht, kräftig auf die eleganten schwarz glänzenden Lederschuhe der Finanzgewaltigen zu treten. Ihr Buch ist eine erhobene, geballte Faust, die das sorgsam geknüpfte Netz von Desinformation, Verzerrung, Täuschung und frechen Lügen über Geld, Bankwesen und Wirtschaftswissenschaften trotzig und wahrheitsliebend zerschlägt. Es entlarvt den verborgenen Finanzfeind, der sich derzeit gegen die ganze Welt richtet. Begreift man dieses Bild in seiner ganzen Dimension, dann mag man die tragische Absurdität unserer hoffnungslosen Position kaum glauben, aber es gibt einen Ausweg aus diesem Schlamassel: Ellen Brown weist uns den Weg, wie wir unsere finanzielle Freiheit zurückerlangen. Der Dollar Crash Ellen Hodgson Brow... Bester Preis EUR 20,90 oder neu EUR 24,95 Der Ruf nach Wachstum löst indes das Problem der Arbeitslosen bzw. der working poor nicht, schafft aber unter anderem gewaltige ökologische Probleme. Jeder weiß, dass es in der Natur für jedes Wachstum eine optimale Obergrenze gibt - kein Baum wächst in den Himmel und kein Mensch über das 20. Lebensjahr hinaus. mehr...
 Finanzkrise: Die großen Börsen in New York, London, Tokyio oder Frankfurt beruhigen sich nicht, im Gegenteil. Weltfirmen wie Chrysler, Ford oder Daimler sind plötzlich für Kleingeld zu haben.
Die großen Unbekannten in diesem wahnwitzigen Spiel sind die kapitalstarken Staatsfonds in China, Singapur oder am Golf. Sie können einsteigen oder abwarten, ob die Kurse nicht noch tiefer sacken. Sie sind die Global Player, von denen man gern wüßte, welche Überlegungen sie jetzt anstellen. Poltisch gesehen ist da eine Revolution im Gang, die Schockwellen um den Erdball sendet. In Amerika, auch ökonomisch geschwächt, verstärkt sich der relative Niedergang der Weltmacht, die langsam ihren Alleinvertretungsanspruch verliert. Wenn China, Indien und Russland am Ende glimpflich aus der Weltkrise herauskommen sollten, dann verlagert sich das Zentrum der Weltwirtschaft tatsächlich im 21. Jahrhundert nach Osten - Wachstum ist dann in Asien, Schulden sind im Westen. Spiegel 42/2008 - Seite 116 27. Jun 09 Not macht erfinderisch – eine Feststellung die in der momentanen Weltlage Hoffnung bringt. In der Vorarlberger Gemeinde Langenegg führte nicht die Wirtschaftskrise zum Erfindungsgeist, sondern noch vorher die Schliessung des... [mehr]

Margrit Kennedy - Komplementäre Währungen!  Margrit Kennedy - Geld ohne Zinsen und Inflation - Ein Tauschmittel das jedem dient - Mit einem Beitrag und Grafiken von Helmut Creutz - WIDER DEN ÖKONOMISCHEN ANALPHABETISMUS! - Verlag-Goldmann - ISBN: 3-442-12341-0
"Es gibt keinen heimtückischeren und sichereren Weg, das Fundament der Gesellschaft zu zerstören, als ihre Währungen zu entwerten", schreibt George Orwell in "1984" und genau das ist es, was unser modernes Geldsystem durch Zinsen und Inflation bewirkt. Margrit Kennedy - Architektin, Stadtplanerin und Ökologin - räumt unsere Mißverständnisse in bezug auf Geld aus: Sie beschreibt die Funktionsweise des Geldes und legt die Gründe für seine anhaltenden Wertschwankungen dar. Sie erkärt, warum das Geld die Welt nicht nur in Schwung hält, sondern dabei immer wieder zerstörerische Krisen verursacht. - Sie zeigt wie die gewaltigen Schulden der Dritten Welt, ebenso wie Arbeitslosigkeit und Umweltprobleme, Waffenproduktion und Bau von Atomkraftwerken, verbunden sind mit dem Mechanismus, der das Geld heute in Umlauf hält: dem Zins. Magrit Kennedy stellt das komplexe Thema in angemessene, für alle verständlicher Form dar. Sie beschreibt Maßnahmen, die jeder selbst ergreifen kann, um den Übergang zu einem neuen Geldsystem einzuleiten, das für alle einen Gewinn bedeutet. Geld ohne Zinsen und Inflation: Ein ... Margrit Kennedy Bester Preis EUR 4,26 oder neu EUR 7,95 26. Mai 09 Privateigentum an Boden gehört neben dem Zinssystem zu den häufig übersehenen Wurzeln sozialer Ungerechtigkeit. 5 Thesen zum Thema Grundbesitz. (Teil 1/2) [mehr] 27. Mai 09 Privateigentum an Boden gehört neben dem Zinssystem zu den häufig übersehenen Wurzeln sozialer Ungerechtigkeit. (Roland Rottenfußer, Teil 1 des Artikels weiter unten auf dieser Seite) [mehr] Wie und bei wem verschuldet sich der Staat? Regierung, Staat und auch der Bürger selbst können kein Geld von der Zentralbank anfordern, was bedeutet, dass jeglicher zusätzlicher Geldbedarf – z.B. um Investitionen des Staates in Infrastruktur, Schulen oder Universitäten zu gewährleisten – immer über einen Kredit und die Vergabe über eine private Geschäftsbank erfolgen muss. Oder anders ausgedrückt: Neues Geld kommt immer nur in Form von neuen Schulden in den Kreislauf, für die Zinsen bezahlt werden müssen. Braucht der Staat nun Geld, beschafft die “Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH” mit Sitz in Frankfurt/Main Geld am Markt, bei den privaten Geschäftsbanken. Im Gegenzug erhält die Bank z.B. Staatsanleihen, die handelbar sind.
Warum leiht sich der Staat Geld bei privaten Banken, wenn er das Geld genauso zinsfrei selbst schöpfen könnte? Wenn der Staat das Geld schöpft, sei die Währung schnell nichts mehr wert, so das Argument der Gegner. Befürworter argumentieren: Warum soll der Staat Anleihen herausgeben können, aber keine Währung? Beides sind Zahlungsversprechen. Das eine mästet den Wucherer, das andere nützt dem Volk. (schrieb Thomas Edison in der New York Times). Wenn eine von der Regierung herausgegebene Währung wertlos wäre, wären es die Anleihen ebenso. Es ginge auch anders. Der Bund könnte eine Währung emittieren, für die sich niemand verschulden müsste. In der heutigen Geldordnung macht es hingegen keinen Sinn, wenn der Staat Schulden abbaut und Kredite zurückzahlt. Dieses Geld würde aus dem Geldumlauf verschwinden - es gäbe kein Geld mehr. Oder anders gesagt: Existierte keine Verschuldung, würde auch kein Geld existieren.
Ist nachhaltiges Wirtschaften mit einem Geldsystem, das auf eine dauerhaft exponentiell wachsende Geld- und Schuldenmenge angewiesen ist, um nicht zu kollabieren, überhaupt möglich? Warum stellt kein Politiker diese Frage? Niemand traut sich an die Wurzeln des Übels. Quelle: Der erstaunlichste Moment ist immer, dass es Leute gibt, die an diese Marktgläubigkeit glauben, an die Theorie des freien Marktes, wo die unsichtbare Hand alles regeln wird. Tatsache ist, dass es den Markt nicht gibt. Gäbe es den Markt, dann würden all diese bankrotten Banken jetzt einfach von der Bildfläche verschwinden. Aber die größten Marktbefürworter, wie auch der Chef der Deutschen Bank, die sind es, die jetzt nach dem Staat rufen, den sie so viele Jahre überhaupt nicht gewollt haben. Und jetzt soll der Staat, sprich wir alle, die Suppe auslöffeln, die sie uns eingebrockt haben. Erwin Wagenhofer Der Film - (Let´s Make Money) Die Wertmasse des weltweiten Finanzkapitals bestimmt und überwuchert alles, was bisher noch irgendeinen Sinn für die Menschen hatte. Und da sind ein paar Leute aus der politischen Klasse und die tun so, als käme es nur auf den besseren Polit-Macker an. Die Bankenkrise ist in aller Munde - aber nicht ihre Ursache! Helmut_Creutz, 16. Januar 2009
Als Erklärung für die sich überschlagenden Banken- und Finanzmarktkrisen werden die Probleme auf den Immobilienmärkten angeführt, die Spekulations-Exzesse und Steuerparadiese oder die Gier der Menschen, der wir das alles zu verdanken hätten. Aber die eigentliche Ursache, die Überentwicklung der Geldvermögen, wurde bisher kaum angesprochen. mehr...
Nachhaltige Finanzmarkt-Stabilität durch systematischen Ausschluss von Vermögensblasen Wie systemische Ursachen der globalen Finanzmarkt-Krise durch marktwirtschaftliche Reformen überwunden und ein höheres Maß an Stabilität und Verteilungsgerechtigkeit ohne höheren Staatsanteil gestaltet werden können (Inhaltsverzeichnis und Einführung). Autor: Ralf Becker (siehe auch Video zum Fernsehinterview) Zum Lesen dieser Datei benötigen Sie eine kostenlose pdf-geeignete Software (wie Adobe Acrobat Reader oder Foxit Reader).
Dateigrösse: 222.09 Kb hinzugefügt am: 14. November 2008 Downloads: 179 http://www.inwo.de/ Statt Kosmetik: Finanzmärkte demokratisch kontrollieren!Die Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte hat versagt: Die befreiten Märkte erzeugen Hunger, Leid und Umweltchaos. Jetzt sind sie drauf und dran, sich selber hinzurichten. Doch die Politiker der großen Wirtschaftsmächte wehren sich gegen den zwingenden Wandel: Sie machen die Böcke zum Gärtner und packen die Wurzeln der Krise nicht an. Attac organisiert die Gegenwehr: Wir fordern ein Finanzsystem unter demokratischer Kontrolle und zu sozialen und ökologischen Zwecken. Die Casinos müssen geschlossen werden! www.casino-schliessen.de Forderungen unterschreiben 15.10.08 - Banken-Rettungspaket mit Sonderabgabe auf Vermögen koppeln Attac hat das geplante 470-Milliarden-Euro-Rettungspaket für die Banken als unsozial und undemokratisch kritisiert. Bei einer Protestaktion am Mittwoch vor dem Bundestag forderte das globalisierungskritische Netzwerk die Abgeordneten auf, das Rettungspaket nur zusammen mit einer Sonderabgabe auf Vermögen zu verabschieden und Hilfen für Banken an einen echten Systemwechsel zu koppeln. „Dieses Gesetz wurde im Hinterzimmer in einer Runde von Banklobbyisten ausgeklüngelt. Und jetzt verlangt die Bundesregierung vom Parlament einen Blankoscheck über Kapitalhilfen in Höhe von 100 Milliarden Euro – ohne jegliche demokratische Kontrolle, welche Banken das Geld zu welchen Bedingungen erhalten und wer die Kosten trägt. Das Parlament soll seine Macht an Finanzminister Peer Steinbrück abtreten und ihn zum König des Banksystems krönen", kritisierte Stephan Schilling vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.
Dies dürften sich die Abgeordneten im Interesse der Bürgerinnen und Bürger nicht gefallen lassen. Stattdessen müssten sie dafür sorgen, dass den Pleite-Banken nicht das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in den Rachen geworfen werde. Stephan Schilling: " Die Hilfe für die Banken darf nicht zu Lasten von Bildung, Erziehung, Gesundheit, Klimaschutz und sozialer Sicherung gehen, sondern muss von denen bezahlt werden, die von den unregulierten Finanzmärkten profitiert haben."
Bisher sorge der Gesetzesentwurf der Bundesregierung allein dafür, die Finanzmärkte mit gigantischen Mitteln aus der Staatskasse so zu beruhigen, dass der Casinobetrieb anschließend weiter gehen könne. „Von einem ersten Schritt zu einem neuen Finanzsystem, wie es die Bundeskanzlerin behauptet, ist nichts zu sehen. Aber die Volksvertreterinnen und Volksvertreter müssen jetzt die Chance nutzen, um die Banken unter eine echte demokratische Kontrolle zu stellen und die Macht der Finanzmärkte über die Realwirtschaft einzudämmen", sagte Detlev von Larcher, ebenfalls Mitglied im Attac-Koordinierungskreis. Das Gesetz müsse Banken zwingen ihre Geschäftspolitik auf die Förderung einer nachhaltigen und sozialen Entwicklung auszurichten, ihre Filialen in Steueroasen zu schließen, die Spekulation auf Nahrungsmittel einzustellen und ihre Managervergütung zu reduzieren. Bisher stelle der Gesetzentwurf es Steinbrück frei, zu handeln, wie er wolle, und öffne so außerparlamentarischer Einflussnahme durch die Finanzlobby Tür und Tor.
Attac forderte zudem verstärkte Investitionen in die soziale Infrastruktur und ein ökologisches Umbauprogramm, um die verheerenden konjunkturellen Folgen der drohenden Weltwirtschaftskrise für die Menschen sozial abzufedern. Stephan Schilling: "Es wäre ein Skandal, wenn die Bundesregierung jetzt allein die Banken unterstützt und nichts für die normalen Menschen tut. Wir stehen vor einer schweren Weltwirtschaftskrise und mitten in einer tiefen sozialen und gesellschaftlichen Krise."
Für Rückfragen und Interviews- Stephan Schilling, Attac-Koordinierungskreis, Tel. 0176-1002 0016
- Detlev von Larcher, Attac-Koordinierungskreis, Tel. 0160-9370 8007
Videos von Bernd Senf
27. Mai 09 Ein Weg zur Überwindung kapitalistischer Strukturen? Zu den wenigen, die in Deutschland authentisch über das Thema Gemeinschaftsökonomie berichten können, gehören die Mitglieder der Kommune Niederkaufungen. [mehr]
www.initiative-grundeinkommen.ch/content/blog.  Alwine Schreiber-Martens vom Vorstand der INWO beschreibt "Ein Grundeinkommen für alle – aus Abgaben für die Nutzung der Naturressourcen". Ein wichtiger Beitrag, der ein Modell für finanzierbares Grundeinkommen aufzeigt. Der Text ist auch online abrufbar. Zum Lesen dieser Datei benötigen Sie eine kostenlose pdf-geeignete Software (wie Adobe Acrobat Reader oder Foxit Reader).  Das Thema "GELD" und Verbesserungsvorschläge für den realen Kapitalismus! Für unsere 82 Milliadäre in Deutschland (...oder sind´s etwas mehr?) - muß jeder Beschäftigte & Unternehmer ca. 3Stunden täglich mehr arbeiten, als es seinen eigenen Erfordernissen entsprechen würde. Bankenpleiten? Banken investieren in Schrott & das Volk zahlt die Zeche! - Weltwirtschaftskrise? - Der Zins und der Zinseszins ist eine unsichtbare Zerstörungsmaschinerie! Wenn die Geldvermögen und damit die Schulden wachsen oder der Zinssatz ansteigt, so fließt dem mehr Kapital zu, deren Reichtum aus Geld besteht. Gleichzeitig steht der arbeitenden Bevölkerung weniger GELD für ihre Bedürfnisse zur Verfügung. - Eine gewaltige Menge von spekulativen Geld - zirkuliert rund um die Welt, von einem Finanzzentrum zum anderen, auf der Suche nach gewinnbringenden Anlagemöglichkeiten. Das zeigt, das nicht Geldknappheit unser Problem ist, sondern daß es an ausreichend rentablen (also zinsbringenden) Investitonsmöglichkeiten im gegenwärtigen Geldsystem mangelt. Mit Einführung eines zinsfreien Geldes in einer Region oder in einem Lande würde beispielhaft ersichtlich, wie schnell soziale und ökologische Projekte umsetzbar werden, die sich unter Zinsbelastung heute - nicht rechnen. - Statt dessen kann eine stabile und sehr vielfältige Wirtschaft entstehen, in der überschüssiges Geld aus dem In- und Ausland investiert würde, weil statt der Zinsen langfristige Stabilität geboten wird. Reich wettet gegen Arm. - Die Preise für Grundnahrungsmittel explodieren. Bevölkerungswachstum, eine verfehlte Agrarpolitik und sinkende Weltvorräte haben Spekulanten den Boden bereitet. Die Reichen wetten auf das Elend der Armen. Auch die Abschaffung des Bodenmonopols der Oligarchie, sollte endlich in politische Debatten beraten werden. Boden steht in Wahrheit jedem Menschen genauso gleichberechtigt zu, wie die Luft zum Atmen - Wasser und Brot. Arbeitslose hätten dann kaum Probleme, denn ihr Bodenanteil, der selbstverständlich als Grundrente verrechnet werden könnte, würde ausreichend vor Armut schützen! - Der Ökonom Milton Friedmann hat z.B. eine "Negativsteuer" vorgeschlagen, wer zu wenig verdient hat, bekommt vom Finanzamt Geld zurück. - Dafür könnte man auf teure Jobämterbürokratien und bestimmt auch auf den einen oder anderen überflüssigen Beamten, Staatssekretär oder korrumpierten Parlamentarier verzichten? Für den realen Kapitalismus wäre sicherlich die "Tobin-Steuer" gut. - Wenn dieser Staatsmoloch schon sein muß, dann doch wenigstens schuldenfrei. Die Tobin-Steuer (Spekulationssteuer) würde innerhalb kürzester Zeit, dazu beitragen diesen dilletantisch betriebenen Staat, von der Staatsverschuldung zu erlösen. - Banken und Oligarchie stellen sich der Verwirklichung dieser Steuer aus Profitgier natürlich entgegen. Die Abschaffung von Subventionen für Länder wie Polen usw. sollte in Betracht gezogen werden, denn nur wegen dieser Subventionen können diese Länder steuergünstige Standorte, für expandierende Massenentlasser und Gro0konzerne bieten. - Eine Verbrauchersteuer einführen, für Globalisierungsgewinner wie z.B. China, Indien, Thailand usw. Dies sind nur einige wenige Vorschläge...aber unsere Elite in der Politik träumt im Höhenrausch weiter. Gerold Flock
"Nicht alles was zählt, läßt sich zählen...Nicht alles, was sich zählen läßt, zählt..."  Thema Grundeinkommen: - Grundeinkommen? Ich als Anarchist würde da noch extremere Forderungen an den gierigen Reichtum stellen. Ich will meine Bodenrente! - Bodenrente? - Yes! Wie die Luft zum Atmen, steht doch in Wirklichkeit jedem Erdenbürger & Mitmenschen sein rechtmäßiger und gleicher Bodenanteil zu. Da man nicht jedem Menschen rein flächenmäßig seinen Boden zuteilen könnte, fordere ich vom skrupellosen Reichtum und seinen Handlangern, unseren verantwortlichen Politikern/innen meinen Bodenanteil in Form einer Bodenrente zurück! Grundsätzliches, Aktuelles, Politisches zum Bedingungslosen Grundeinkommen. Netzwerk Grundeinkommen – nationaler Zweig des Basic Income Earth Network BIEN. www.grundeinkommen.de/ Zurück? In früheren Zeiten wurde doch jeglicher Boden geraubt. Durch Mord, Betrug und Krieg. Im Irakkrieg geschieht heutzutage übrigens genau dasselbe. Erst verdient die Rüstungsindustrie mit Ihren Bomben und Kriegsgeräten und dann kommen die Wiederaufbauer! - Die heutigen Erben und Bodenbesitzer können den Rest der Menschheit heutzutage mit Zinsen & Wuchermieten & Niedriglöhnen ausbeuten und knechten und unterdrücken, nur weil Sie sich früher den Boden gewaltsam angeeignet haben. Das sollte jedem Mitmenschen tatsächlich klar sein! Kein Arbeitsloser, Geringverdiener oder selbst Unternehmer, der das Kapital mit Zinsen bedienen muß, müßte sich gedemütigt vorkommen! Seine Grundrente, sein Auskommen hätte jeder schon mal. Bedauernswert sind für mich jene, die sich Kredite für Haus & Boden aufnehmen & dann noch mehr malochen müssen, mit der Begründung die Mieten seien Wucher...ohne zu hinterfragen wer denn die Wuchermieten macht? Obwohl der Boden Ihnen doch gerechterweise, umsonst zustehen würde. Wir haben eine riesige Finanzkrise und gleichzeitig gibt es immer mehr Milliadäre! - 10% Prozent der Menschheit weltweit haben ca. 90% Prozent des Vermögens. Die Ärmsten der Welt haben nur 1,4% Prozent des Vermögens. Der Rest malocht für die Zinsen der Superreichen. Es ginge auch anders. Natürlich gibt es in unserer Gesellschaft sogenannte Workaholics, die stolz darauf sind, sich Ihren Reichtum mit dämlichen Fleiss erarbeitet zu haben. Aber ohne andere auszubeuten wird keiner reich. Ellebogengesellschaft? Ja. Irgenwie schon dämlich sich für die Zinsen, der Milliadäre ein Leben lang abzurackern und gar nicht mehr zu wissen, was wirkliche Lebensqualität eigentlich ist... Nur um dann seinen Erben ein Vermögen zu vermachen, daß von den Erben nicht mehr in den Wirtschaftskreislauf, durch Investitionen zurückgeführt wird, sondern entweder wieder verzinst und somit der Allgemeinheit schadet, oder in die 98%Prozent des virtuellen Geldes spekuliert wird, daß zur nächsten Krise und entgültigen Katastrophe führt. Wenn ein Workaholic mal zufällig Zeit hat...bekommt er neurotische Angstzustände! Oder er kauft sich aus Langeweile irgendeinen Wohlstandsmüll zum prahlen, den in Wirklichkeit keiner braucht oder er sammelt aus Frust - Waffen mit denen dann seine Söhne Amok laufen...und harmlose Mitmenschen killen?
Der Zins ist allerdings nicht das einzige Problem. Weitere Probleme liegen in der Art der Geld- und Kreditschöpfung des Bankensystems und in der Schuldenfinanzierung des Staatshaushalts - sowie in der globalen Entgrenzung gegenüber spekulativen Kapitalströmen im Zuge von Neoliberalismus und Globalisierung. Arbeitslosigkeit? - Wenn jeder Erdenbürger seine Bodenrente hätte, würde es keinen Hunger, keine Arbeitslosigkeit, keinen Stress geben. Denn all dies macht das System der Reichen und Ihrer Handlanger, unsere Poltiker/innen. Wachstum bedeutet doch in Wirklichkeit - Zerstörung von Lebensressourcen. Naturzerstörung! Die Millionäre und Milliadäre die ungerechtfertigt, durch Raub- Mord-, und Totschlag in Besitz des Bodens sind, können ausbeuten und unterdrücken! Das System der Wachstumsgesellschaft wird erst durch die Zinswirtschaft möglich. Zinsen sind ein Stressfaktor. Nur wenige profitieren wirklich davon. Die INWO (Iniative für natürliche Wirtschaftsordnung) Die INWO organisiert Tagungen und Seminare, fördert die Forschung und Erwachsenen- und Jugendbildung und publiziert auf dem Gebiet Wirtschaft und Bodenrecht ...www.inwo.de/ hat eine Geld- und Bodenreform ausgearbeitet, die ich gut finde. Kein Mensch müßte arbeitslos oder, unter der Zinslast der Reichen unterjocht sein! Die INWO hat zwar nicht so extreme Forderungen wie ich, aber immerhin Lösungen für dieses miese Finanzsystem, daß ursprünglich durch Bodenraub oder krankhaften Arbeitswahn entstanden ist. Wir könnten also Arbeiten, schon mal ruhiger angehen lassen. Nicht einsteils diese Massenentlassungen wegen der Profitgier und Aktienspekulationen und auf der anderen Seite in den Drittweltländern dieses Elend, das auch schon bei uns los geht. Ein bedingungsloses Grundeinkommen, wäre also für mich nur ein Anfang. Ich will meine Bodenrente! - Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg...Denn die Reichen gehen über Leichen. Seit Jahren wurden die Regierungen aufgefordert, den Staat abzubauen und die Schulden zurückzufahren. Die selben Berater drängen nun darauf, mehr Geld auszugeben, als ihnen noch vor einem Jahr ratsam und notwendig schien. Nach dem Motto: Was schert mich mein Geschwätz von gestern. Unsere Kinder werden die Probleme nicht mehr lösen können. Da müssen wir heute schon ran! G.F. ... zum Thema Grundeinkommen. Aus zahlreichen unterschiedlichen Blickwinkeln zeigt die Dokumentation von Wo ist eigentlich Robin Hood der Retter der Armen und Geknechteten? 3-5 Stunden geht man täglich wegen der Zinswirts chaft & Spekulationsblase für diese Milliadäre malochen. Nur 4 Stunden täglich müßte man ohne Millionäre & Milliadäre und Zinswirtschaft(Kapitalismus) jobben...oder ein paar Tage wöchentlich. - Statt Stress hätten wir Lebensqualität und Freizeit für Bildung, Sport, Gesundheit, usw. Ich weiß woher diese grenzenlose Wut in mir kommt...Ich weiß es wenigstens...Wer weiß läuft nicht Amok! Hoffentlich...nicht...Kriecht weiter! -Kniet vor den Kapitalisten! - Nickt mit den verzweifelten Köpfen! - Klammert Euch an Euer inflationäres - verspekuliertes Sparguthaben - Ich will kein Bedingungsloses Grundeinkommen...ich will meine Bodenrente...für das Stück Boden das jedem Weltenbürger gleichwertig zusteht!  Forderungen: Die Abschaffung des IWF und der WTO, die Bekämpfung der Steuerparadiese und der Rating-Agenturen und die Unabhängigkeit der Zentralbanken, die Schließung der Agrar-Rohstoffbörse von Chigago, das Verbot von Patenten auf lebende Organismen und genmanipulierte Organismen, bedingungslosen Schuldenerlass für die Länder der Dritten Welt. Einführung der Tobinsteuer und staatliche Kontrolle von Unternehmensfusionen, Gründung eines UNO-Sicherheitsrates für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten, Einforderung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte und deren Überführung in das nationale Recht. Die brüderliche und solidarische, freiere und gerechtere Zivilgesellschaft, die auf einem von allen Beutejägern befreiten Planeten entstehen wird - sie ist im Werden begriffen. Am Morgen des 14.Juli 1789 belagerten zwei Abteilungen der Bürgermiliz die Bastille, die königliche Zwingburg im Herzen von Paris. Mit ihren 25 Meter breiten Wassergräben und ihren 30 Meter hohen Mauern trotzte sie dem Anstrum des Volkes. Aus dem ganzen Faubourg Saint-Antoine strömten Handwerker herbei. Und nun beschafften die Bürger fünf Geschütze, die vor dem Tor der Festung in Stellung gebracht wurden. Der Befehlshaber der Festung, Marquis de Launay, kapitulierte. Er ließ die Zugbrücke herab. Das Volk stürmte über die Brücke, befreite die Gefangenen, massakrierte den Marquis und zerstörte die Festung. Wer hätte die Folgen ahnen können? Walt Whitman schrieb diesen Vers: "He awoke at dawn and went into the rising sun...limping" (er erwachte in der Morgendämmerung und ging der Sonne entgegen...hinkend). Millionen von Menschen überall auf der Welt erwachen jetzt. Sie nehmen die Privatisierung der Welt nicht hin. Sie haben beschlossen, sich zu organisieren, für eine andere Welt zu kämpfen. Der gewaltige Zug der Aufständischen hat sich in Bewegung gesetzt. Er schreitet voran. Ins Ungewisse, hinkend. Die Befreiung der Freiheit im Menschen ist sein Horizont. Die Legitimität der Bewegung ist unbestreitbar. Sie spricht im Namen der Millionen Opfer, die in Jahrhunderten gefallen sind. Das unsichtbare Heer der Märtyrer begleitet sie. Gilles Perrault beschreibt sie so: "Dieses unübersehbare Heer der Opfer, deportiert von Afrika nach Amerika, zerfetzt in den Schützengräben eines wahnsinnigen Krieges, lebendig verbrannt vom Napalm, zu Tode gefoltert in den Kerkern der Wachhunde des Kapitals, füsiliert am Mur des Fédérés, füsiliertt in Fourmies, füsiliert in Sétif, zu Hunderttausenden hingemetztelt in Indonensien, praktisch ausgerottet wie die Indianer Amerikas, massenhaft ermordet in China, zur Sicherung des freien Opiumhandels...Sie alle haben die Fackel der REVOLTE des in seiner Würde gekränkten Menschen weitergereicht in die Hände der Lebenden. In die bald ermüdenden Hände jener Kinder der Dritten Welt, welche die Unterernährung, Tag für Tag, zu Zehntausenden tötet, in die abgemagerten Hände der Völker, dazu verurteilt, die Zinsen für eine Schuld zu zahlen, deren Kapital ihre Führungsmarionetten ihnen gestohlen haben, in die zitternden Hände jener immer zahlreicher werdenden Ausgegrenzten, die an den Rändern des Wohlstands vegetieren müssen (...). Hände von einer tragischen Schwäche, und fürs erste noch unvereinigt. Aber sie können nicht anders, als sich eines Tages zu vereinen. Und an diesem Tag wird die Fackel, die sie tragen, einen Brand entfachen, die die alte Welt in Schutt und Asche legen wird." Quelle - Jean Ziegler - DIE NEUEN HERRSCHER DER WELT und ihre globalen Widersacher) 09. Jul 09 1932: Mit einer lokalen Tauschwährung startete die Tiroler Gemeinde Wörgl in der Weltwirtschaftskrise ein Freigeld-Experiment, das weltweit Aufsehen erregte [mehr] Helmut Creutz: Die 29 Irrtümer rund ums Geld
| | | | Helmut Creutz: Die 29 Irrtümer rund ums Geld | | ISBN - 10:
| 3854367015
| | | Beschreibung: | "Am Gelde hängt, zum Gelde drängt doch alles!" Wir werden in Sachen Geld leider als Analphabeten aus der Schule entlassen. Und selbst im "richtigen Leben" ist das Thema Geld für viele ein blinder Fleck. Aber was ist das eigentlich, dieses "Geld"?
Unser allgemeines Wissen über Geld ist immer noch mit grundsätzlichen Fehlvorstellungen, Vorurteilen und Irrtümern behaftet, von denen die wichtigsten in diesem Buch behandelt werden.
Wer versteht schon die Strukturen unseres Geldsystems und deren unüberschaubare Auswirkungen auf den sozialen und ökologischen Bereich, auf die Arbeitslosigkeit, den Wachstumszwang und die leeren öffentlichen Kassen?
In diesem Buch sind die wichtigsten Antworten pointiert und verständlich zusammengefasst.
Einige beispielhafte Irrtümer:
- Bargeld spielt doch kaum noch eine Rolle - Inflation belebt die Wirtschaft - Bei Börsencrashs wird Geld vernichtet - Globalisierung ist unverzichtbar - Die größten Gewinner sind die Banken
303 Seiten
|
Die 29 Irrtümer rund ums Geld Helmut Creutz Bester Preis EUR 9,95 oder neu EUR 9,95 Helmut Creutz: Das Geldsyndrom
 | | | | Helmut Creutz: Das Geldsyndrom | | ISBN - 10:
| 3928493469
| | | Beschreibung: | Das Standardwerk von Helmut Creutz in der überarbeiteten Taschenbuchausgabe.
Spannend aufgearbeitete Fakten zum Zustand unserer Gesellschaft und über die monetären Ursachen wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Fehlentwicklungen. Mit Statistiken der Deutschen Bundesbank und des Statistischen Bundesamtes. Helmut Creutz beleuchtet den Teil des Geschehens, der von Ökonomen und Politikern gerne übergangen wird.
Druck & Verlagshaus Mainz/Wissenschaftsverlag Aachen 2003 628 Seiten Das Geld-Syndrom Helmut Creutz Bester Preis EUR 11,50 oder neu |
Günter Hannich - Staatsbankrott - Wann kommt die nächste Währungsreform? - Verlag Kopp - ISBN: 3-938516-27-5
Staatsbankrott? "Aber ein Staat kann doch nicht pleite gehen!" Ach nein? Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Alleine Deutschland war im vergangenen Jahrhundert bereits zweimal bankrott, eine Tatsache, die viele gerne verdrängen. Fakt ist, daß es in den letzten 30 Jahren ernsthafte Währungskrisen in über 80 Ländern gegeben hat, die oft in den Total-Bankrott führten. Gerade in den letzten Jahren hat sich die Zahl besonders gehäuft. Günter Hannich zeigt in diesem Buch, daß der nächste Staatsbankrott in Deutschland bereits vorprogrammiert ist. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Jahrzehntelang hat sich die Regeirung Geld von den kommenden Generationen gepumpt. Jetzt stehen wir vor dem Tag der Abrechnung. Und auch dieses Mal wird das Volk für die finanzpolitischen Fehler bezahlen. Staatsbankrott. Wann kommt die nächs... Günter Hannich Bester Preis EUR 8,90 Günter Hannich - Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise - Der Weg in den 3.Weltkrieg - Verlag - Kopp - ISBN: 3-930219-34-4 
Die Aktienmärkte jagten von Rekord zu Rekord. Es entstand der Eindruck,daß jeder spielend ohne Arbeit reich werden kann. Dieses Buch wird Ihnen die Augen öffnen: Wir stehen vor dem größten Börsencrash, den die Welt je gesehen hat. Unser Geldsystem wird an seinen inneren Widersprüchen zerbrechen. Für die meisten Menschen ist unser Geldsystem eine gegebene Größe, über das man sich keine weiteren Gedanken zu machen braucht. Wer jedoch den Funktionsmechanismen auf die Spur kommt, erkennt schnell, daß der Zinskapitalismus auf ständige Expansion angewiesen ist. Da es aber in einer endlichen Welt kein unendliches Wachstum geben kann, ist das System zum Scheitern verurteilt. Weil die Politiker und die Hochfinanz mit ihren internationalen Machtkartellen alles daran setzen, die Stunde der Wahrheit so lange wie möglich hinauszuzögern, bläht sich das System immer mehr auf. Die Umverteilung des Kapitals von Arm nach Reich geschieht immer schneller. Doch die Fiananzblase wird platzen. Wir stehen unmittelbar vor der größten Weltwirtschaftskrise, die die Erde je gesehen hat. Sie wird für die meisten zu unbeschreiblicher Armut und Elend führen, am Ende sogar zu einem neuen Weltkrieg. Niemand von uns wird sich diesem Desaster der Währungssystem und dem Zusammenbruch aller Börsen entziehen können. Günter Hannich hat mit marktschreierischen Untergangsvisionen, trotz dieser mehr als beunruhigenden Feststellungen, nichts im Sinn. Seine Analysen sind präzise und fundiert. Sie münden in konkrete Strategien und sind von bestechender Logik. Anhand von Beispielen aus der Geschichte zeigt Hannich, daß es nicht so weit kommen muß. Eine stabile Wirtschafts- und Geldordnung ist möglich! Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise... Günter Hannich Bester Preis EUR 12,89 oder neu EUR 19,90 Die rot-grüne Bundesregierung entfesselte in Deutschland die Finanzmärkte wie nie zuvor. Sie stellte Veräußerungsgewinne steuerfrei, privatisierte die Altersvorsorge und ließ Hedge-Fonds zum Vertrieb zu. Als die Kreditbranche im Jahr 2005 gegen Pläne Sturm lief, nach denen die Finanzaufsicht Ba-Fin die Geschäftsmodelle der Banken auf ihre Risikotragfähigkeit prüfen sollte, knickte die Regierung ein. Politik und Kapital haben die arbeitenden Menschen in bedrohliche Schwierigkeiten gebracht. Die Folgen sind noch gar nicht abzusehen. Es bestehen erhebliche Zweifel daran, ob die Regierungen der betroffenen Staaten willens und in der Lage sind, ihre Gestaltungsmacht zur Beseitigung der Ursachen für die eingetretenen Zustände zu nutzen. Das verlogene Geschwätz deutscher Politiker soll nicht aufklären, sondern einzig der Beruhigung des Volkes dienen, das die schlimmen Folgen des Turbokapitalismus nicht allzu deutlich erkennen soll. Die Machthaber wollen die neoliberale Politik fortsetzen und konzentrieren sich derzeit lediglich auf die Rettung von Vermögen. Die Fehler der Vergangenheit sollen mit neuen Schulden behoben werden, damit die Party so schnell wie möglich weitergehen kann. Die Kluft zwischen arm und reich ist inzwischen global und eklatant. Ein Fünftel der Menschheit besitzt fast 90% des Weltvermögens, das ärmste Fünftel der Menschheit gerade mal 1% (Quelle: UNDP). In Deutschland wächst fast jedes 6. Kind in Armut auf, weil seine Eltern von Hartz IV leben müssen und jeder 10. Renter lebt hier unterhalb der Armutsgrenze. Von Verwahrlosungen in den Familien der Ärmsten ist immer öfter die Rede. Derweil bekommen Manager Monat für Monat gigantische Vermögen, auch wenn sie – oder gerade weil sie - viele Arbeitsplätze ruinieren. In Folge hiervon kommt es zu einer Anhäufung von Geld, das nicht mehr über Gebrauchsgüter zirkuliert oder in der Investition von Produktionsmitteln zur Anwendung kommt. Das führt zu einer Geldexpansion von überflüssigem Kapital, das sich auf den Kapitalmärkten verselbständigt und sich dort solange rumtreibt, wie es noch als Spielgeld taugt, als Geld, womit reale Existenzen verspielt werden. Solches Kapital macht heute bereits 98% des Geldes auf der Welt aus. Die Konsequenzen sind bekannt: Arbeitsplätze werden der Spekulation geopfert und Betriebe zerstört, obwohl diese aus Sicht der Güterproduktion bestens funktionieren. Die Finanzkrise ist nicht nur eine Baisse im Aktiengeschäft, auch nicht eine Absonderung des gewohnten Marktes. Sie ist das Resultat der Wertzersetzung eines gigantischen Geldvermögens und droht die gesamte Weltwirtschaft zu erdrücken. Das haut einen gewöhnlichen Finanzpolitiker, der im Geld nur den Stoff der Geldvermehrung erkannt haben wollte, dann doch erst mal vom Hocker. Wie konnte das sein, dass diese großen Geldmassen sich nicht mehr in Aktienkursen oder Anleihen rentierten? Wie konnte alles, was bisher als richtig galt, so plötzlich Makulatur sein? Am Boden der Tatsachen musste man es einsehen: Nullwachstum der Wirtschaft und stetig sinkende Aktienkurse zeigen das Ende einer ganzen Wirtschaftsepoche an. Die Rezession ist weltweit da. Aus der Realwirtschaft ließ sich nichts mehr holen. Vorgestreckte Finanzmassen erbringen keine Geldvermehrung. Aktienkurse erweisen sich als Fantasieprodukte. Das Kreditsystem, das von der dort bewegten Geldmenge abhing, war zusammengebrochen. Keine Bank traute der anderen. Und im Niedergang des Verschuldungskapitalismus wurde von den verschiedenen Staaten sogenannte Rettungspakete geschnürt, die gigantische Vermögen zur Wertdeckung der Banken verheizen sollen und doch zugleich nur die Wirtschaftskreisläufe weiter verengen. (Quelle: - www.kulturkritik.net) In Folgenden finden Sie das Bild unter: www.koufogiorgos.de  Diagnose:"Kapitalismus" - Vom Krankheitsbild eines absurden Wirtschaftssystems und der Aktualität einer anarchistischen Alternative
Der nun folgende Artikel erschien zuerst - leicht gekürzt - in "Hintergrund - Das Nachrichtenmagazin", Heft 1/2009
Krise? Was für ‘ne Krise, bitteschön? „Entscheidungssituation, Wende-, Höhepunkt einer gefährlichen Entwicklung" bietet der Duden als erste Definition dieses Wortes an. Von alldem sehe ich weit und breit nichts. Leider. Hätten wir doch eine Entscheidungssituation! Aber wirklich entschieden wird nichts, alles geht im Grunde weiter wie gehabt - business as usual. Und Wendepunkt gar? Pustekuchen! Weiterlesen... 
Verboten? (Dieser Text mit "Links" zum Thema!)
Die Frage lautet: Wer sitzt im Aufsichtsrat der KfW? ( Etliche Minister unter anderen ein gewisser Herr, mit angeblich sozialer Verantwortung namens Oskar La Fontaine - Huber nennt sich ein anderer Wichtel...der Wirtschaftsminister Michael Glos, unser angeblich kompetenter Finanzminister Peter Steinbrück & von den weiteren "VERANTWORTLICHEN seien nur genannt: Frank Birske, Sigmar Gabriel, Matthias Platzeck, Horst Seehofer, Michael Sommer, Frank-Walter Steinmeier, Wolfgang Tiefensee & Heidemarie Wieczorek-Zeul. - Die Kfw-BANK überwies noch mal 300 000.-Millionen Euro zockte sich in den Ruin weil diese Politiker & Minister wohl ihre Bezüge kassierten, aber dafür keine Leistung erbrachten! - Das sind Könige im Schuldenmachen. z.B. der "Pleite-gezockten Surprime-Derivate-Hedgefonds-geschädigten Landesbanken" & bei wem leiht sich dieser korrupte Staatsapparat das Geld, um die Staatsverschuldung weiter zu betreiben? - Zusätzlich ein 500 Milliarden-Euro-Paket zur Sanierung diverser Bankabzocker...und Verursacher der weltweiten Finanzkrise. Noch ein knallharter dem klassischen Kapitalismus - Tribut zollender Einwurf von mir! - Warum eigentlich läßt man Banken nicht einfach pleite gehen...Banken haben schon Tausende Ihrer Mitarbeiter wegen Aktiennotierungen an der Börse auf die Strasse entlassen...Konzerne ebenso. - Warum landen diese Zocker jetzt so weich und freuen sich über ein 500-Milliarden-Rettungspaket vom stressgeplagten Steuerzahler und Bürger? - Jeder Unternehmer der falsch kalkuliert geht pleite. - Die Banken stürzen sich wie die Geier, auf sein restliches Hab und Gut und verleiben sich die Hypotheken ein. (Schwarzbuch-Banken). Wäre es wirklich so schlimm - wenn Deutschland statt vielen Bankzockern, eine zeitlang nur noch wenige Bankinstitute gehabt hätte? - Diejenigen welche verantwortlicher mit dem Geld der Bürger umgehen - hätten überlebt. Ist es wirklich gerecht, wenn jetzt die Automobilindustrie und andere Unternehmen Tausende entlassen müssen? - Während sich Aufsichtsräte und Minister wieder die Taschen stopfen? - Wer geht am Ende leer aus? - Die Steuerzahler...Die Rentner...Die von den Banken produzierten Arbeitslosen? - Wer steckt tatsächlich hinter dem Mülleimer der Geschichte? - Warum sind Politiker nicht für das Volk, sondern für den Reichtum? - Warum ist plötzlich, bei der immensen Staatsverschuldung ein 500 Milliarden-Paket zur Rettung der unsozialen Banken bereit? - Weil wir von diesen gekauften Schweine-Politikern alle verarscht werden! - Die sind nicht für uns...Die Bestie das Volk...Die gehen dauernd im Monopoly-Spiel über Los und Kassieren kräftig ab. - Die Landesbanken und Ihre Minister wären die ersten, die sich einen großen Teil des Millarden-Paketes gegrabscht hätten! -Nur momentan geht das nicht mehr so einfach...Die Medien schauen zu! - Das ist der Lauf der Geschichte. - Das ist die Wahrheit. - Das nennen sie Politik. - Politik zur Selbstbeweihräucherung. - In Zukunft ohne uns! Gerold Flock 2009, mutmaßlich wieder ein Jahr der Zumutungen, kann historisch bedeutsam werden, wenn wir es zu einem Jahr der Rebellion gegen die Vorherrschaft des Finanzkapitals machen. (Von Roland Rottenfußer. Ein Beitrag des Webmagazins auf „Hinter den Schlagzeilen“ Künstler, mit der ihnen eigenen Sensibilität, erspüren manches früher als gewöhnliche Menschen. So dichtete Konstantin Wecker schon 1995 diese Zeilen: „Unruhige Zeiten, mein Schatz, wo doch alles so klar war, vierzig Jahre geregeltes Sein. Wo nach außen fast jeder Fürst oder Zar war, und jetzt bricht dieses Weltbild so kläglich ein. Ach, wer auf Häuser baut, den schreckt jedes Beben. Wer sich den Banken verschreibt, den versklavt ihre Macht. Wer seinem Staat vertraut, der muss damit leben, dass, was heute noch Recht ist, oft Unrecht wird über Nacht.“ Weiterlesen... "Vor dem Sturm, Teil 2/3" vollständig lesen"Vor dem Sturm, Teil 3/3" vollständig lesen Die weltweite "Bankenkrise" dominiert derzeit die Titelseiten der Zeitungen. Angeblich befindet sich der Kapitalismus in der schwersten Krise seit der Weltwirtschaftskrise 1929 ff. >> mehr I
Rettung des US-Finanzsystems 700 Milliarden? Ha! Es sind 8500 Milliarden www.koufogiorgos.de 23 Thesen zur kapitalistischen Krise .... in einer Geschwindigkeit und einem Ausmaß wie noch nie in der Geschichte des Kapitalismus (siehe Wildcat 82). Von der "Panik 2008" zum "Kollaps 2009" Die soziale DreigliederungDie Globalisierung ist eine verpaßte Chance. Wer mit dem Zufall des Marktes rechnet, verrechnet sich oder den anderen. Wie bekommen wir Preise von denen alle leben können? Jeder Mensch ist die Menschheit Siehe dazu die Diskussionsbeiträge von Albrecht Müller: “Ist die Geldschwemme Ursache der Finanzmarktkrise? Ein Anstoß zu ein paar Zweifeln an einer gängig werdenden These.” und “Den Kapitalmarkt effizienter organisieren - Konversion ist angesagt (Teil I)”. Februar 2009 "Wenn die Titanic absäuft, braucht man Rettungsboote"Infografiken Bereiten Sie sich auf die ganz große Krise vor Ron Paul: Bankenrettungen auf Basis von Angst stellen Wirtschaftsterrorismus dar Ron Paul: Das Gelddrucken verlängert nur den Schmerz
Im Buddhismus gibt es ein Gebot, das lautet: Schlage keinen Profit aus dem Leiden anderer. Unsere sinnentleerte und machtorientierte Religion hier hat dieses Gebot nicht. Es ist ein sehr wichtiges Gebot, geradezu ein ethischer Grundsatz, der immer wichtiger wird, je mehr die Welt vernetzt wird. Hier sehe ich auch die größte Gefahr für unser System, denn ich vermute, der nächste “Hitler” kommt nicht mehr als Politiker. In einer Zeit, in der die Politiker mehr und mehr zu Vasallen der Wirtschaftsbosse und Atlaten der Einschaltquoten verkommen, besteht die Gefahr, daß er als Wirtschaftsboss und teleintelligente Marionette von einem dieser globalen Multi-Fusions-Konzerne in Erscheinung tritt. (Hernry Commonwood) | Wer streckt das 500-Millardenpaket also den Staatshanswursten vor? - Rüstungsindustrielle? - Superreiche Oligarchen - Die bösen Onkeln? - Großkonzernmonopolisten? 
Wer profitiert von der Staatsverschuldung? - Die selben totalitären Oligarchen, die die angebliche Handlungsfreiheit dieses Staatsapparates einschränken ? Wenn Banken das Geld der Geldsparhorter & Steuerzahler verspekulieren...Was bringt Sparen in Wirklichkeit? - Inflation. - Wer profitiert letztendlich? - Wieder diese miesen Weltbeherrscher, die mit Kriegen und Elend Ihr Geld verdienen?
Unser angeblich so humaner Bundespräsident, möchte mehr Unosoldaten, in den Kongo schicken, um einen Krieg einzugrenzen, den er mit seiner Händeschüttlerei und Duckerei vor dem Großkapital und deren Waffenhändlern mitveruracht. Das er für Frieden ist, will ich dem Bundespräsidenten nicht absprechen. - Ich sage dieser angeblich gute Präsident, ist durch sein Verhalten gegenüber, den miesen superreichen Waffenschmieden die er mit seiner Politik repräsentiert und legitimiert - zumindest mitverantwortlich! Ich behaupte mitschuldig! Denn wer Rüstungsindustrielle pauschalisiert kann nicht gut sein! - Was wollen Finanzhaie wie dieser ehemalige (Horst Köhler)http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_111a/T01.HTM IWfler in der Politik? - Die neoliberalen Fronten stärken? - Unser Bundespräsident hat am liebsten Festgeld auf seinem Konto. Lieber Bundespräsident! - Viele von uns hätten auch gerne festes inflationsfreies Geld!
Verrostete Atommüllfässer in unsicheren Salzstöcken? - Vernichtete Regenwälder? - Finanzkrisen- die wegen der kapitalistischen Gier - Tausende von Menschen in den Ruin treiben. Das nenne ich kapitalistisches Chaos! Jeder gegen jeden. Ein System das Egoismus & Skrupellosigkeit als Tugenden feiert. - Was ist Erfolg?- Erfolg ist der Hunger & das Elend der Verlierer. - Erfolg ist Krieg? - Erfolg ist Schrottimmobilienabzocke? - Erfolg ist Proftitmacherei auf Kosten der Gesellschaft? - Erfolg ist wenn Politiker sich mit Steuergeldern die Taschen stopfen? - Erfolg ist der Smog vor meiner Haustür? - Ich will kein Erfolg sein. - Ich will einfach nur Mensch sein! - Wenn ich einer dieser Arbeitslosen wäre, wäre ich ein stolzer Mensch. - Ein Mensch dem bewußt, ist daß es nicht rechtens sein kann, wenn auf der einen Seite Millionäre, Milliadäre & Finanzjongleure http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/827/128615/
und andere Abzocker reicher und reicher werden, während der Arbeitslose, als der letzte Dreck behandelt wird. - Von dämlichen Jobvermittlern diskriminiert? - Ich wäre ein stolzer Arbeitsloser. Ich würde mich als erfolgreichen Arbeitslosen bezeichnen, der den Herrschenden die Arschkarte zeigt! Leider bin ich nur ein malochender Ausgebeuteter dieses Scheisssystems! - Die Milliadäre und Rüstungsindustriellen, sollten jeden Arbeitslosen mit einem monatlichen Bonus ehren! *Faltblatt: Arbeitslosigkeit Die vom System ausgebeutetenden Arbeitenden werden von den Medien und den monotonen Jobs ermüdet und kaputt geschuftet. Unternehmer von mittelständischen Betrieben werden von den Banken und Ihren Spekulationsuntrieben in den Ruin getrieben. Noch mehr Arbeitslose. - Noch mehr Kriege weltweit. - Noch mehr Umweltzerstörung! - (Zukunftsfähiges Deutschland? Download ) - Noch mehr Chaos! - Noch mehr Steuern! Wa wir wirklich nötig hätten...Wäre ein System das produziert was die Menschheit wirklich braucht...Solaranlagen, saubere Fabriken, saubere Autos, Bedürfnisorientiertes Wirtschaften und nicht diese Scheisse weltweit! Was fällt den selbsternannten Staatsoberhäuptern als Lösung ein? - Noch mehr Geld von den Superreichen leihen? - Ach was von den Superreichen? - Wir drucken einfach Geld. - Geld das bald nichts mehr wert sein wird! - Noch mehr Staatsverschuldung ? - Noch mehr Inflation? - Noch mehr Abhängigkeit von den Superreichen? - Noch mehr Steuern? - Weniger Arbeitslosengeld? - Steuermäßigungen für Superreiche? - Verlogene Rentenversprechen. - Das Geld der kommenden Rentengeneration haben sich die Politiker und das mutierte Beamtenheer, längst für Ihre lebenslangen Pensionen selbst gegrabscht! - Mit Verlaub...Die Herren Regierungsmarionetten/innen sind egal welcher Volksverdummungspartei - in Wahrheit nur Repräsentanten der reichen Gier! Was untenimmt die von den Medien betäubte Bevölkerung dagegen? - Man lebt seinen eigenen kleinbürgerlichen, spießigen Egoismus, bis man selbst mit der Firmenpleite oder der Arbeitslosigkeit konfrontiert wird. - Ansonsten glotzt man schlechte Filme...Obrigkeitshörigkeit & Untertanengeist ist im deutschen Volksgeist verbreiteter, als bei anderen Nationen! - Die herrschende Meinung ist die allgemeine Nachplapperei. Wer abweichend argumentiert, wird abweichend bewertet. Deutschland bräuchte mehr von denen, die sich getrauen, abweichender Meinung zu sein. Stattdessen ein Heer der Angepassten. - "Wir können ja doch nichts ändern." - Ein Volk von Hosenscheissern & Angstneurotikern! - Wie willst Du Dich bilden? - Wenn Du total gecrasht und ausgepowert von diesen Scheissjobs Nachhause kommst...Diese Scheissjobs, die Sie uns als Suppenteller übrig lassen? - Zukunft nur für Befugte!  So mancher konservative - dogmatische "Anarchoprediger", wird sich fragen - warum ich in diesem Text - LINKS zur Verbesserung der momentanen Misere einblende? - Vielleicht bin ich ein utopischer-anarchistischer Realist? Gerold Flock  Wichtige Zahlen zum Thema:Vermögensverteilung in Deutschland: 50 % der Bevölkerung haben 0,1 % des Vermögens. 40 % der Bevölkerung haben 41,2 % des Vermögens. 10 % Prozent der Bevölkerung haben 58,8 des Vermögens. Börsenverlust in den letzten 12 Monaten: 26 000 Milliarden $. Rückgang der Marktkapitalisierung an allen Börsen laut FAZ,9,10.2008 "Eine gigantische Geldvernichtung." Jährlich nötig zur Bekämpfung des Welthungers: 25 Milliarden $ Diese Summe würde ausreichen, um Anbauflächen und Nahrungsmittelproduktion in Mangelgebieten bereitzustellen. Jacques Diouf, Generalsekretät der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft. FAO Jährlicher Verlust durch Urwaldrodung: 2.000-5.000 Milliarden $. Unter Einbeziehung des Wegfalls natürlicher Dienstleistungen der Wälder wie Trinkwasserproduktion, Luftreinigung und CO2-Aufnahme. TEEB-Studie, im Auftrag der EU-Kommission. Nötige Planeten im Jahr 2030: 2 Der Living Planet Report 2008 des WWF berücksichtigt mehr Faktoren denn je, um den "Fußabdruck" der Menschheit mit den vorhandenen Reserven zu vergleichen. Die Menschheit verbraucht bereits seit einigen Jahren mehr Ressorcen, als das Ökosystem erzeugt. Das funktioniert nur auf Kosten der immer schneller schwindenden Substanz. Wirtschaftlich betrachtet führt das zu steigenden Preisen und sinkendem Investitionswert - also zu einer Situation, die in der kapitalistischen Ideologie nicht existieren kann. Quelle - Peter Krieg Krankes Geld. Das Finanzsystem als Kassenpatient. Eine unbequeme zweite Meinung krisis. Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft ... Die Hintergründe der Krise und ihre Auswirkungen auf die Bankbeschäftigten Weiterlesen » ...Warum am Platzen der Finanzblase nicht die “Gier der Banker” Schuld ist und es keine Rückkehr zum “Rheinischen Kapitalismus” geben kann Eine neue Dolchstoßlegende macht die Runde: „unsere Wirtschaft“ soll der grenzenlosen Habgier einer Handvoll Banker und Spekulanten zum Opfer gefallen sein. Gefüttert durch das billige Geld der US-Zentralbank und unterstützt durch unverantwortliche Politiker hätten sie die Welt an den Rand des Abgrunds geführt, während „die Ehrlichen mal wieder die Dummen“ seien. Nichts ist sachlich so falsch und ideologisch so gemeingefährlich wie diese auf allen Kanälen der öffentlichen Meinung verbreitete Vorstellung. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Die ungeheure Aufblähung der Finanzmärkte ist nicht Ursache der Misere, sondern war selber schon ein Ausweichmanöver vor der fundamentalen Krise, mit der die kapitalistische Gesellschaft bereits seit den 1970er Jahren zu kämpfen hat. Damals endete mit dem Nachkriegsboom eine lange Periode selbsttragenden realwirtschaftlichen Wachstums, das die Ausweitung und Verallgemeinerung der industriellen Produktionsweise auf neue Sektoren wie etwa die Autoherstellung zur Grundlage hatte. Zur Produktion der Massenwaren waren in den 1950er und 60er Jahren Massen an zusätzlichen Arbeitskräften erforderlich, die dadurch in Lohn und Brot standen und sich eben deswegen die Massenwaren auch leisten konnten. Seitdem hat die flächendeckende Rationalisierung in den Kernsektoren der Weltmarktproduktion, die immer mehr Arbeitskräfte durch automatisierte Prozesse ersetzt, diesen Mechanismus zerstört und damit die Voraussetzung für einen von der Realwirtschaft angetriebenen Boom. Die klassische kapitalistische Krise ist von der fundamentalen Krise der Arbeit abgelöst worden. Entwertete Arbeitskraft – „überflüssige“ Menschen Es gehört zu den verrückten Widersprüchen der kapitalistischen Produktionsweise, dass der ungeheure Produktivitätssprung durch die „mikroelektronische Revolution“ nicht etwa ein gutes Leben für alle ermöglicht hat. Im Gegenteil: Die Arbeit wurde verdichtet, das Arbeitstempo beschleunigt und der Leistungsdruck erhöht; weltweit müssen sich immer mehr Menschen zu den schlimmsten Bedingungen verkaufen, weil ihre Arbeitskraft gemessen am gültigen Produktivitätsniveau immer weiter entwertet wird. Zu den Widersprüchen des Kapitalismus gehört aber auch, dass er sich damit die eigenen Grundlagen entzieht. Denn eine Gesellschaft, die auf der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft beruht, stößt an ihre strukturellen Grenzen, wenn sie diese Arbeitskraft in wachsendem Maße überflüssig macht. Die weltwirtschaftliche Dynamik wird schon seit über dreißig Jahren nur noch durch eine immer größere Aufblähung von Spekulation und Kredit („Fiktives Kapital“) in Gang gehalten. Das Kapital wich an die Finanzmärkte aus, weil die Realwirtschaft keine ausreichenden Anlagemöglichkeiten mehr bot. Die Staaten verschuldeten sich, um ihre Haushalte zu decken und immer mehr Menschen finanzierten ihren Konsum direkt oder indirekt auf Pump. Auf diese Weise wurde die Finanzsphäre zur „Basisindustrie“ des Weltmarkts und zum Motor des kapitalistischen Wachstums. Die viel gepriesene Realwirtschaft ist also nicht durch die Finanzsphäre „erdrückt“ worden. Im Gegenteil: sie konnte nur noch als deren Anhängsel erblühen. Das „chinesische Wirtschaftswunder“ und der „Exportweltmeister Deutschland“ wären ohne den riesigen globalen Verschuldungskreislauf der letzten Jahrzehnte mit den USA im Zentrum nicht möglich gewesen. Notstandsverwaltung und Stagflation Die Grenzen dieses Krisenaufschubs sind nun erreicht. Grund zur Freude ist das nicht. Die Folgen werden dramatisch sein. Denn nun entlädt sich das gesamte aufgestaute Krisen und Entwertungspotential der letzten dreißig Jahre mit voller Wucht. Die Politik hat allenfalls Einfluss auf das Tempo und den Verlauf dieses Prozesses. Grundsätzlich aufhalten kann sie ihn nicht. Entweder die billionenschweren „Rettungspakete“ verpuffen und die Krise schlägt mit katastrophalen Folgen auf die „Realwirtschaft“ durch. Oder sie „greifen“ noch einmal und exorbitant steigende Staatsverschuldung wäre das Ergebnis, gefolgt vom nächsten, noch größeren Krisenschub in naher Zukunft. Die Rückkehr der „Stagflation“ – der Gleichzeitigkeit von chronischer Rezession und galoppierender Inflation – auf weit höherem Niveau als in den 1970er Jahren, zeichnet sich jetzt schon ab. Sind schon in den letzten Jahrzehnten die Lohneinkommen massiv gedrückt, die Arbeitsbedingungen prekarisiert und große Teile des öffentlichen Sektors privatisiert worden, so wird nun ein ungeahnt großer und weiter wachsender Teil der Menschheit schlicht für „überflüssig“ erklärt werden. Die vielbeschworene „neue Rolle des Staates“ wird mitnichten in der Wiederherstellung eines „Rheinischen Kapitalismus“ der 60er Jahre mit Vollbeschäftigung und wachsendem Wohlstand bestehen, sondern darin, den sozialen, rassistischen und nationalistischen Ausschluss zu organisieren und zu verwalten. Die Rückkehr der „Regulation“ und des „Staatskapitalismus“ ist nur noch in der Gestalt einer autoritären und repressiven Notstandsverwaltung denkbar. Die Welt ist zu reich für den Kapitalismus Die aktuelle Finanzmarktkrise markiert den Wendepunkt in der Epoche des fiktiven Kapitals und damit erreicht die fundamentale Krise des Kapitalismus, die sich schon in den 1970er Jahren abzeichnete eine neue Stufe. Diese Krise ist nicht nur die eines spezifischen „angelsächsischen Systems“ des „Neoliberalismus“, wie unter Mobilisierung antiamerikanischer Affekte mit teils deutlich antisemitischem Einschlag überall behauptet wird. Vielmehr zeigt sich nun, dass die Welt für die armselige kapitalistische Produktionsweise längst zu reich ist; dass die Gesellschaft auseinanderbrechen, verwildern und in Elend, Gewalt und Irrationalismus versinken muss, wenn es nicht gelingt, diese zu überwinden. Nicht die „Spekulanten“ und die Finanzmärkte sind das Problem, sondern der Widersinn einer Gesellschaft, die Reichtum nur als Abfallprodukt gelingender realer oder fiktiver Kapitalverwertung produziert. Eine Rückkehr zu einem scheinbar soliden, auf dem Einsatz von Massenheeren der Arbeit gegründeten Kapitalismus ist weder möglich noch erstrebenswert. Jedes Opfer, das nun abverlangt wird, um die (selbst)zerstörerische Dynamik dieser widersinnigen Produktions- und Lebensweise weiter in Gang zu halten, ist ein Hohn auf das gute Leben, das längst möglich wäre: in einer Gesellschaft jenseits von Warenproduktion, Geld und Staat. Die Krise stellt die Systemfrage. Es kommt drauf an, sie zu beantworten. Gruppe Krisis Die Verbreitung dieses Textes ist ausdrücklich erwünscht. Viele parlamentarische Lügenbarone/inne werden sich über meine Aufklärung hier auf meiner Page furchtbar ärgern...Es wird Zeit das die Bürger wieder ein politisches Bewußtsein bekommen und diese Strategen des Großkapitals nie mehr wählen! Gerold Flock Wirkliche Direktdemokratie wäre ein Anfang. - Ändert endlich die Gesetzeslage für Volksabstimmungen! - Warum ich als Bürger nur alle 4 Jahre - bereits vorher bestimmte politische Wichtigtuer & Dilletanten - wählen können soll, sehe ich schon lange nicht mehr ein. - In eine der vom Großkapital mit Parteispenden und sonstigem Lobbiysmus versorgten Parteien einzutreten, ist doch für einen politsch interessierten Bürger keine Alternative! - Ich will zu allen wichtigen parlamentarischen Beschlüssen ein Mitbestimmungsrecht! Heimlich und mit Verweisen auf den Terrorismus wird eine Überwachungsdiktatur aufgebaut, die bei einem Systemzusammenbruch das Volk dann vollends unter Kontrolle hat. - Eine geplante Diktatur statt in Zukunft mehr Direktdemokratie? Gerold Flock   In meinem Forum - findet Ihr auch meine persönliche Meinung als "Anarchist" zu Attac. Kredite und Kreditkrise Welche Rolle spielen Kredite? Kredite und Kreditkrise Nachrichten zur Finanzkrise / Kreditkrise
Kritik am Zinseszinssystem
Kritik am Zinseszinssystem Nachrichten zum Zinsthema Kurzfassung Zinskritik Die Weltwirtschaftskrise von 1929 hatte aber interessanterweise ein paar Parallelen, die sich deutlich zu erkennen sind. So waren zum Beispiel damals schon die Einzelwirtschaften und Finanzen sehr eng mit einander verwoben. Der Aktienmarkt war 1929 stark überbewertet und brach nach kleineren Zuckungen am 24. Oktober 1929 zusammen. Unmengen Gelder wurden aus dem Ausland abgezogen und flossen in die USA zurück. Vergle heute: Lehman Brothers zog vor dem Zusammenbruch auch noch schnell die letzte Liqudität aus dem Ausland ab. Manche Bank spendete sogar: z.B. die KfW-Bank... DANKE! Durch diesen Kreditabzug traten in vielen Staaten der Welt wirtschaftliche Krisen auf, die zu Massenarbeitslosigeit, einem starken Rückgang des Welthandels und sehr protektionitischen Maßnahmen der einzelnen Staaten führte. Von dem Sozailabbau, der die Politik stark radikalisierte und im Nationalsozialismus führte, ganz zu schweigen. Allerdings darf man den damaligen Sozialstaat nicht mit unserem heutigen übersatten Angebot vergleichen. Ein wenig mehr Wertschätzung für die Leistungsträger (das sind ja nicht zwangsläufig immer die Banker...) dieses heutigen Systems wäre schon nicht schlecht. Überproduktion und Überangebot, was zu fallenden Preisen führte, werden heute als Ursachen für die Weltwirtschaftskrise 1929 genannt. Der Zusammenbruch der Börse war der Start in die lang andauernde Krise. Menschen hatten Kredite, ja ihr ganzes Vermögen, in Aktien investiert, um am Wohlstand teilhaben zu können. Panikartig verkauften die ihre Papiere und rissen die Börse in den Abgrund. Der Dow Jones Index fiel in zwei Tagen, am schwarzen Donnerstag und am schwarzen Freitag, um zusammen 24,4%. Da dieser Absturz für viele sehr überraschend kam, liefen die Schockwellen der Depression schnell durch die Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt. Der Zusammenbruch von heute ist ja schon länger erwartet worden, aber die Gier war wohl heute vergleichbar groß. Und da wahnsinnig viel Geld im Umlauf war, wurde die Geldmenge des Dollars um 30% in vier Jahren von 1929 ab reduziert. Was den Dollar zwar wieder wertvoller machte, aber die Krise nach Meinung vieler Ökonomen verschärfte. Durch den Zusammenbruch der Banken fehlte es vielen Banken an Geld für Kredite, um Neuinvestionen und laufende Kosten zu bezahlen. Dadurch sank die Produktion erheblich, in den USA um 50%. Die Arbeitslosigkeit stieg erst verspätet an, dann allerdings in Deutschland von 1929 mit 1,4 Millionen auf 1932 mit über 6 Millionen. Das waren immerhin 16,3% der deutschen Bevölkerung. Nun ist die heutige Produktivität des einzelnen heute allerdings erheblich größer, sodass wir eine solche Zahl bestimmt verkraften könnten. Und während ich mich so mit dem Thema beschäftige, verläßt mich irgendwie die Lust, hier weiter zu machen. Das Thema macht einfach depressiv... Ich glaube, ich geh mal schnell mein Geld aus.
 www.silvio-gesell.de
Die parteifreie Kandidatin zur Bundestagswahl, Monika Herz, beantwortet eine Wählerfrage zur Finanzpolitik. Wenn der Staat Schulden machen muss, weil er die erforderlichen Maßnahmen nicht aus dem normalen Staatshaushalt abdecken kann, dann kann er nicht einfach Geld drucken. Dieses Privileg ist der Notenbank vorbehalten. Lt. ZDF leiht der Staat zu 97 % Geld bei Banken und Investmentfonds und zu 3 % bei uns Bürgern über Bundesschatzbriefe. Demnach leiht sich der Staat das Geld, das er zur Rettung der Banken verwendet, bei den Banken selbst und zahlt es dann mit Zinsen zurück. Das heißt nach den Gesetzen der Logik, die Banken verdienen gut daran, dass sie gerettet werden müssen. Ist das nicht eine clevere Geschäftsidee! Wie geht das? Ich hab das mal vom Prinzip her so gelernt: Jemand stellt eine Kreditanfrage an die Bank. Die Bank sagt: Ja, du bist vertrauenswürdig. Ich möchte dir gerne einen Kredit geben. Die Bank schaut nach und sieht: Oh verdammt, ich bin ja selber pleite. Daraufhin geht sie zur Landesbank und sagt: Ich bräuchte da einen Kredit. Die Landesbank sagt: Ja gerne. Schaut nach und sieht: Huch, ich hab ja selber gar kein Geld mehr! Daraufhin geht sie zur Bundesbank und hält die Hand auf. Die Bundesbank lässt von der Europäischen Zentralbank Geld drucken und gibt es der Landesbank. Diese reicht es weiter an die Hausbank. Und die reicht es weiter an den ursprünglichen Kreditanfrager. Im Prinzip läuft es mit den Staatsschulden ähnlich, nur dass der Staat wohl nicht in den unteren Banketagen das Geld leihen wird, sondern eher auf einer höheren Etage. Wie genau die Geldschöpfung vonstatten geht, darüber werden wir allerdings nicht informiert. Der Staat, also wir, gilt natürlich als absolut vertrauenswürdiger Kreditnehmer. Es gibt ja die ca. 80 Millionen Bürger, die als Bürgen für die Zinszahlungen geradestehen. Es heißt, dass der Staat noch nie Schulden zurückgezahlt hat. Wenn Rückzahlungen fällig werden, springt gerne immer eine Bank ein, um die Schulden zu "kaufen". Wir zahlen "nur" die Zinsen. Diese betrugen im Jahr 2007 40 Milliarden 500 Millionen. Allein die Verwaltungskosten für diesen Zinsetat betrugen 68 Millionen. (Quelle: www.bundesfinanzministerium.de ). Das ist der zweitgrößte Posten im Staatshaushalt. Wenn Sie sich tiefer mit dem Thema Zinssystem, Geldschöpfung und Spekulation und tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise informieren möchten, empfehle ich Ihnen hier ein Interview mit Bernd Senf. www.berndsenf.de Es ist nun 10.38. Wenn ich die Zahl aufschreiben will, die auf der Zinsenuhr steht, krieg ich ein Problem. Die Zahl bewegt sich so schnell, dass ich nicht recht mitkomme mit dem Schreiben. Pro Sekunde werden es 4.439 Euro mehr. Pro Sekunde! Aber nicht etwa, weil wir begonnen hätten, unsere Schulden zurückzuzahlen, sondern weil der Zins die Summe ständig in die Höhe treibt. In 10 Sekunden sind das 44. 390 Euro. In 20 Sekunden 88.780 Euro. Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Mangel. Wenn wir aufhören würden, Zinsen für die Staatsverschuldung zu bezahlen, könnten wir stattdessen alle 20 Sekunden jenen Kindern 88.780 Euro zur Behebung des Mangels zur Verfügung stellen. Wie finden Sie das? Es ist 10.44. Die Zinsuhr sagt: 1.612.950.120…. In der Zeit, in der ich Ihre Frage beantwortet habe, hätten wir mehr als 6 Millionen Euro für sinnvollere Aufgaben verwenden können! http://www.abgeordnetenwatch.de/monika_herz-180-25377.html#questions  Dass Geld nicht unbedingt reich macht, ist vom Standpunkt der Kultur unmittelbar einleuchtend. Auch kann eine Vielfalt von Konsumgegenständen eher kulturelle Armut darstellen, als dass sie Reichtum bedeuten muss. Der Reichtum an Verfügungsmacht ist also durchaus kompatibel zur Armut der Verfügung, zur Einfalt ihres wirklichen Vermögens. Wer sein ganzes Geld ausgibt, nur um es in seiner gesellschaftlichen Kultur auszuhalten, der ist nicht reich, weil er viel Geld ausgeben kann, sondern arm, weil er es ausgeben muss. Er mag über alle Produkte verfügen können. In Wahrheit jedoch verfügen die über ihn, wenn er darin kein Bedürfnis nach den Menschen erkennen kann, die sie erzeugt haben. Eine klassenlose Gesellschaft kann nur bestehen, wo Menschen ihre Bedürfnisse auf ihre Produkte frei beziehen können, unabhängig von einer gesellschaftlichen Verfügungsmacht, wenn sie wechselseitig wirkliches Verlangen nach dem haben, was sie sind und was sie erzeugen. (Quelle - www.kulturkritik.net)
Heute Griechenland, morgen wir  Rebellische Griechen. Briefmarke zum Kretaaufstand, 19. Jh. Ziel des neoliberalen Projekts ist es, die „Dritte Welt“ in die Erste zu tragen und ein globales Feudalsystem zu errichten. Überschuldete Haushalte sind kein Zufall. Sie entsprechen der Logik des Systems und werden inszeniert. Denn nicht solvente, sondern zahlungsunfähige Schuldner verhalten sich gefügig gegenüber den Wünschen machthungriger Gläubiger. Griechenland war erst der Anfang. Was heute dort geschieht, kann morgen auch bei uns geschehen. Der Artikel teilweise nicht mehr auf dem aktuellen Stand, enthält aber Gedanken und Anregungen grundsätzlicher Art. (Roland Rottenfußer) Nun hat es also auch eine „klassische“ europäische Nation getroffen. Und weder die Schweiz noch die reichen EU-Staaten sollten sich der Illusion hingeben, sie würden für immer von einer Entwicklung wie in Griechenland verschont bleiben. Griechenland ist ein Bild dessen, was ihnen in der Zukunft widerfahren könnte. Staatsbankrotte sind die natürliche Folge einer Entwicklung, die über Jahrzehnte zu beobachten war und die in der Natur des Zinssystems angelegt ist. „Wir haben versucht, auf der Schussfahrt zu wenden“ sang Herbert Grönemeyer über den Krebstod seiner Frau. Der Zins ist der Krebs des Finanzsystems. Alle Anstrengungen, die Staatsverschuldung abzubauen oder auch nur zu stoppen scheitern nicht nur an der Eigendynamik der Exponentialkurve, sondern auch an der Böswilligkeit der mächtigen Profiteure und an der Schwäche der Volksvertreter, die sich ihnen ausgeliefert haben. Verschuldung verleiht dem Geld – und damit denen, die es besitzen – eine überproportionale Bedeutung, die für das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb einer Gesellschaft tödlich ist. Wer in einer Situation, wo Geld an allen Ecken und Enden fehlt, über ausreichende Liquidität verfügt, bestimmt die Gesetze des Handelns. Er kann dem Bittsteller – also uns allen – seine Bedingungen aufzwingen. Wie man am Beispiel vieler Länder der Dritten Welt und jetzt am Beispiel Griechenlands gesehen hat, läuft es immer auf das gleiche hinaus: „Wir retten euch, aber nur unter ganz bestimmten Bedingungen: Privatisierung, Deregulierung, Sozialabbau.“ Und niemand sollte meinen, die Mächtigen würden plötzlich von Mitleid ergriffen werden und davor zurückscheuen, uns, die „europäischen Kulturnationen“ platt zu machen. Raubtiere kennen eine Beißhemmung, der so genannte Raubtierkapitalismus nicht. Hungern für den Schuldendienst Afrika hat längst erlebt, was den europäischen Ländern blühen könnte. Der 1999 verstorbene Präsident von Tansania, Julius Nyerere, sagte: „Müssen wir weiter unsere Kinder verhungern lassen, nur damit wir unsere Schulden zurückzahlen können?“ (Quelle: Jean Ziegler, „Die neuen Herrscher der Welt“.) Genau das ist es aber, was die Gläubiger der ärmsten Länder bis heute von diesen verlangen. Speerspitze der neuen globalen Feudalherren ist der Internationale Währungsfond (IWF). Der frühere Ministerpräsident Hama Amadou von Niger sagte: „Vor dem IWF gibt es kein Entrinnen! Das ist der neue Kolonialherr“. Ist ein afrikanischer Staat Pleite, so schildert es Jean Ziegler in seinem Buch, müssen seine Minister als Bittsteller auf den Fluren des IWF-Büros warten. Geld gibt es immer nur gegen eine „Absichtserklärung“, von Ziegler als „Erpressungswerkzeug“ bezeichnet. Die Absichtserklärung enthält immer die gleichen Reformvorschläge: „Steuerdisziplin, Haushaltskürzungen, Privatisierung der nationalen Industrien und Ressourcen, Liquidierung der öffentlichen Dienste.“ Wie sollte man auch einer finanziellen Misere Herr werden, wenn nicht durch radikales Sparen? Meistens knicken die bedrängten Regierungen dann ein – und belasten ihre Ärmsten und Normalverdiener. Schauen wir uns in diesem Zusammenhang an, welche Forderungen die EU jetzt gegenüber Griechenland erhoben hat. Immer geht es um tiefe Einschnitte ins soziale Netz und bei den Gehältern von Staatsbediensteten. „Wir denken schon, dass zusätzliche Maßnahmen von Griechenland erforderlich sind“, sagte der deutsche Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen nach einem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. Und er fügte hinzu, Griechenland müsse sich an dem messen lassen, was den ebenfalls hoch verschuldeten Ländern Lettland und Irland schon abverlangt wurde. Die Iren etwa senkten das Kindergeld um 10 Prozent, das Arbeitslosengeld um 4 Prozent, die Gehälter beim Öffentlichen Dienst gar um 15 Prozent (Quelle: Welt online). Im Übrigen spielte die Erpressung Irlands durch die EU auch eine wesentliche Rolle, als die Mehrheit der Iren im zweiten Referendum den Vertrag von Lissabon annahm. Mehr Hilfe für das finanziell klamme Irland gab es nur gegen Fügsamkeit gegenüber den Forderungen der Mehrheits-Europäer. Auch die Demokratie nahm auf diese Weise Schaden – ein Präzedenzfall, der den neoliberalen Scharfmachern Lust auf noch mehr Demokratieabbau machen könnte. Ist doch das einzige nennenswerte Hindernis für den neoliberalen Raubzug das lästige Volk, nach dem der schöne Begriff „Demokratie“ bekanntlich benannt ist. Geldknappheit als „strategischer Hebel“ So war der Generalstreik der Griechen gegen die Sozialkürzungen sicher eine eindrucksvolle Demonstration von Widerstand. (In Deutschland, in dem Generalstreiks gleich vorsorglich verboten wurden, wären wir froh um ein solch machtvolles Aufflammen des Volkszorns.) Dennoch wird der Streik im Ergebnis wohl nichts bewirken können. Ministerpräsident Papandreou sagte schlicht, er habe für die Forderungen Verständnis, es gebe aber nun mal „kein Geld“. Man sieht, dass Geldknappheit der Dreh- und Angelpunkt ist, wenn es darum geht, den Volkswillen zu brechen. Selbst wenn eine überwältigende Mehrheit gegen Sozialabbau ist, man kann ja leider Gottes nur das Geld ausgeben, was man hat. Die Tatsache, dass monströse Milliardenvermögen noch immer in den Händen der reichsten 10 Prozent gebunkert sind, wird natürlich verschwiegen, wenn man die „Alternativlosigkeit von Reformen“ unterstreichen will. Was den Griechen blühen könnte, sollten sie dem „Druck der Straße“ nachgeben, machte die Ratingagentur S&P deutlich. Sie drohte, wenn der Aufstand der Massen das anvisierte radikale Sparprogramm zu Fall brächte, müsse man die Kreditwürdigkeit des Landes noch niedriger einstufen – schlechter als das ohnehin schon bedrohliche „BBB+“. Das könnte bedeuten, dass Griechenland entweder gar keine Kredite mehr bekommt oder zu erheblich höheren Zinsen. Anders ausgedrückt: Wem es schlecht geht, der wird, statt Hilfe zu bekommen, noch weiter geschröpft. Im Zusammenhang mit dem fortschreitenden Demokratieabbaus bedeutet dieser Vorfall auch: Institutionen ohne demokratische Legitimation – etwa dubiose „Ratingagenturen“, IWF oder Weltbank – üben zunehmend Macht aus über demokratisch gewählte. Kommt es dann zu einer direkten Willenskundgebung des „Souveräns“ und läuft diese den Absichten der transnationalen Feudalherren zuwider, so rennt dieser Impuls gegen eine Mauer von Arroganz und inszenierten Sachzwängen. Das neoliberale Projekt steht vor dem Ziel Um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Die Überschuldung der Völker ist nicht die Folge eines „Versagens“ der Politik und der internationalen Finanzwelt. Versagen würde ja beinhalten, dass jemand ein gestecktes Ziel, z.B. einen ausgeglichenen Staatshaushalt, nicht erreicht hat. Ich behaupte aber, dass bestimmte globale Mächte nie etwas anderes beabsichtigt haben als die Verwandlung selbstbewusster Völker in demütige „Working-Poor“Gesellschaften, die ihrer fortschreitenden Entrechtung mit einem resignierten „Hauptsache, ich habe überhaupt Arbeit“ zunicken. Statt von „Versagen“ zu sprechen müsste man also sagen: Das neoliberale Projekt seit den frühen 80er-Jahren war ein voller Erfolg. Ziel dieses Projekts war es von Anfang an, die Dritte Welt in die Erste zu tragen (Ansätze dazu gibt es jetzt in Griechenland). Endziel ist die Schaffung eines globalen Feudalsystems – Verelendung breiter Bevölkerungsschichten, finanzielle Privilegien einer mächtigen Minderheit, Absicherung der Beute durch einen autoritären Überwachungsstaat. Es sind diesbezüglich immer noch zu viele Illusionen im Umlauf – z.B. die Annahme, auf eine Phase neoliberaler Finsternis müsse naturgemäß ein neuer Morgen der Gerechtigkeit folgen. Manche träumen von einem neuen 1968 und machen dies an Studentenprotesten fest oder an der Tatsache, dass in Bayern jetzt nach langer Alleinherrschaft der CSU die FDP mitregiert. Ich will nicht behaupten, dass ein solcher Aufbruch zum Besseren ausgeschlossen wäre. Ich warne nur davor, sich diese Wende zu leicht vorzustellen. Man muss nur die Grafik einer Exponentialkurve betrachten, um zu ahnen, dass wir auf eine Eskalation zusteuern. Der Kapitalismus (vor allem das Zinssystem, das sein Wesen ausmacht) funktioniert nicht wie die sanften Zyklen der Natur – eher nach dem Prinzip zyklischer Totalzusammenbrüche. Die „Schock-Strategie“ wirkt Katastrophen beinhalten jedoch – wie wir bei Naomi Klein nachlesen können – nicht unbedingt die Hoffnung darauf, dass die herrschende Kaste aus Scham über ihr Versagen von der Macht zurücktritt. Vielmehr bieten gerade Zusammenbrüche den Mächtigen eine perfekte Gelegenheit, noch perfidere Systeme der Unterdrückung und der Ausbeutung zu installieren. In ihrem Buch „Die Schock-Strategie“ schrieb Naomi Klein: „Krisen sind in gewisser Weise demokratiefreie Zonen – Unterbrechungen der normalen Politik, wenn die Notwendigkeit für Einverständnis und Einvernehmen anscheinend suspendiert ist.“ Deshalb ist es aus Sicht des neoliberalen Projekts auch wichtig, den Menschen über ihre medialen Sprachrohre immer wieder einzubläuen: „Es ist Krise. Dies ist eine Ausnahmesituation, in der außergewöhnliche Maßnahmen notwendig sind.“ Selbst wenn die meisten Menschen heute nicht anders leben als 2007, muss jeder in die Lage versetzt werden, dieses Mantra im Schlaf herzubeten. Was ich beschrieben habe, sind natürlich „Worst-case-Szenarien“. Man könnte sich auch hoffnungsvolleres ausdenken: Bestimmte Staaten lösen sich aus dem europäischen und atlantischen Bindungen heraus und experimentieren – wie in Südamerika – mit einem „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“. Das Gezeter unter den Etablierten ist groß, und der erste Staat der ausschert, wird sich Schikanen und internationale Isolation gefallen lassen müssen. Einem „Dominoeffekt“ folgend, werden allerdings immer mehr Staaten mit dem neuen Geist experimentieren, die EU und der transatlantische kapitalistische Machtblock werden zerfallen. Bestandteile dieses Neue Sozialismus könnten sein: Rücknahme jeglicher Privatisierung von Gemeingütern (Wasser, Energie, Bahn). Bodenreform mit dem Ziel, den Grundbesitz auf ein gesundes Maß zu begrenzen. Obergrenzen für Preise bei lebenswichtigen Gütern und Untergrenze für Löhne, damit verbunden auch ein „Kaufkraftschub“. Drastische Besteuerung von Übervermögen. Im Zusammenhang mit allen genannten Maßnahmen finanzielle Gesundung der Staatshaushalte und mehr Handlungsspielraum für den Staat, der allen Menschen zugute kommt. Schluss mit unbegrenzten Zinszahlungen! Die wichtigste Maßnahme, die zu ergreifen wäre, betrifft jedoch die Staatsverschuldung. Wie alle konkreten Taten muss sie im Denken vorbereitet werden und verlangt ein gewisses Maß an Mut: Wir müssen uns von der Schuldentilgungslüge verabschieden, ebenso wie wir uns von der Vollbeschäftigungslüge trennen müssen. Die Staatsschulden in der gegenwärtigen Höhe können nicht mehr zurückgezahlt werden, also sollte man den arbeitenden Menschen auch kein schlechtes Gewissen deswegen einreden. Diese sind durch ihre kollektive Zahlungsunfähigkeit lediglich Vollstrecker einer historischen Notwendigkeit geworden. Die Forderung, dass die Steuerzahler geliehenes Geld an Privat-Gläubiger zurückzahlen sollte, ist im Prinzip legitim; die Forderung, wir sollten über Generationen ein Vielfaches an Zins und Zinseszins berappen, so lange, bis uns die Luft zum Atmen ausgeht, ist allerdings nicht nur illusorisch, sie ist auch ethisch verwerflich. Wir brauchen endlich ein Insolvenzverfahren für den Staat, einen geordneten Zahlungsstopp nach dem Grundsatz: Schuldentilgung ja, Zinszahlung ab einem gewissen Umfang nein! Natürlich erfolgten die Vereinbarungen mit Gläubigern über Tilgung und Zins nach geltendem Recht, mit dem man nicht leichtfertig umgehen sollte. Wir müssen aber bedenken, dass der Punkt, an dem Schulden nicht mehr rückzahlbar sind, an dem also streng genommen Recht gebrochen werden muss, ohnehin kommen wird. Die Frage ist nur: Wann wagen wir es, den ohnehin notwendigen Zahlungsstopp durchzusetzen? Tun wir es jetzt, solange es uns noch leidlich gut geht, oder warten wir ab, bis das Sozialstaatsgebot der Verfassung, bis das Recht auf Leben, bis alle Gebote der Menschlichkeit gebrochen worden sind? Nehmen wir also aus Angst, Tilgungsvereinbarungen zu verletzen, massive Verletzungen der Menschenwürde in Kauf? Die inszenierte Schuldenfalle Eskalierende, unumkehrbare Staatsverschuldung ist der „strategische Hebel“ (Albrecht Müller) des neoliberalen Projekts. Die Handlungsunfähigkeit der Staaten wiederum rührt von einem andauernden Aderlass her, vom Abfließen seiner finanziellen Ressourcen in die Hände von wenigen Großvermögensbesitzern. Auf rätselhafte Weise kommen wir nie aus der „Schuldenfalle“ heraus. Scheint irgendwo am Horizont Erleichterung in Sicht zu sein, „zwingt“ eine noch größere Krise, ein noch größerer Finanzbedarf den Staat zu immer unverantwortlicheren Anleihen bei unser aller Zukunft. Profiteure sind stets die Groß-Gläubiger, die sich damit das Erstzugriffsrecht auf einen wachsenden Anteil der Arbeitserträge künftiger Generationen sichern. Zweifellos erfüllen dauerhaft überschuldete Völker den Traum vieler Gläubiger von einer unversiegbar sprudelnden Geldquelle – und von wachsender Macht über die Schicksale dieser Völker. Nicht der solvente Schuldner ist für solche Gläubiger rentabel, sondern der hoffnungslos überschuldete, denn er bringt ihnen über die Jahre ein Vielfaches der ursprünglich geschuldeten Summe ein. Ist es da nicht wahrscheinlich, dass Überschuldung auch bewusst inszeniert wird? In mehreren Zeitungen wurde berichtet, dass der US-Finanzriese Goldman Sachs Griechenland dabei geholfen habe, das wahre Ausmaß seiner Verschuldung mit Finanztricks zu verschleiern bzw. die Schulden „in die Zukunft zu verschieben“. Europäische Regierungen (und Mainstream-Medien) geben sich nun empört über diesen „Betrug“. Kritische Autoren wie Simon Johnson und Albrecht Müller hegen allerdings Zweifel daran, ob Europa an den Vorfällen ganz unschuldig war. „Es ist schlicht nicht vorstellbar, dass die Verantwortlichen bei der Europäischen Kommission, bei den einzelnen Ländern und bei der Europäischen Zentralbank EZB nicht um den Zustand wussten.“ (Müller). Was bedeutet es aber, wenn Zentralbank und europäische Regierungen von den Finanztricks wussten, Griechenland aber in die Falle laufen ließen, um sich dann hinterher lauthals zu beschweren und auf strenge Sozialkürzungen zu pochen? Solche Zusammenhänge sind ohne Insiderwissen schwer zu durchschauen. Die Griechen sparen, Banker verdienen Als sicher kann gelten, dass diverse Bankhäuser dabei sind, an der Griechenlandkrise massiv zu verdienen. Laut „New York Times“ schließen internationale Finanzhäuser derzeit Wetten auf eine griechische Staatspleite ab. „Spiegel online“ schrieb dazu Ende Februar: „Das hoch verschuldete Land im Süden Europas droht laut ‚New York Times’ durch einen massiven Angriff von Spekulanten in den Ruin getrieben zu werden. Bezeichnenderweise seien an den Spekulationen vor allem jene Banken beteiligt, die Griechenlands Haushalt andererseits stabilisieren, indem sie dem Staat seine Anleihen abkaufen. Mit anderen Worten: Die Banken sind an der hohen Verschuldung Griechenlands beteiligt – und wetten nun auf eine Pleite des Staats.“ Zu den genannten Bankhäusern gehören laut „New York Times“ auch die UBS und die Deutsche Bank. Im Fall einer Staatspleite würden diejenigen profitieren, die Versicherungen auf Kreditausfälle abgeschlossen hätten. “Es ist, als kaufe man eine Feuerschutzversicherung für das Haus des Nachbarn. Sie schaffen einen Anreiz, das Haus abzubrennen”, interpretiert der Banker Philip Gisdakis den Vorgang. Wie in Max Frischs Stück „Biedermann und die Brandstifter“ scheinen die biederen europäischen Völker jedoch wild entschlossen, die Zündler, die sich in ihrem Haus breit gemacht haben, für anständige Leute halten – selbst dann noch, wenn diese fast überdeutlich zu verstehen geben: „Ja, wir sind Brandstifter“. Es fragt sich, wann wir den Mut haben werden, die Brandstifter nicht nur als solche zu benennen, sondern ihnen endlich auch die Brandfackeln zu entreißen.
Steuerboykott: In diesem Finanzsystem müssen Staatsverschuldung und Steuern immer weiter wachsen. Die Regierung beseitigt die Grundrechte: Enteignung der ...
... Ist TINA tot? Wo bleibt TATA? (aktualisierte Fassung).
Wegen ihrer Großzügigkeit gegenüber den Banken muss die Bundesregierung im kommenden Jahr 86 Mrd. Euro Schulden machen, statt sechs Mrd., wie es vor der Krise geplant war. Gleichzeitig konnten sich die deutschen Banken bei der Europäischen Zentralbank EZB mit billigen Krediten in Höhe von 442 Mrd. Euro versorgen, für die sie nur ein lächerliches Prozent Zinsen zahlen müssen. Die Regierung hat Milliarden in das Bankensystem gepumpt und die Staatsverschuldung derart hochgeschraubt, dass die Bevölkerung auf Jahrzehnte hinaus wird zahlen müssen. Dennoch musste die Regierung kürzlich zugeben, dass die Banken nicht bereit seien, ihren Teil des Handels zu erfüllen, die Kreditvergabe zu lockern und der Wirtschaft und der Industrie ausreichend Kredite zur Verfügung zu stellen. Aber anstatt den Unternehmen Investitionen zu ermöglichen und Kredite zu niedrigen Zinsen zu vergeben, ziehen die Banken es vor, ihre Bilanzen zu sanieren, indem sie mit sicheren Staatsanleihen handeln und exorbitant hohe Zinsen für Kredite und Überziehungszinsen bei Girokonten kassieren. Die Deutsche Bank konnte so für das erste Quartal 2009 doppelt so hohe Profite, als von Marktanalysten erwartet, ausweisen. Ein großer Teil ihrer Umsatzsteigerung ergab sich aus dem Handel mit Staatsanleihen, der durch das Bankenrettungsprogramm und durch die Konjunkturprogramme möglich geworden war. (Quelle - World Socialist Web Site) Das ist die Sache mit der politischen Ökonomie. Deshalb argumentiert die Politik mit Ökonomie, mit der Wissenschaft vom Wirtschaften, von der Arbeit mit geringstem Aufwand und höchsten Ertrag. Aber auch darum geht es schon lange nicht mehr wirklich. Es geht um möglichst viel Arbeit auch bei geringem Ertrag. Der Kapitalismus ist längst nicht mehr wirtschaftlich und verkehrt sich in völlig unsinnige Verhältnisse. Jetzt braucht man Arbeit, wo keine ist, um eine Wirtschaft in Gang zu halten, die nicht wirtschaftlich ist und um die Spekulanten zufrieden zu stellen die kein Risiko tragen wollen und die Finanzlöcher der Verwertungskrise zu stopfen, die dabei herauskommt. Rien ne va plus! Der Souverän, das ist das große Finanzloch. (Quelle - www.kulturkritik.net) STAATSVERSCHULDUNG - Die uferlos steigende Staatsverschuldung & die permanente Inflationierung der Währung wird irgendwann im finanziellen Ruin - (STAATSBANKROTT), des betreffenden Landes enden. - Aber die Gewißheit, daß sich diese Ereignisse um zwei oder drei Generationen hinauszögern lassen, genügt der politischen Kaste als Motiv, das makabre Spiel bedenkenlos weiterzutreiben... Wenn Staatsschulden einmal bis zu einem gewissen Grad angehäuft sind, so lässt sich, glaube ich, kaum ein einziges Beispiel für ihre richtige und vollständige Bezahlung anführen. Adam Smith, 1776 "Es leuchtet ein, wo mit der Anleihe nicht gleichzeitig eine Steuererhöhung stattfindet, kann der Zins der gemachten Anleihe nur noch durch neue Anleihen gedeckt werden." Lorenz von Stein, 1960 "nichts ist richtiger, as das jeder Saat, der immerfort borgt, der nie die vorher gemachten Schulden abzahlt, endlich untergehen muß." Karl August von Stunensee, 1800 So pünktlich und zuverlässig die staatlichen Schuldenmacher auch über Jahre und Jahrzehnte hinweg die Zinsen zahlen mögen; An irgendeiner Stelle pLatzt einmal der immer weiter aufgeblasene Schuldenballon, mit oder ohne Revolution und Bürgerkrieg. Und was dann die Gläubiger noch zurückerhalten, bzw. was durch die letzte Notbremse des Staates, nämlich die inflationäre Entwertung des Geldes und damit aller Ansprüche, von ihren ganzen Ersparnissen noch übrig bleibt, wissen wir aus der Geschichte. "Der Anstieg der STAATSVERSCHULDUNG ist aus mehreren Gründen bedenklich. Erstens bewirkt eine Ausweitung der Staatsnachfrage grundsätzlich eine Zurückdrängung privater Investitionen bedingt durch steigende Zinssätze. Zweitens sinkt die Flexibilität der Haushaltspolitik, da ein immer größerer Teil für Zinszahlungen und Tilgung aufgebracht werden muss. Und drittes ist der Staat wegen der zunehmenden Verschuldung gezwungen, an seiner an Wachstum orientierten Politik festzuhalten, um den Schuldenberg mit wachsenden Steueraufkommen zu bewältigen. Wirtschaftswachstum ist jedoch mit schwer wiegenden Folgen für die UMWELT verbunden. Durch Wirtschaftswachstum werden erhebliche ökologische Folgekosten produziert, die die Mehreinnahmen überkompensieren können und gleichzeitig zu irreparablen UMWELTSCHÄDEN führen." Helmut Creutz  Wichtige Filme zum Thema Geld:Zeitgeist Addendum Fabian - gib mir die Welt plus 5 % The Money Fix Wichtige Filme Prof. Bernd Senf: Geldsystem und Weltfinanzkrise Money as Debt – Geld als Schuld Andreas Clauss: Geld und Recht Zeitgeist - The Movie / Zeitgeist Addendum Kriegsversprechen Zero (9/11 - Was steckt wirklich dahinter) Prof. Karl Albrecht Schachtschneider über BvG-Urteil zum Lissabonner Vertrag The Money Masters - How International Bankers Gained Control of America Loose Change Terrorstorm The Obama Deception America - Freedom To FascismArtikel zum Thema auf Sein.deWarum unser Geldsystem nicht funktionieren kann Bankgeheimnis Geldschöpfung Der Zinssklave Die größte Chance, die wir jemals hatten Zins - der Krebs unseres Wirtschaftssystems Von der gescheiterten Wachstums-Ökonomie zur Gleichgewichts-Ökonomie Eine Wirtschaftsordnung ohne Zinsen Das Geld reicht für alle!
Einen großartigen Kommentar von B.Müller zu unserem Gesellschafts- und Sozialsystem gibt es auf süddeutsche.de zu lesen. Müller erklärt dort, warum unser Sozialsystem und auch unsere Vorstellung von Gesellschaft längst überholt sind. "Der Sozialstaat beruht auf der fundamentalen Tatsache, die gleichzeitig gründlich vertuscht wird, dass die Arbeit nicht für alle langt, das durch sie erzeugte Geld aber schon." Artikel lesen (Quelle: Sein) Ein Paradies kann nur ohne Geld geschaffen werden und es kann auch nur ohne Geld existieren. (Die Welt kostet unendlich viel. ... Eine Welt ohne Geld, in der nicht mehr das Streben nach persönlicher ..... Die Welt ohne Geld ist auch eine Welt ohne Ländergrenzen und Militär, ... Literaturempfehlungen Ludwig von Mises: Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel Silvio Gesell: Die Natürliche Wirtschaftsordnung: Das komplette Buch ist online verfügbar. Prof. Dr. Margrit Kennedy: Geld ohne Zinsen und Inflation Prof. Dr. Margrit Kennedy: Regionalwährungen Prof. Bernd Senf: Der Nebel um das Geld Prof. Bernd Senf: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise: Videos online verfügbar Günter Hannich: Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise. Der Weg in den Dritten Weltkrieg. Günter Hannich: Staatsbankrott – Wann kommt die nächste Währungsreform? Günter Hannich: Der Marionettenstaat – So durchschauen Sie die Pläne der Drahtzieher. Helmut Creutz: Das Geld-Syndrom: Das komplette Buch ist online verfügbar. Andreas Popp: Der Währungs-Countdown Andreas Popp: Das Matrix Syndrom Andreas Popp: Brot und Spiele Gustave Le Bon: Psychologie der Massen: Das komplette Buch ist online verfügbar. Elias Erdmann: Methoden der Manipulation: Das komplette Buch ist online verfügbar. Aktuelles: www.mmnews.de: Nachrichten, die im Mainstream nicht erscheinen Noch Fragen zum Geld? - Bücher zum Thema | | | |  | |  | |  | |  | |  | |  | | Unser Wissen über Geld: Fehlvorstellungen, Vorurteile und Irrtümer. Wir bieten eine Reihe von Büchern über das Ausgeblendete, den Stärken und Schwächen gängiger Wirtschaftstheorien an. |
» Zum Shop... | Wovon wir alle leben Eine Allmende ist kein Schlaraffenland, das leergefressen wird, sondern eher ein Picknick, zu dem alle etwas mitbringen.
von Silke Helfrich - Ein Artikel aus dem Oya-Magazin!
Gemeingüter – was soll das sein? In jüngster Zeit wird die Vokabel oft zitiert, aber nur wenige wissen damit etwas anzufangen. Mit dem Begriff sind kaum Geschichten und Bilder verknüpft. Dabei sind die Gemeingüter das, wovon wir alle leben. Oft bemerken wir sie erst, wenn ihr Schwinden die Existenz bedroht: wenn das Wasser versiegt, das Klima kollabiert oder uns der Zugang zu Wissen verwehrt bleibt.
Im Dezember 2009 starrte die Welt auf Kopenhagen wie das Kaninchen auf die Schlange. In der dänischen Hauptstadt kamen jene zusammen, die behaupten, unsere Interessen als Bürgerinnen und Bewohner dieser Erde zu vertreten. Es sollte um ein völkerrechtlich bindendes Abkommen mit quantifizierbaren Zielen für die Reduktion von Treibhausgasen gehen. Die sozialen Bewegungen mobilisierten, die Wissenschaftler und Nichtregierungsorganisationen analysierten, die Sicherheitskräfte observierten, und die Politiker debattierten. Doch nach dem Spektakel herrschte Katerstimmung. Die Kurzsichtigkeit, mit der auf der Weltklimakonferenz Überlebensfragen verhandelt wurden, bot Anlass zum Verzweifeln. Gemessen an der dramatischen Bedrohung durch die Übernutzung des wichtigsten globalen Gemeinguts, der Atmosphäre, kam das Versagen der multilateralen Verhandlungsstrukturen einer politischen Bankrotterklärung gleich. Die »Vertretung« unserer Interessen funktionierte in Kopenhagen nicht. Der Schutz der Atmosphäre ebenso wenig. Nur bestimmte Lobbyisten – und die Hoteliers der Stadt – ließen die Sektkorken knallen.
Das Ergebnis war vorhersagbar. »Es gibt kein internationales Regierungshandeln, das die Ressourcen der Menschheit effizient verwalten und schützen würde«, so die ernüchternde Diagnose von James Quilligan, seit Jahrzehnten als Commons-Experte in der internationalen Politikberatung tätig. Tatsächlich trug staatliches Handeln auf internationaler Ebene nur selten zum Gemeingüterschutz bei. Mitunter wird auf das Montrealer Protokoll von 1987 verwiesen, ein »Meilenstein des Umweltrechts« zum Schutz der Ozonschicht. Das multilaterale Abkommen hat erheblich zur Reduzierung und schließlich zur vollständigen Abschaffung der Emission chlor- und bromhaltiger Chemikalien wie FCKW beigetragen. Das ist ein seltener Erfolg.
Im Kontext von Kopenhagen aber wurde die führende Gemeinguttheoretikerin Elinor Ostrom, seit Oktober 2009 Wirtschaftsnobelpreisträgerin, nicht müde, eine zentrale Erkenntnis ihrer Forschung in Erinnerung zu bringen: »Es reicht nicht aus, Regeln von oben zu setzen.« Zudem zeigen Ostrom und mit ihr Generationen von Gemeingüterforschern, dass sowohl der Staat als auch der Markt, aber auch Gemeinschaften im Umgang mit Gemeingütern einmal erfolgreich sind und ein anderes Mal scheitern. Gleich, welche These man zu bestätigen sucht, man wird immer großartige Beispiele zitieren können und zugleich von Misserfolgsgeschichten zu berichten wissen. Dadurch wird klar: Wir dürfen uns weder auf einzelne Akteure verlassen noch auf bestimmte Eigentumsformen, noch gibt es leicht kopierbare Institutionen und Regelwerke. Was in Deutschland geeignet ist, den Wald naturnah zu pflegen, wirkt in Brasilien in der Regel deplaziert. Stattdessen muss es gelingen, den Menschen die Möglichkeit zu geben, »ihre eigenen Regeln zu gestalten«, meint Ostrom. Nur dann entwickelt sich Vertrauen als grundlegende Bedingung für Kooperation.
Es gibt keine Gemeingüter ohne gemeinsames Tun Die Über- oder Unternutzung kollektiver Ressourcen ist weder dadurch zu lösen, dass wir endliche Ressourcen mit einem Preisschild versehen, noch dadurch, dass wir Ressourcen, die sich durch ihren Gebrauch mehren, wie Sprache, Wissen oder Code, künstlich verknappen. Wir können, das zeigt Kopenhagen, diese Fragen ebensowenig den Regierungen überlassen. Der Grund ist einfach: Wie andere Akteure auch ziehen Nationalstaaten im internationalen Konkurrenzkampf ökonomische und politische Macht aus dem Zugriff auf diese Ressourcen. Warum sollten sie darauf verzichten? Zu Hause – etwa wenn es um die Sauberkeit der deutschen Flüsse geht – übernehmen einzelne Verwaltungen durchaus bemerkenswert Verantwortung für nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung. Sobald sich jedoch die Möglichkeit eröffnet, Verluste auf andere abzuwälzen und den Umweltraum der Asiatinnen oder Afrikaner zu plündern, präsentiert sich selbst eine bundesdeutsche Regierung in des Kaisers neuen Kleidern. Da wird mit nacktem Finger auf andere gezeigt: »China ist schuld!« Der Soziologe Bernd Hamm zieht aus der traurigen Bilanz die Konsequenz: »Vergessen wir Kopenhagen!« Es gibt Gründe, mit solch harschem Urteil zu sympathisieren.
Verordnete Maßnahmen sind ineffizient, »weil sich die Menschen nicht mit ihnen identifizieren«, sagt Elinor Ostrom. Zudem verlangte dies einen Staat, der willens und in der Lage wäre, eine gemeinwohlorientierte Ressourcenpolitik zu betreiben. Dies ist in wenigen Ländern der Fall. Vielerorts regieren Korruption, massiver Lobbyismus oder Wachstumsfetischismus.
Es ist klar, was zu tun ist und wie es zu tun ist. Statt Geld, Energie, Hirn und Talente weiterhin in Sackgassenverhandlungen zu investieren, kann all dies direkt und von jedermann in dezentrale Energiegewinnung, in die Wiederbelebung des öffentlichen Nahverkehrs oder in ein Unterrichtsfach »Gemeingüter: Zukunft ist nicht (ver-)handelbar« investiert werden. Zudem könnten wir einmal wöchentlich auf Nachrichten über Konkurrenz und Katastrophen verzichten und stattdessen darüber sprechen, was Menschen miteinander gelingt, wenn sie Energieressourcen in ihre Communities zurückholen, wenn sie lebenswerte und beziehungsreiche Wohn- und Arbeitsorte schaffen oder gemeinwohlorientierte Lösungen für Bildung und Kultur entwickeln.
Es ist eine große Bewegung im Gang. Sie ist vielfältiger, als im Kontext der Klimaverhandlungen bereits sichtbar wurde. Doch diese Bewegung hat das Problem eines Neugeborenen. Sie hat sich noch nicht selbst entdeckt, und ihr fehlt die programmatische Grundlage. Dennoch ist sie da. »Das eigentlich Erstaunliche«, so Bernd Hamm, »sind die Menschen. Für viele wird das Versagen der Politiker gerade neuen Ansporn bringen. Sie, wir, werden unbeeindruckt weiter diesem Weg folgen, wir werden Häuser dämmen und Bahn fahren, wir werden […] Bürgersolarkraftwerke bauen, wir werden unseren Kommunen Beschlüsse für erneuerbare Energien abringen, wir werden …«
Trotz allem scheint es wenig sinnvoll, das Kind mit dem Bad auszuschütten. Vergesst Kopenhagen nicht ganz! Wir brauchen beides. Eine starke Bewegung, die weniger verhandlungsfixiert ist, aber auch multilaterale und von den nationalen Interessen unabhängige Strukturen. Sie müssen effektiv auf den Schutz der Gemeingüter ausgerichtet sein und die zahllosen Initiativen der Menschen vor Ort direkt stärken. Das Ergebnis von Kopenhagen erinnert daran, wie dringend das Nachdenken über Gemeingüter in die Mitte der Gesellschaft zurückgeholt werden muss. Hier können wir neu aushandeln, wie der Zugriff, die Nutzung und die Kontrolle von Gemeingütern gestaltet werden sollen. Peter Linebaugh, ein bedeutender Commons-Historiker der Gegenwart, nennt diesen Prozess des Gestaltens Commoning. Linebaugh hat recht, wenn er meint, es gäbe keine Gemeingüter ohne Commoning, ohne gemeinsames Tun.
Was sind Gemeingüter? Gemeingüter gehören nicht einem Einzelnen, aber auch nicht niemandem. Es sind all jene Dinge, die einer bestimmten Gruppe »gemein« sind. Gemein bedeutete ursprünglich »mehreren abwechselnd zukommend«, später dann: »mehreren in gleicher Art gehörig«, woraus sich »gemeinsam« und »gemeinschaftlich« entwickelt hat. Gemeingüter sind vielfältig in ihrer Erscheinung und Funktion. Sie sichern unsere Grundversorgung mit Nahrung, Energie und Medizin. Sie sind Essenz der Umweltleistungen, die wir zur Wasseraufbereitung, Sauerstoffreproduktion und CO2-Absorption nutzen. Wir brauchen sie als Datenbank für Wissen und Informationen sowie als Quellen der Innovation und Kreativität: Kunst, Kultur, das Internet, Wikipedia oder freie Software basieren darauf, dass Menschen miteinander teilen und weiterentwickeln, was sie vorfinden oder von vorangegangenen Generationen übernehmen. Ohne Gemeingüter gibt es keine Fortbewegung und keine Kommunikation – denken wir an die Verkehrswege, die Sprache oder das elektromagnetische Spektrum. Im Kern des Begriffs aber steht, dass Gemeingüter der sozialen Bindung dienen. Sozialer Zusammenhalt entsteht immer dann, wenn wir uns über den Zugang, die Nutzung und Kontrolle dieser kollektiven Dinge verständigen und wenn wir sie reproduzieren. Gemeingüter fügen sich demnach aus drei Grundbausteinen: 1: Die Ressourcen selbst. Wasser und Boden, Code und Wissen, Algorithmen und Kulturtechniken, die Zeit, die Stille und die Atmosphäre sind Gemein- oder »Allmend«-Ressourcen. Jeder Mensch hat grundsätzlich die gleiche Berechtigung, sie zu nutzen. Eine Person – ein Anteil, statt: Ein Dollar – ein Anteil! 2: Die Menschen, die diese Ressourcen in Anspruch nehmen. Gemeingüter sind ohne konkret handelnde Menschen in ihren sozialen Umgebungen nicht denkbar. 3: Die Regeln und Normen, nach denen die Ressourcen verwaltet werden. Wenn ich Wasser oder Boden nutze, mindert dies die Möglichkeiten des Gebrauchs durch andere. Teile ich hingegen Wissen oder Informationen, mehre ich die Nutzungsmöglichkeiten dieses Wissens für alle und auch für mich. Der jeweils sinnvolle Umgang mit Gemeingütern ist unter anderem von der konkreten Ressource abhängig: Ist sie endlich oder nicht? Lässt sie sich problemlos vervielfältigen, oder sind der Vervielfältigung Grenzen gesetzt? Die Regeln sind unterschiedlich, doch gemeinsam ist ihnen, dass sie von den Nutzern selbst bestimmt werden sollten. Sie entstehen aus dem direkten Bezug auf Verhaltenseinstellungen, Fertigkeiten und Werten.
Die Leistungen der Gemeingüter sind vielfach weder Bestandteil des Bruttoinlandsprodukts, noch machen sie den Wachstumsindikatoren in den Nachrichten Konkurrenz. Stattdessen werden sie erst dann wahrgenommen, wenn sie verschwinden: Wenn Saatgut nicht mehr von der Ernte einbehalten und im Folgezyklus ausgesät werden darf. Wenn Orte des Verweilens in den Städten zu Orten des Konsumzwangs geworden sind. Wenn – wie für 2048 vorausgesagt – alle kommerziell nutzbaren Fischbestände kollabiert sein werden. Wenn das Klima kippt und der Zugang zu Wissen unter Verschluss gerät, was zu überhöhten Preisen für lebenswichtige Medikamente oder für wissenschaftliche Artikel führt. Elinor Ostrom hat unzählige Gemeingütersysteme weltweit durchkämmt und ist überzeugt: Die jeweiligen Nutzer wissen in der Regel selbst am besten, was zu tun ist. Zu den Voraussetzungen, damit sie erfolgreich zusammenwirken können, gehört der bewusst gelebte Beziehungsreichtum des einzelnen Menschen zu Orten, Ressourcen und den anderen. Überschaubare Systemgrenzen sind hilfreich. Sie ermöglichen direkte Kommunikation und klare Strukturen. Regeln und Entscheidungen müssen allen Betroffenen einleuchten, was in überschaubaren Gemengelagen eher möglich ist als in globalen Klimaverhandlungen. Auch stabiles Wissen über die langfristige Entwicklung der jeweiligen Ressourcen sowie Monitoringverfahren und Sanktionen gehören zu erfolgreichem Gemeingutmanagement. Wem im Umgang mit Gemeingütern welches Gewicht und welche Entscheidungsbefugnis zukommt, basiert in der Regel auf eingebrachten Leistungen und Reputation. Wer sich als Trittbrettfahrer entpuppt, mit dem wird man weniger gern zusammenarbeiten. Wer als verlässlich gilt, der hat einen entscheidenden – oft auch materiellen – Vorteil. Insider wissen, wem man vertrauen kann, Einsteiger können dieses Wissen nutzen. Das System als Ganzes profitiert.
Verschiedene Gemeingüter, ähnliche Logiken Wären Internet und Wikipedia in ihrer fortdauernden Entstehung den Regeln des Markts und nicht jenen der Gemeingüter unterworfen, würden sie heute kaum die Fülle an Innovationen und Informationen bieten, die jedem Menschen offenstehen. Doch das Internet ist als Gemeingut entstanden. 1989 schrieb Tim Berners-Lee die Seitenbeschreibungssprache HTML und das entsprechende Internetprotokoll http. Berners-Lee wollte, dass die Ergebnisse von allen frei weiterentwickelt und genutzt werden können. Die gemeinsamen Ressourcen sind der Code und das Wissen über die Netzarchitektur. Die Gemeinschaft sind all jene, die Code und Wissen weiterentwickeln, sowie jene, die die Regeln des Netzes pflegen: Netzneutralität etwa oder dass das World Wide Web Consortium nur patentfreie Standards zulässt. Kein Markt und kein Staat haben dies gewährleistet, sondern die Internet Community selbst. Grundbedingung für die Entfaltung des Internets als Gemeingut waren die Idee des Teilens und der Verzicht auf Kontrolle über andere. Aber nicht nur in der digitalen Welt sind gemeingutreproduzierende Spielregeln möglich. Im November 2009 titelte die Berner Zeitung: »Grindelwald ist nobelpreisverdächtig«. Sie ermöglichte der kleinen Schweizer Gemeinde einen großen Auftritt. Der Ort erhielt seinen Namen zu Recht, denn »Grindelwald« geht zurück auf grintil, Riegel, und walt, Wald. Tatsächlich wird der Ausbeutung der Grindelwalder Flur seit Jahrhunderten ein einfacher Riegel vorgeschoben. Die von der überwältigenden Kulisse der Eiger-Nordwand geprägte Kulturlandschaft erhielt ihr Gesicht nach Regeln, die 1404 im Taleinungsbrief festgeschrieben wurden, der ersten schriftlichen Alpverfassung überhaupt. Der Brief legt fest, wie die privatrechtlich organisierten Alpkorporationen die Übernutzung der Alp verhindern. Dabei belegen die Bestimmungen, wie ökologisch und beitragsorientiert die Grindelwalder Bauern schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts dachten:
Nur Tiere, die man winters in den Höfen füttern konnte, durften auf die Alp. Das Futterangebot im Winter bestimmte die Anzahl der Sommerweiderechte auf dem Gemeingut. Den Landbesitzern im Tal wurden die »Kuhrechte« nach Besitzgröße zugeteilt. Diese Rechte sind bis heute nicht an die Person, sondern an den Bodenbesitz gebunden. Und sie sind nach außen unverkäuflich. Jedes Jahr sind die Bergler zum »Tagwannen« – zur Alppflege – verpflichtet. Je mehr Kuhrechte, desto mehr Leistungen sind für die Gemeinschaft zu erbringen.
Dieses System hat die Übernutzung der Weiden verhindert, den Ausverkauf des Lands und die Konzentration des Landbesitzes erschwert sowie die Kultur der Alpwirtschaft gepflegt. Freilich sind die Bergschaften mit neuen Problemen konfrontiert. So verbringen heute immer weniger Kühe den Sommer auf den Bergweiden. Unternutzung ist offensichtlicher als Übernutzung. Doch das Ringen um den Erhalt des Systems lohnt sich, denn es bleibt ökologisch, sozial und ökonomisch sinnvoll, Milch und Käse auch künftig dort zu produzieren.
Gemeingüter verbinden Weltsichten Klassische Indikatoren wie Wachstum oder das Bruttoinlandsprodukt sagen nichts darüber aus, ob sie der gemeinwohlorientierten Nutzung der Gemeingüter oder ihrer Zerstörung zuzuschreiben sind. Sie befinden sich mitunter auch dann im Aufwärtstrend, wenn Lebenswichtiges vernichtet wird. Daher fällt das von der Bundesregierung im Dezember 2009 beschlossene »Wachstumsbeschleunigungsgesetz« aus der Zeit. Wir brauchen nicht mehr von der Lebensqualität der Menschen weitgehend entkoppeltes Wachstum! Wir brauchen ein Potpourri an Ideen, wie Wohlstand auch dann erreichbar ist, wenn der Kuchen nicht mehr wächst.
In einer Situation, in der sich sowohl das Vertrauen auf staatliche Planung als auch auf die »unsichtbare Hand« des Markts als Illusion erwiesen haben, ist es naheliegend, die Dynamik der Gemeingüter zum zentralen Paradigma unseres Handelns zu machen. Das bedeutet auch, möglichst viel von jenen Dingen, die für ein würdevolles Leben nötig sind, jenseits des Verwertungsdrucks des Markts zu entwickeln, was Menschen auf neue Weise zueinander in Beziehung setzt: Zentral sind hier die Bezugnahme auf Kenntnisse, Bedürfnisse und Wünsche der Menschen und nicht Managerentscheidungen darüber, was auf dem globalisierten Markt noch platziert werden könnte.
Eine auf Gemeingütern basierende Wirtschaft – nennen wir sie nach Yochai Benkler vorläufig »Gemeine Peer-Produktion« (engl. commons based peer production) – steht für die Fokussierung auf den gemeinsamen Nutzen, der auch für den Einzelnen als gewinnbringend erfahren wird, gleich ob die Peers freie Software produzieren oder eine Enzyklopädie, ob sie Pflegeleistungen erbringen, Fahrräder, Lebensmittel oder Medizin herstellen. Unabhängig davon, ob der Begriff sich durchsetzt, geht es um eine künftige Ökonomie des Teilens und der Beteiligung, um faire Nutzung von Ressourcen für den Gewinn an Lebensqualität statt für die Akkumulation von Gütern. Das ist geldeffizienter als das, was wir bislang tun: In guten Zeiten errichten wir Mega-Infrastrukturen für Warenproduktion und -transport. In schlechten Zeiten privatisieren wir diese Strukturen oder bürden sie als Schuldschein den kommenden Generationen auf.
Gemeingüter als gemeinsame politische Plattform? Gemeingüter bieten sich als Basis einer strategischen Plattform zum Umbau der Gesellschaft an, weil sie in allen gesellschaftlichen Bereichen vorkommen, in der sozialen, natürlichen, kulturellen und digitalen Sphäre. Der Ansatz ermöglicht eine gemeinsame Reflexion vielfältiger Praxen, in der die ökologische, die kulturelle und die soziale Dimension in organischer Weise verbunden sind.
Vermag eine moderne Commons-Debatte das lebensbejahende Prinzip der Vielfalt in den Mittelpunkt zu rücken? Vermag sie, Brücken zwischen Weltsichten zu schlagen und der großen und vielfältigen Bewegung zu einem Ich-Bewusstsein zu verhelfen? Wird es gelingen, kooperativem Handeln entscheidende Impulse zu geben? Schließlich findet Kooperation nicht dort statt, wo Stress und Konkurrenzdruck existieren, sondern dort, wo Stressoren abgebaut werden. Was kann die Wiederbelebung der Gemeingüter dazu beitragen?
Zu den Grundüberzeugungen der Debatte gehören das Vertrauen auf die schöpferischen Potenziale der Menschen und die Idee der Interrelationalität, des Aufeinander-Angewiesenseins: »Ich brauche die anderen, und die anderen brauchen mich.« Es gibt keine Notwendigkeit, die kollektiven über die individuellen Interessen zu stellen oder umgekehrt. Der Fokus auf Gemeingüter entpolarisiert. Er aktiviert eher die wichtigsten Motive politischen Handelns. Was in konservativer Sicht als Bewahrung der Schöpfung erscheint, lässt sich in linker Tradition als Verteidigung des Kollektivbesitzes gegen private Aneignung verstehen. Das ermöglicht (bündnis-)politisch neue Verbindungen in ansonsten wenig verknüpften Milieus.
Neue Technologien ermöglichen neue Kooperationsformen Die Geschichte der Menschheit kennt drei große produktive Revolutionen. Vor über 5000 Jahren, mit dem Entstehen der Stadtstaaten, begann man, Menschen zur Schaffung von »Mehrwert« zu zwingen. Dieser Mehrwert stand der herrschenden Klasse zur Verteilung zur Verfügung. Die zweite Revolution setzte vor etwa 500 Jahren ein. Sie milderte den Zwang durch die Möglichkeit, dass Menschen ihre Produkte austauschten und Dinge zunehmend aus eigenem Antrieb herstellten. Die dritte produktive Revolution begann gestern. Vor einem Vierteljahrhundert. Sie versetzt den einzelnen in die Lage, in Netzwerken Dinge zu schaffen, die allen zur Nutzung zur Verfügung stehen, und zwar aus sich selbst heraus, weil sie eine Enzyklopädie, ein Betriebssystem oder ein Fahrzeug produzieren wollen. So wird – auf Augenhöhe – Zusammenarbeit auch zwischen Tausenden möglich. Es entstehen Artefakte von einer Komplexität, die auch großen Unternehmen enorme logistische und konzeptionelle Schwierigkeiten bereiten würden. Diese »Gemeine Peer-Produktion« hat Harvardprofessor Yochai Benkler in seinem Buch »The Wealth of Networks« als äußerst produktive Form beschrieben, Wissen und Code zu produzieren. Aber hilft uns dies im Umgang mit materiellen Dingen? Schließlich ist Wissen, anders als Materielles, beliebig reproduzierbar. Peter Lingemann und Lisa Paus bringen die Brücke zwischen beiden Sphären in ihrem Artikel »Weg von der Ressourcenfrage« in der taz vom 2. September 2006 auf den Punkt. In der Herstellung all dessen, was wir essen und trinken, anziehen und abnutzen, macht Wissensproduktion den Löwenanteil aus.
»Auch beim normalen Gebrauchsgut, etwa einem Hühnerei, ist entscheidend, durch welches Konzept man zu einem gesunden Hühnerei kommt; der Wert von Dotter, Eiweiß und Kalk ist dagegen eher gering. Der Anteil des Wissens an der gesamten Wertschöpfung beträgt heute bereits etwa 70 Prozent. Alle Waren verwandeln sich latent in Wissensprodukte. Wissen ist beliebig verfügbar, wird nicht weniger. Überfluss ist in der tradierten Markttheorie jedoch nicht vorgesehen.«
Da ist es also, das Füllhorn, in der es keine Mangelwirtschaft, sondern Überfluss gibt. Überfluss an menschlicher Kreativität, an beliebig reproduzierbaren Ideen und Konzepten, auf die Communities beliebig zugreifen können.
Gemeingut oder nicht? Ein großer Unterschied für Recht und Politik Die Commons werfen ein neues Licht auf Altes. So ist es ein Unterschied, ob ich die Atmosphäre als Gemeingut sehe oder als Handelsware, und es ist ein Unterschied, ob Gewässer als Gemeingut begriffen werden oder nicht. Ersteres hätte so mancher ostdeutschen Kommune harte Auseinandersetzungen um die Privatisierung der Seen oder die Verbarrikadierung des Wannsee-Uferwegs erspart. Ein Gewässer als Gemeingut zu bestimmen, heißt, die Nutzungsrechte der Commoners, z. B. den Zugang zum See, zu privilegieren und sie nicht als beliebig transferierbare Nutzungsrechte an Einzelne zu übergeben. Wenn aber Gemeingüter nicht mehr gedacht werden, schwinden sie irgendwann aus der Realität. Wenn der öffentlichen Aufmerksamkeit entgeht, dass Gewässer Gemeingut sind, gibt es an der Ostsee bald Verhältnisse wie am zauberhaften Binnensee Coatepeque in El Salvador. Dort sind die Mauern der Grundstückeseigner so hoch, dass der See von der öffentlichen Straße aus nicht mehr erspäht werden kann.
Oder nehmen wir die Saatgutzüchtung. Sie ist komplex, aufwendig und teuer. Eine neue Sorte auf den Markt zu bringen, kostet in Deutschland derzeit an die 80 000 Euro über eine Entwicklungszeit von etwa zehn Jahren. Die regionale Vielfalt von Saatgut als Gemeingut ist unabdingbar, wenn wir angesichts des Klimawandels die Ernährung sichern wollen. Würde die Gesellschaft dies anerkennen, so würde der Staat die Steuermittel nicht weiter in Hybridentwicklung stecken, sondern in die Züchtung regional angepasster Sorten mit guten agronomischen Eigenschaften. Das Thema dem Markt zu überlassen, führt jedenfalls zu einem rasanten Verlust der Sortenvielfalt. Saatgut indessen als Gemeingut zu verstehen, heißt: Vielfalt und Selbstbestimmung erhalten und Ernährung sichern.
Es gibt eine Alternative Gemeingüter, das bedeutet dreierlei: einen anderen Prozess des Produzierens – Gemeine Peer-Produktion, Care Economy, Formen des solidarischen Wirtschaftens und vieles mehr –, eine neue Form des Regierens und Regulierens – Selbstorganisation und Co-Governance – und eine Wiederauflage der Eigentumsdebatte. Hier wird die Vorstellung vom unantastbaren Privateigentumsanspruch auf Gemeinressourcen aufgeweicht. Es geht dabei nicht um ein Entweder-Oder, nicht um Privateigentum – Ja oder Nein? Es geht darum, Anspruchsrechte auf Gemeinressourcen so zu gestalten, dass eben der Zugang zum See grundsätzlich für alle erhalten bleibt. So wie der Zugang zu sauberer Luft, zu Parks, Wissen und Code. Das heißt auch, dass dieser Zugang mit Regeln und Auflagen verbunden sein kann, oft sogar verbunden sein muss. Eigentumsrechte wären demnach an zwei Bedingungen zu messen: Gemeingüter dürfen nicht in ihrem Bestand zerstört oder verbraucht werden. Und kein Anspruchsberechtigter darf von Zugang und Nutzung ausgeschlossen sein.
Die politische Ökonomie der Gegenwart kombiniert die Vorstellung von einer unendlichen Fülle natürlicher Ressourcen, an denen sich Marktakteure schadlos halten, mit dem Aberglauben, dass Innovation nur dann geschehe, wenn der Zugang zu Wissen und Kultur künstlich verknappt werde, etwa durch Kopierschutzmechanismen und die Ausweitung sogenannter intellektueller Eigentumsrechte auf immer kleinere Bausteine des Wissens und des Lebens. Doch in der Realität sorgt gerade freie, dezentrale und in Netzwerken organisierte Kooperation für Innovationsschübe. Unsere politische Ökonomie muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Das gelingt, wenn wir uns auf die Gemeingüter besinnen und eine Plattform entwickeln, die Orientierung für das Reprogrammieren der politischen Ökonomie bietet. Wir müssen uns Grenzen setzen und natürliche Ressourcen nachhaltig nutzen, aber mit Ideen verschwenderisch umgehen.
Wir können eine politische Ökonomie auf den Weg bringen, die von Gemeingütern ausgeht und sie für die Zukunft weiterentwickelt; eine politische Ökonomie, die der Vielfalt der Ressourcen, der Unterschiedlichkeit der Communities und dem unerschöpflichen Reservoir erfolgreicher Management- und Organisationsformen gerecht wird; eine politische Ökonomie, die die Gelingensprinzipien für erfolgreiche Gemeingüter herausschält und erstarrte Glaubenssätze auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt.
Spannende Ansätze dafür gibt es in allen Bereichen: in der unabhängigen ökologischen Saatgutforschung, in der Bewegung für freie Soft- und Hardware, im Kampf dafür, dass Erdöl wie in den Urwäldern Ecuadors im Boden bleibt, oder im Bemühen darum, die Versorgung mit Wasser, Wärme und Strom in überschaubare Strukturen zu lenken. Überall gibt es Gemeinschaften und wegweisende unternehmerische Bündnisse, gelegentlich sogar unterstützt von der Politik. Der Staat muss seine treuhänderische Funktion für Gemeingüter ernstnehmen. Er muss soziale Innovation fördern und Ressourcenkonflikte im Interesse der Allgemeinheit lösen. Der Staat sollte seine Legitimität aus der Verteidigung der Gemeinressourcen ziehen, statt aus dem Zugriff auf diese Dinge. Es gibt eine Alternative!
Wirtschaft: Verschwendung Von der Logik des Habenwollens zur Geste des Gebens
von Lara Mallien erschienen in 03/2010 Oya-Magazin
Die Frage nach dem »guten Leben« ist ein Grundmotiv von Oya. Wer aber mit dieser Frage dem Thema »Wirtschaft« auf den Leib rückt, fällt in ein schwarzes Loch. Paradigmatisch geht es im gegenwärtigen Wirtschaftssystem um den Eigennutz, dem das gute Leben für alle folgen soll. Da sich dieses nur für wenige einstellt, muss das Paradigma falsch sein. Wie aber könnte eine Ökonomie des »guten Lebens« aussehen?
Setzt Grenzen! Dämmt die Spekulation ein, besteuert endlich Finanztransaktionen. Etabliert strengere Umwelt- und Ethikstandards! – So ist es überall zu hören und zu lesen, wenn kritisch über Wirtschaft diskutiert wird. Aus der Logik des Systems erscheinen diese Regulierungen und Standards überfällig. »Nur ein begrenzter Markt ist ein guter Markt«, resümiert der Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann in seinem erhellenden neuen Buch »System Error. Warum der freie Markt zur Unfreiheit führt«. Nein, nein, »nur die wettbewerbliche Marktwirtschaft schafft persönliche Freiheit«, hält der Ökonom Carl Christian von Weizsäcker in einer Diskussion mit Thielemann in der »ZEIT« dagegen. So dreht sich die Diskussion im Kreis. Was kann Oya hier beitragen?
Wir haben eine ganz einfache Frage gestellt: Wie gestaltet sich eine Art des Wirtschaftens, die man nicht mit aller Kraft eingrenzen und regulieren muss, um Schaden abzuwenden, sondern die aus sich selbst heraus das »gute Leben« im Sinn von »Right Livelihood« fördert? Adam Smith, der mit seinem Werk »Der Wohlstand der Nationen« aus dem Jahr 1776 als Begründer der modernen Wirtschaftstheorie gilt, dachte auch an ein gutes Leben. Seine Formel: Wenn jeder nach seinem Eigennutz trachtet, entsteht der größte Wohlstand für alle. Weil es aber im Wettbewerb der Eigennutz-Maximierer Verlierer gibt, ist eben nur ein begrenzter Markt ein guter Markt. – Aber ist nur ein begrenzter Mensch ein guter Mensch? Wir haben eine Reihe von Autorinnen und Autoren eingeladen, mit uns zu diesen Fragen Grundlagenforschung zu betreiben. Ihre Beiträge sind noch nicht das Ergebnis einer Diskussion der Beteiligten untereinander. Aber schon ihre Zusammenschau ist spannend. Aus dem reichhaltigen Stoff, der uns bisher erreicht hat, haben wir für Sie einige wichtige Passagen ausgewählt.
Fähigkeiten, Bedürfnisse und Freiheit Adelheid Biesecker, emeritierte Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bremen, weist auf den Fähigkeitenansatz von Martha Nussbaum hin: »Gutes Leben wird von ihr verstanden als ein Leben, in dem die Menschen in der Lage sind, ihre Fähigkeiten zur Gestaltung ihres eigenen Lebens zu entwickeln. In dem sie fähig sind: ein lebenswertes Leben in normaler Länge und in guter Gesundheit und körperlicher Unversehrtheit und mit Rücksicht auf die Natur zu führen und die Sinne und die Phantasie zu gebrauchen; Beziehungen zu anderen einzugehen und im sozialen Zusammenhang zu leben, zu lachen, zu spielen; eine eigene Vorstellung vom Guten zu entwickeln und kritisch über die eigene Lebensplanung nachzudenken; durch politische Partizipation das eigene Umfeld mitzugestalten. Gutes Leben ist, so verstanden, geprägt durch Selbständigkeit, Sicherheit und Freiheit.«
Freiheit – dieser Spur folgt Andreas Weber als Philosoph und Biologe: »Zunächst ist der Mensch ein Lebewesen; aus dem Netz der anderen Lebewesen (der Natur) hervorgegangen, ein biologisches Subjekt wie sie. Ein solches sucht eine Balance zwischen zwei Extremen: dem der Freiheit, sich zu verwirklichen, und dem der Notwendigkeit von Bindungen, die es eingehen muss, um in Ganzheit existieren zu können. Ein Organismus (schon der einfachste) hat die Freiheit, zu handeln, aber ist auf die Materie angewiesen, aus der er besteht (Bindung), von der er sich ernähren muss.
Das ›gute Leben‹ wird möglich, wenn die Notwendigkeit des Angewiesenseins zur Freiheit wird. Wenn also die Bindungen dazu dienen, die eigene Freiheit nicht einzuschränken, sondern zu fördern. In diesem Augenblick wird aus der Notwendigkeit ein Spiel. Man könnte also sagen: Das gute Leben ist ein Spiel. Ein Spiel aber ist niemals die Gier nach Effizienz, sondern lustvolle Verschwendung. Man könnte sagen: Das ›gute Leben‹ ist Verschwendung.«
Beim Begriff »Verschwendung« zuckt das politisch korrekte ökologische Bewusstsein zusammen. Die Menschheit ist derart verschwenderisch mit den Ressourcen dieses Planeten umgegangen – das gilt es doch einzugrenzen! Noch einmal Andreas Weber:
»Knappheit ist ein Mythos: Der Mythos einer Zivilisation, die nicht begreifen will, dass in der Natur Substanz sich durch Teilen vermehrt. Nichts Wesentliches ist von Natur aus knapp. Luft ist nicht knapp. Wasser ist nicht knapp. Noch immer ist auch Nahrung, baute man sie richtig (ökologisch) an und verteilte sie gerecht, nicht knapp. Zeit ist nicht knapp. Gemeinschaft ist nicht knapp. Ein Ökosystem steigert von selbst seine Tiefe, Vielfalt, Bedeutung, Stabilität zum Wohle aller. Dabei werden die Ressourcen nicht gehortet, sondern verprasst: Natürliche Wirtschaft ist eine Ökonomie der maßlosen Verschwendung. Damit sich der Bestand auch nur erhält, legt ein Kabeljauweibchen mehrere Millionen Eier in die dunkle Nordsee, nach mehreren Stunden Liebesspiels mit dem Männchen: Auch das ist Verschwendung. Verschwendung heißt, auszuteilen ohne einen Hintergedanken. So leben von den unfassbar vielen Eiern und Spermien des Kabeljaus wiederum unzählige andere Wesen des Meeres, die sich von den Fortpflanzungsprodukten nähren wie von einem gnädigen Geschenk.«
Die Lust, zu Geben Nicht Verschwendungssucht im Sinn von unbegrenztem Nehmen ist hier gemeint, sondern die Lust am verschwenderischen Geben! Es sind vor allem Frauen, die auf einen verborgenen Teil von Wirtschaft hinweisen, in dem das Geben der Dreh- und Angelpunkt ist. »Dazu gehört die Arbeit von Genevieve Vaughan, der texanisch-italienischen Sprachphilosophin«, schreibt Veronika Bennholdt-Thomsen, Sozialanthropologin und langjährige Pionierin der Subsistenz-Perspektive. »Sie setzt dem Tauschparadigma das Paradigma der Gabe entgegen. Das Muster, das dem menschlichen Wirtschaften zugrunde liegt, ist die Gabe, die keine Gegengabe voraussetzt. Gaben werden gegeben, weil Bedürfnisse befriedigt werden sollen, und werden in diesem Sinn weitergegeben und nicht zurückgegeben. Ausgangspunkt, konkret und als Handlungsmuster, ist das mütterliche Geben an das Kind. Wobei die Mutter nicht aus weiblich angeborener Heiligkeit heraus handelt, sondern ganz profan so handeln muss, sonst würde das Kind nicht überleben und gäbe es keine Menschheit. Zu eben diesem wirtschaftlichen Handeln sind wir, so Genevieve Vaughan, auch heutzutage gesellschaftlich fähig.«
So sieht es auch die Philosophin und Matriarchatsforscherin Heide Göttner-Abendroth: »Niemand lebt vom Geld. Stattdessen leben wir von den Lebens-Mitteln, die von der Erde kommen, und wir leben durch gute Beziehungen. Die Natur und die Mütter schenken das, was das Leben ermöglicht, deshalb spreche ich von einer ›Ökonomie des Schenkens‹. Die Geschenke, die in unserer Gesellschaft kursieren, kommen wesentlich aus der Arbeit der Frauen. Sie schenken Leben und arbeiten zwanzig Jahre lang, bis das Wesen, dem sie das Leben geschenkt haben, groß geworden ist. Laut einem UNO-Bericht werden zwei Drittel der Arbeit auf der Erde von den Frauen geleistet. Deshalb gibt es die Ökonomie des Schenkens bereits. Darüber hinaus existiert ein reicher Strom von (unfreiwilligen) Geschenken von Menschen, die in großen Wirtschaftsbetrieben arbeiten und den Mehrwert ihrer Arbeit nicht erhalten, sondern weitergeben.«
»Am Anfang steht die Sorge für sich und die Ihren – aber wer sind die?«, fragt die Volkswirtin und Historikerin Friederike Habermann (siehe Porträt Seite 34.) »Das wird sicher in jeder historischen, kulturellen Situation etwas anderes bedeuten. Als ethisches Ziel ist wohl zu benennen, niemanden von dieser Sorge völlig auszuschließen. Die 80-jährige Doña Elvira aus Oaxaca in Mexiko definiert es umgekehrt: Wer am comida, an den Mahlzeiten teilhat, wird als zugehörig empfunden. Bei ihr sind das nicht nur die Familie und das unmittelbare soziale Netzwerk, sondern auch die Tiere und sogar die Vorfahren, die Erde und das Wasser.«
Aus einer solchen Haltung ergibt sich ein »Vorsorgendes Wirtschaften«, meint Adelheid Biesecker, die den feministisch-ökonomischen Diskurs zur Care-Ökonomie, der auf die Sorgebeziehung zwischen Menschen fokussiert, sehr befördert hat. »Sorgen nimmt die Bedürfnisse aller Beteiligten zum Ausgangspunkt, es ist ein Prinzip, das auch asymmetrische Beziehungen in die Ökonomie integriert. Solche Asymmetrien bestehen häufig in Sorgebeziehungen, in denen die Umsorgten abhängig sind von den sorgenden Menschen. Aus dem Sorgen um die Zukunft entsteht die Vorsorge in der Gegenwart. In der modernen kapitalistischen Ökonomie gilt jedoch diese Care-Ökonomie nicht als Wirtschaft. Hier zählt nur das, was am Markt Geld bringt – möglichst viel Geld.«
»Eine Zeitbudgetstudie des Bundesamts für Statistik zeigt, dass nur etwa ein Drittel des täglichen Zeitaufwands als bezahlte Arbeit ›wirtschaftlich‹ verausgabt werden, während fast zwei Drittel für ›nicht-wirtschaftliche‹, also unbezahlte Tätigkeiten anfallen,« schreibt der Informatiker und Experte für freie Software Stefan Meretz. »In diesen zwei Dritteln unserer Zeit liegen wir jedoch nicht auf der faulen Haut, sondern kümmern uns um die Dinge, die ›wirtschaftlich‹ nicht erledigt werden: Essen heranschaffen und zubereiten, Kinder versorgen, Haushalt betreiben, freiwillige Aufgaben übernehmen etc.
Wir stellen fest, dass die Gesellschaft in zwei Sphären gespalten ist. In der einen herrscht die harte Logik des Geldes. Die Zeitsparlogik bestimmt den Arbeitsalltag. In der anderen Sphäre gilt geradezu das Gegenteil, eine Art Zeitverausgabungslogik. Gut ist es, Zeit zu haben für familiale und andere Aktivitäten. Wer jemals versucht hat, das Einschlafen von Kindern unter ein Regime des Zeitsparens zu stellen, kann nachvollziehen, was ich meine.
Wer nun denkt, Wirtschaft habe es doch seit dem griechischen Haushalt, dem oikos, immer gegeben, der irrt, wenn er die moderne auf eine antike Form rückprojiziert. ›Wirtschaft‹ ist eine moderne Erfindung, ihre Entbettung aus der Gesellschaft, die ›Transformation der natürlichen und menschlichen Substanz der Gesellschaft in Waren‹ (Polanyi), setzte sich erst mit dem Kapitalismus durch.«
Wirtschaft als separate Sphäre? Jetzt sind wir bei der Diskussion um die »Entbettung« der Wirtschaft angekommen. Darin liegt die Gefahr einer zu vereinfachten Sichtweise, auf die der Philosoph Julio Lambing, der sich im European Business Council for Sustainable Energy engagiert, hinweist: »Gemäß einer weit verbreiteten Auffassung wohnt dem modernen Markt ein nicht zu bremsendes Eigenleben inne: nur der Preis zählt. Menschen, die praktisch in der Wirtschaft aktiv sind, erleben aber in ihrem Geschäftsalltag, dass dieses Bild nicht der Realtiät entspricht: Auf den Märkten der modernen Gesellschaft, sei es beim Friseur, in der Großmarkthalle oder bei Handelsgeschäften im Wert von mehreren Millionen Euro wird nicht nur nach dem Preis entschieden. Marktbeziehungen sind den komplexen Wirkungen von Vergangenheit, Kultur, Religion, Gewohnheiten, Moden und Ideologien der sozialen Kollektive ausgesetzt, in denen sie stattfinden: Freundschaften, Traditionen, Familienbindungen, Loyalitäten, Idealbilder des kaufmänischen Handelns, aber auch gesellschaftliche und kulturelle Feindbilder, Abneigungen und Vorurteile sind als Motivationen nicht zu unterschätzen.«
Das unterstreicht die Notwendigkeit, auf allen Ebenen anzusetzen: auf der Ebene des Bewusstseinswandels hin zu einer Neuorientierung auf »unsere natürlichen, kulturellen und sozialen Gemeingüter und die Bedeutung von Gemeinschaften als Grundbedingung eines guten Lebens«, schreibt Julio Lambing. Und in Hinblick auf die Ebene der Form: »Die heutige Wirtschaftsform verfügt weder über Anreize noch über ihr inhärente Mechanismen, das gemeinsame Wohl, das Gedeihen aller gemeinsamen Güter in den Vollzug des wirtschaftlichen Handelns einzubeziehen«.
In Hinblick auf neue Formen gibt es spannende Vorschläge einer auf Gemeingüter zielenden Wirtschaftsweise, wie sie insbesondere in den Beiträgen der ersten Ausgabe von Oya angeklungen sind. Damit rückt der zum fürsorgenden und vorsorgenden Aspekt von Wirtschaft komplementäre Pol, nämlich Erfindergeist und Kreativität, in unseren Fokus.
Kreativität und Erfindungsgeist Wird der Mensch nur erfinderisch, weil er auf dem Markt erfolgreich sein will? Das wäre ein höchst pessimistisches Menschenbild, argumentieren diejenigen, die mit dem Prinzip der »gemeingüterbasierten Peer-Produktion«, der produktiven Zusammenarbeit selbstbestimmter Menschen experimentieren, die nicht das Geldverdienen als Zweck der Arbeit betrachten (siehe auch Seite 32). »Statt die eigenen Fähigkeiten in Quantitäten ummünzen zu müssen, wird aus einem Bedürfnis heraus aktiv gehandelt«, erklärt Friederike Habermann.
»Kann man so produzieren, dass für alle genug da ist? Dass alle nutzen können, was sie brauchen, wenn sie es brauchen? Geht das im Rahmen der 1,8 Hektar Biokapazität, die jeder und jedem im Schnitt zur Verfügung stehen?« fragt sich der Informatiker Christian Siefkes. »Wenn man es richtig anstellt, ja. Dabei kann ich angeregt werden durch produktive Bedürfnisse: Ich mache etwas, weil ich es gerne tue. Oder durch konsumptive Bedürfnisse: Ich trage zu der Produktion eines Guts bei, das ich selber haben möchte. Es geht um die Bedürfnisse, nicht um einen abstrakten Zweck wie die Kapitalverwertung. Peer-Produktion funktioniert gerade deshalb, weil sich die Leute gegenseitig bei der Befriedigung ihrer Bedürfnisse unterstützen, was für alle Beteiligten von Vorteil ist.«
Ein spielerisches, utopisches Beispiel, um das konkreter zu machen: Ein kleines Team möchte Windräder zur lokalen Energie-Erzeugung herstellen. Die Ressourcen dafür kommen aus gemeinschaftlich verwalteten Gütern, die Baupläne aus einer freien Wissendatenbank. Aus Spaß an der Sache und weil man sie überall nützlich einsetzen kann, entstehen so viele Windräder, dass man eine ganze Region damit versorgt. In dieser Region werden nun von einigen anderen mit großem Vergnügen Kartoffeln angebaut, so viele, dass es genug für alle gibt. Die Windradbauer brauchen also nicht zu hungern. Und so weiter. Geld? – bräuchte man in so einer Region vielleicht nur ganz am Rand, um spezielle Werkstoffe, die von weiter her kommen, z. B. Metalle, anzuschaffen.
Reine Phantasie? Nein. Der Hof, der freiwillig Kartoffeln anbaut und in seiner Region verteilt, liegt in der Nähe von Berlin. Die Windrad-Bauer (die sich heute allerdings Teile vom Schrottplatz suchen müssen) und ihre offene Werkstatt gibt es in Hamburg (siehe Seite 48). Vereinzelte Sonderfälle? Nein, es gibt eben Millionen von Menschen, die ihre Kinder versorgen, die alte Menschen und Kranke pflegen und durch freiwilliges Engagement die Gesellschaft aufrechterhalten. All diese Menschen sind, bei Licht betrachtet, Experten für Schenk-Ökonomie oder einer Ökonomie des Gebens oder einer Ökonomie des freiwilligen Beitragens.
Dieses Beispiel ist ohne Rücksicht auf die zum Teil fundamentalen Unterschiede im Menschen- und Weltbild der matriarchal geprägten Subsistenz-Perspektive, der Care-Economy und der Peer-Economy skizziert und nichts als eine skizzenhafte Collage. Es soll auch gar nicht mehr sein als ein interessantes Schillern, das vielleicht dazu animiert, tiefer einzutauchen, nachzufragen, ob Wirtschaften auch jenseits des Tausch-Paradigmas denkbar ist.
Es geht nicht nur ums Tauschen! Was soll das heißen, »Wirtschaft ohne Tausch«? Veronika Bennholdt-Thomsen schreibt: »Kern unser aller Mittäterschaft ist das Gelddenken. Das Geld selbst ist nur der geronnene, vergegenständlichte Ausdruck eines Denk- und Handlungsmusters: dem des Tauschs. Das Tauschmuster lautet (lateinisch): do ut des, ich gebe dir, damit du mir gibst – und nicht etwa: Ich gebe dir, weil du Hunger hast, weil du frierst, weil du unglücklich bist. Der Tausch verbindet die Menschen nicht, sondern trennt sie voneinander.«
Andreas Weber: »Wenn Knappheit nicht existiert, kann Tausch kein Grundbedürfnis sein. Wir brauchen also darauf keine Wirtschaft zu gründen; wir dürfen es gar nicht. Vielleicht kann man ein Prinzip ›gemeinschaftliches Gedeihen‹ formulieren, zu dem gehört, dass im Sinn der Autonomie-Bezogenheit-Dualität höchste Priorität sowohl der Gemeinschaft wie dem Einzelnen eingeräumt wird. In meinen Augen ist das beste Kriterium für ökonomische Entscheidungen die Frage, ob sie die Fülle des Lebens vergrößern.«
Und der Soziologe Franz Nahrada: »Der archimedische Punkt, um in das Thema Wirtschaft hineinzukommen, ist die fundamentale Unterscheidung zwischen Tausch und Austausch. Austausch ist die allgemeinere, grundlegendere Beziehung, die besagt, dass Menschen in ihrem Zusammenleben aufeinander angewiesen und beständig miteinander und füreinander tätig sind. Der gesamte Lebensprozess des Menschen ist von Anfang an eingebettet in einen sozialen Schutz- und Entfaltungsraum, in dem verschiedene Formen der Organisation von Gesellschaftlichkeit in einem sekundären Evolutionsprozess miteinander konkurrieren oder sich miteinander verbinden, koexistieren oder amalgamieren. Tausch auf der anderen Seite ist eine sehr spezifische, von elementaren Formen wie der familiären Versorgungswirtschaft abgehobene Art und Weise, Austausch zu pflegen. Der Tausch erfordert eine ganze Welt von Rahmenbedingungen, die den ursprünglichen sozialen Kontext ersetzen und einen neuen, auf Gleich-gültigkeit im doppelten Wortsinn aufbauenden Verkehr der Menschen miteinander überhaupt erst möglich machen. Durch die Verallgemeinerung des Tauschprozesses entfaltet sich zugleich eine Eigendynamik, die den Tausch der Unwahrheit überführt und Realität zerstört.«
Kreuzungsversuche Wie lässt sich in dieser Richtung weiterforschen? Die wichtigste Übung: »Nicht ideologisch werden«, erklärt Silke Helfrich, die das Buch »Wem gehört die Welt?« über Gemeingüter herausgegeben hat. »Wir sind es gewohnt, in diesen Spaltungen zu denken: hier Tausch und Wettbewerb, dort Kooperation und Fülle – und nicht jenseits dieser Spaltungen. Paradoxerweise bringt das Stärkenwollen des einen Pols auch immer die Gegenseite in Stellung, macht sie stark. Wir könnten nun, statt ins andere Extrem zu fallen, die Gegensätze auflösen und neu in Beziehung setzen. Es geht darum, die Dominanz des einen Pols aufzubrechen und das Geld, den Tausch auf dem Markt und die Konkurrenz gewissermaßen zu marginalisieren, so dass Reputation, Austausch und Kooperation ihre Potenziale entfalten können. Wir müssen das Geld gar nicht verbannen, aber wir können es marginalisieren.«
Ein solcher Ansatz geht noch weiter als ein reformiertes Geldsystem. Christian Siefkes warnt: »Ansätze zur Geldreform basieren auf der Annahme, dass es möglich sein müsste, ein Geldsystem einzurichten, das die negativen Eigenschaften des kapitalistischen Geldes vermeidet. Hergeleitet wird das von der historischen Tatsache, dass es in vielen Gesellschaften Geld gab, ohne dass diese Gesellschaften kapitalistisch waren – allerdings wird dabei verkannt, dass Geld hier nur eine untergeordnete Rolle spielte. Die meisten notwendigen Dinge wurden auf andere Weise hergestellt und aufgeteilt, beispielsweise in Subsistenzproduktion.«
»Es liegt nahe, dass eine Ökonomie jenseits des Tauschens zunächst primär auf einer lokalen Ebene erprobt werden kann«, meint Franz Nahrada zur Frage nach der praktischen Umsetzbarkeit. »Was können wir besser, wenn wir es selber in die Hand nehmen? Über welche Gemeingüter verfügen wir? Wie sehen Kreisläufe der gegenseitigen Unterstützung aus? Es geht dabei um ganz unspektakuläre Anfänge, egal, ob man ein eigenes Fernsehen machen will, einen Gemeinschaftsgarten, ein Wasser-, Sonnen- oder Hackschnitzelkraftwerk oder Gemeinschaftswerkstätten. Das verbindet sich wiederum mit überregionalen Netzwerken des Wissens und Könnens. Wir müssen es aber auch politisch verstehen, die herrschenden und dominanten Marktkräfte für unsere Sache einzunehmen. Wir brauchen eine politische Partei, oder besser noch: einsichtsvolle Sympathisanten in allen politischen Parteien und in der Verwaltung, die dafür sorgen, dass der Staat zum Partner einer sich selbst erhaltenden und handlungsfähigen Zivilgesellschaft wird.«
Julio Lambing denkt als Brückenbauer: »Für den Aufbau einer Wirtschaft, in der Schenken und Geben wichtiger sind als Übervorteilen und die Konzentration auf den Eigennutz, werden wir unsere Methoden ausbauen müssen, um Inseln einer anderen Wirtschaftsweise gegen wirtschaftlichen Druck und die Verführung zum permanenten Geschäftemachen abzuschotten. Neben solchen Reinformen werden aber auch viele Mischlinge, die zumindest teilweise marktwirtschaftlich arbeiten, unsere Unterstützung benötigen. Wir werden zudem weiterhin Rahmenbedingungen des bestehenden Marktsystems ändern müssen. Und wir werden uns mit großen, profitorientierten Konzernen für Veränderungen verbünden müssen und uns dabei die Hände dreckig machen. Die Geschichte lehrt, dass politische oder gesellschaftliche Umwälzungen oft erst durch ein Bündnis des Neuen mit einer Gruppe der alten Kräfte möglich wurden. Wichtig ist aber, daß wir immer wieder innehalten und nachdenken.« Zum Beispiel so, wie Andreas Weber über eine Wiese nachsinnt: »Wenn ich aber an die brusthohen Gräser auf den Wiesen hinter meinem Haus denke, die in der Nacht leise vibrieren, dann ist all das eine Gabe ohne Gegengabe, ein Schenken ohne Blick in die Zukunft, eine weggegebene Fülle, von der nur ein winziger Bruchteil (vielleicht 0,02 Prozent der so produzierten Samen) etwas nützt und etwas einbringt, weil er anderswo neues Gras und neue Wiesen sät. Doch dass die Wiese überhaupt stabil weiterexistieren kann, ist ja dieser unmöglichen Verschwendung zu danken, die alle nährt, die wiederum mit ihrem Tun dazu beitragen, dass die Wiese bestehenbleibt. Ökologisch ist es notwendig, dass Wiesen begrast (oder gemäht) werden, damit sie sich erhalten. Sie müssen verschwendet sein, um zu prosperieren.«
Eine schöne Aufgabe im Sommer: Legen wir uns in eine Wiese mit brusthohem Gras, betrachten wir die Vögel des Himmels, die nicht säen und ernten, und lernen wir etwas über gute Ökonomie.
Gemeinsam mehr erreichen Genossenschaften als Teil einer solidarischen Wirtschaft
von Elisabeth Voß erschienen in 03/2010 - Oya-Magazin
Je mehr die gewinnorientierte Wirtschaftsweise an Legitimation verliert, desto stärker rücken Genossenschaften ins öffentliche Bewusstsein
Vergrößern
Bei ihrer Entstehung vor über 160 Jahren galten Genossenschaften als »Kinder der Not«. Sie organisierten für ihre Mitglieder das Lebensnotwendige, das am Markt entweder überhaupt nicht, in schlechter Qualität oder nicht zu akzeptablen Preisen erhältlich war. Denn mit der industriellen Revolution hatte sich der kapitalistische Warenmarkt herausgebildet und das Leben von Grund auf verändert. Während die Menschen auf dem Land ihre Nahrungsmittel selbst herstellen konnten, entstand mit der städtischen Arbeiterklasse eine wachsende gesellschaftliche Gruppe von Menschen, die darauf angewiesen waren, ihre Lebensmittel am Markt zu erwerben. Wo dieser Markt versagte, wurde wirtschaftliche Selbsthilfe lebensnotwendig.
Die genossenschaftliche Geschichtsschreibung verzeichnet als erste Konsumgenossenschaft die »redlichen Pioniere von Rochdale« in Großbritannien. Es waren Weberinnen und Weber, denen in den Krämerläden nur Brot angeboten wurde, das mit Gips versetzt war. Der Kaffee war mit Sand gestreckt, auch das Gewicht der verkauften Waren stimmte häufig nicht. Aus dieser Notsituation heraus gründeten 28 Weberinnen und Weber im Jahr 1844 eine Genossenschaft. In ihrem eigenen Laden verkauften sie an die Mitglieder korrekt abgewogene Lebensmittel in guter Qualität. In den folgenden Jahren entstanden auch in Deutschland genossenschaftliche Zusammenschlüsse. Arbeiter und Arbeiterinnen, Handwerker und Handwerkerinnen gründeten 1850 im sächsischen Eilenburg eine erste Konsumgenossenschaft, die »Lebensmittel-Association«, die sehr schnell viele hundert Mitglieder gewinnen konnte. Die Händler und Händlerinnen leisteten erbitterten Widerstand gegen die genossenschaftliche Konkurrenz und boykottierten Hersteller und Großhändler, die auch Konsumvereine belieferten. Die Genossenschaften wehrten sich wiederum, indem sie 1894 eine Großeinkaufsgenossenschaft gründeten.
Geschichte und Renaissance einer Bewegung Der genossenschaftliche Grundgedanke »gemeinsam mehr erreichen« wurde überall dort umgesetzt, wo Einzelpersonen oder kleine Unternehmen auf sich allein gestellt am kapitalistischen Markt zu unterliegen drohten. Mit Wohnungsbaugenossenschaften schufen sich Arbeiterinnen und Arbeiter menschenwürdigen Wohnraum, Handwerkerinnen und Handwerker gründeten Einkaufsgenossenschaften zum Erwerb besserer und günstigerer Rohstoffe, Landwirtinnen und Landwirte schlossen sich zur Weiterverarbeitung und zum gemeinsamen Verkauf ihrer Produkte zusammen.
Neben der SPD und den Gewerkschaften entwickelten sich Genossenschaften Anfang des 20. Jahrhunderts zur »Dritten Säule der Arbeiterbewegung«. Nach weitgehender Zerschlagung oder Gleichschaltung im Faschismus entstanden nach dem Krieg in Ost- und Westdeutschland jeweils eigene Genossenschaftsformen. Im Westen erlebte der Genossenschaftsgedanke nach 1968 eine Renaissance in der Alternativbewegung. Produktion und Konsum sollten ohne Ausbeutung, ohne Hierarchien und ohne Entfremdung gestaltet werden. In den entstehenden selbstverwalteten Betrieben und Projekten spielte die Art der Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung oft eine wichtigere Rolle als das wirtschaftliche Ergebnis. Die Produkte der Arbeit sollten für die Gesellschaft nützlich sein, Herstellung und Gebrauch sollten die Umwelt nicht belasten und den Menschen in der sogenannten Dritten Welt keinen Schaden zufügen.
Den Genossenschaftsverbänden waren diese alternativen Unternehmen allerdings fremd. Nicht selten wurden ihnen Steine in der Weg gelegt, so dass sie auf andere Rechtsformen auswichen, denn die Mitgliedschaft in einem genossenschaftlichen Prüfungsverband ist verpflichtend. Heute sind die Verbände alternativen und politisch motivierten Unternehmungen gegenüber viel offener.
Demokratie und Selbstverwaltung Was ist nun das Besondere an Genossenschaften? Zunächst ist eine Genossenschaft eine demokratische Unternehmensform: Jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Höhe der eingebrachten finanziellen Einlage. Während die basisdemokratische Rechtsform des Vereins – egal ob gemeinnützig oder nicht – ideellen Zwecken dient, geht es bei Genossenschaften um wirtschaftliche Selbsthilfe in Selbstverwaltung.
Jedoch sind viele der alten Großgenossenschaften, zum Beispiel Volksbanken oder Wohnungsbaugenossenschaften, heute bürokratisch und zentralistisch geworden. Von Selbstverwaltung ist nicht mehr viel zu spüren. Die Mitglieder an der Basis resignieren und ziehen sich aus dem genossenschaftlichen Leben zurück. Damit entsteht ein Teufelskreis, denn passive Mitglieder ermöglichen Vorstand und Aufsichtsrat, unangefochten ihre Interessen umzusetzen.
Die Erfahrungen in kleineren, selbstverwalteten Betrieben zeigen, dass die gleichberechtigte Zusammenarbeit in vordergründig hierarchiefreien Strukturen auch Probleme mit sich bringt. Ohne formalisierte Leitungsstrukturen entstehen leicht informelle Hierarchien, die umso mehr Macht entfalten, je weniger greifbar sie sind. Fehlende formale Regeln führen häufig dazu, dass sich diejenigen mit den stärksten Ellenbogen durchsetzen. Und auch die schönsten Regeln nützen nichts, wenn es keine legitimierte Instanz gibt, die verantwortlich dafür ist, die Einhaltung dieser Regeln zu überwachen und Regelverstöße gegebenenfalls zu sanktionieren.
Unabhängig von der Organisationsstruktur und Rechtsform gelingen Demokratie und Selbstverwaltung nur dort, wo eine ausreichende Anzahl an Menschen aktiv ihre eigenen Belange vertritt.
Gemeinsamer Nutzen statt Gewinn Der Zweck einer Genossenschaft ist die Förderung der wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Belange ihrer Mitglieder. Das ist im Genossenschaftsgesetz festgelegt. Genossenschaftliches Wirtschaften ist darauf ausgerichtet, konkrete menschliche Bedürfnisse zu befriedigen. Auch Genossenschaften müssen ihre Kosten decken und Gewinne für Rücklagen und Investitionen erwirtschaften. Aber diese Gewinnerzielung ist nicht das Motiv und der Antrieb ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit. Diese Orientierung auf den Mitgliedernutzen statt auf den Gewinn unterscheidet Genossenschaften grundlegend von anderen Unternehmensformen.
Aber welcher konkrete Nutzen lässt sich gemeinsam erzielen? Die historischen Weber waren dabei, sich als Klasse zu formieren, und standen vor vergleichsweise einfachen Problemstellungen. In der heutigen komplexen Welt gibt es diese Eindeutigkeiten kaum noch. Genossenschaftliche Unternehmensgründungen erfordern zuerst eine Klarheit darüber, was ich gemeinsam mit anderen Menschen organisieren möchte. Denn eine Genossenschaft ergibt nur Sinn, wenn sie auf einem realen Bedarf basiert, wenn ich etwas brauche, das ich nur mit anderen gemeinsam verwirklichen kann. Beispiele dafür sind die in großer Zahl entstehenden Wohnprojekte und Baugemeinschaften. Ihnen liegt meistens nicht die Wohnungsnot zugrunde, sondern der Wunsch nach gemeinschaftlichem Wohnen. Oder ich möchte etwas anbieten, das ich richtig gut kann, aber es gelingt mir nicht, am Markt zu landen. Häufig haben Menschen, die in ihrem Fachgebiet hervorragende Arbeit leisten, kein Interesse, sich mit Finanzierung oder Marketing zu befassen. Dem trägt der Trend zur Bürogemeinschaft mit gemeinsamem Service Rechnung ebenso wie der Zusammenschluss in einer Unternehmenskooperation. Auch hier bietet sich die Rechtsform der Genossenschaft an, aber es sind auch andere Rechtsformen denkbar.
Ein weiterer Ausgangspunkt für eine Genossenschaftsgründung kann die Frage sein: In welchem Bereich meines privaten oder geschäftlichen Lebens komme ich an Grenzen, die ich nur gemeinsam mit anderen überwinden kann? Oder: Welche Grundwerte oder politischen Überzeugungen möchte ich mit wirtschaftlichen Mitteln umsetzen? Beispiele sind Energiegenossenschaften, Freie Schulen oder Faire Handelsunternehmen.
Hier entstehen Schnittmengen zum Social Entrepreneurship, wie es von Nobelpreisträger Muhammad Yunus mit Mikrokrediten oder von Günter Faltin mit der von ihm begründeten Teekampagne praktiziert wird. Bei diesen Sozialunternehmen haben wir es meist mit einzelnen starken Gründungspersönlichkeiten zu tun, nicht mit Kollektivgründungen. Jedoch stehen auch am Beginn genossenschaftlicher Unternehmungen häufig starke Persönlichkeiten, denn die Fähigkeit, Selbsthilfe und Kooperation in einer Gruppe zu initiieren, haben nur wenige.
Für eine Genossenschaftsgründung sind Fachwissen und soziale Kompetenz erforderlich – beides ist wesentlich abhängig vom Zugang zu Ressourcen, insbesondere zum Wissen über Unternehmensgründungen und zu Finanzierungsquellen. Neben dem Kapital für Investitionen spielt auch das soziale Kapital eine wichtige Rolle, also all die Beziehungen zu potentiellen Mitgliedern und zum unterstützenden Umfeld einer Gründungsinitiative. Im Vorfeld jeder gemeinsamen wirtschaftlichen Tätigkeit muss geklärt werden: Wer sind die Beteiligten, was wollen sie miteinander wirtschaftlich tun, auf welchem Markt bewegen sie sich, und wer sind die Kundinnen und Kunden, welche Investitionen sind erforderlich, und wie sollen sie finanziert werden? Daraus ergibt sich die Entscheidung, mit welcher Rechtsform sich das gemeinsame Vorhaben am besten realisieren lässt. Bei dieser Abwägung sollte die Genossenschaft nicht vergessen werden, auch wenn sie nicht in jedem Fall die richtige Form ist. Zu ihren Vorteilen gehört neben der basisdemokratischen Gestaltbarkeit, dass der Ein- und Ausstieg von Mitgliedern relativ problemlos und ohne notarielle Beurkundung möglich ist. Eine Besonderheit ist auch, dass ein eventueller Gewinn entsprechend dem Umsatz, den ein Mitglied mit der Genossenschaft getätigt hat, steuerfrei als Rückvergütung ausgezahlt werden kann.
Die unbekannte Rechtsform Liegen Genossenschaften im Trend? Bei der Anmeldung eines Gewerbes für eine Genossenschaft kann es immer noch vorkommen, dass es ganz erstaunt heißt: »Eine Genossenschaft? Was ist denn das? So etwas hatten wir hier ja noch nie.« Und beim Kreditantrag in der Bank wird schon mal gefragt: »Warum können Sie denn keine richtige Firma gründen?« Vielleicht ändert sich das in zwei Jahren, denn 2012 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt. Sie würdigen damit deren Bedeutung für die Reduzierung von Armut sowie Schaffung von Arbeitsplätzen und für soziale Integration.
Sind Genossenschaften, ebenso wie bürgerschaftliches Engagement oder karitatives Ehrenamt, ein Teil des Kitts, der den Kapitalismus noch eine Weile zusammenhält? Beinhalten sie vielleicht auch ein Transformationspotenzial, so dass sie nach und nach die profitorientierte Wirtschaftsweise ersetzen könnten? In jedem Fall kann genossenschaftliches Wirtschaften die konkreten Lebensbedingungen von Menschen verbessern, und das ist angesichts der heutigen Problemlagen schon sehr viel. Als Teil einer Solidarischen Ökonomie, wie sie heute weltweit entsteht, tragen Genossenschaften zum Erfahrungsschatz bei, der für eine bessere Welt unabdingbar gebraucht wird. Denn das Neue entsteht nicht aus dem Nichts, sondern wächst bereits im Alten heran. In diesem Sinne ist jede Keimform eines anderen Wirtschaftens wertvoll und notwendig. |