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Liebe

 

  (Hier findet Ihr Texte über die Liebe, nicht nur zum Thema der Freien Liebe. - Hier ist auch die Plauderecke für Eingestürzte Zweierbeziehungen und für die Hoffnung. - Die stirbt bekanntlich zuletzt...)

 

 Man warf mir vor, daß ich der Utopie anhinge,

die Unlust aus der Welt schaffen und einzig

die Lust sichern zu wollen.

Dagegen stand meine Behauptung in Schrift und

Wort, daß die übliche Erziehung den Menschen

lustunfähig macht, indem sie ihn gegen die Un-

lust panzert.

Lust und Lebensfreude sind ohne Kampf, schmerz-

hafte Erfahrungen und unlustvollen Kampf mit

sich selbst undenkbar.

Nicht die Leidlosigkeits-Theorie der Yogi und der

Buddhisten, nicht die Genußpilosophie des Epi-

kur, nicht die Entsagung des Mönchtums, sondern

der Wechsel von unlustvollem Kampf und Glück,

von Irrtum und Wahrheit, Fehltritt und Besin-

nung, rationalem Haß und rationaler Liebe, kurz;

die volle Lebendigkeit in allen Lebenssituatio-

nen ist das Kennzeichen seelischer Gesundheit.

Die Fähigkeit, Unlust und Schmerz zu ertragen,

ohne enttäuscht in die Erstarrung zu flüchten,

geht einher mit der Fähigkeit, Glück wahrzu-

nehmen und Liebe zu geben.

Um mit Nietzsche zu reden: Wer das "Himmelhoch-

Jauchzen" lernen will, muß sich auch für das

"Zum-Tode-betrübt" bereit halten.

Unsere europäische gesellschaftliche Anschau-

ung und Erziehung machte aber aus den Jugend-

lichen, je nach der sozialen Lage, entweder in

Watte gepackte Püppchen, oder ausgedörrte, lust-

unfähige, chronisch unlustige Maschinen der In-

dustrie und des Geschäfts.

Wilhelm Reich(Psychoanalytiker 1897-1957)

 

 

 

 Mit der Zeit lernst Du,

dass eine Hand halten nicht dasselbe ist

wie eine Seele zu berühren

Und dass Liebe nicht Anlehnen bedeutet

und Begleitung nicht Sicherheit

Du lernst allmählich,

dass Küsse keine Verträge sind

und Geschenke keine Versprechen

Und Du beginnst,

Deine Niederlagen erhobenen Hauptes

und offenen Auges hinzunehmen

mit der Würde des Erwachsenen,

nicht maulend wie ein Kind

Und Du lernst,

all Deine Straßen auf dem Heute zu bauen,

weil das Morgen

ein zu unsicherer Boden ist

Mit der Zeit erkennst Du,

dass sogar Sonnenschein brennt,

wenn Du zuviel davon abbekommst

Also bestell Deinen Garten

und schmücke selbst

Dir die Seele mit Blumen,

statt darauf zu warten,

dass andere Dir Kränze flechten

Und bedenke,

dass Du wirklich standhalten kannst ...

und wirklich stark bist.

Und dass Du Deinen eigenen Wert hast.

 

 Der natürliche Wunsch nach emotionalen & verbalen
Austausch, Beziehung, Nähe, Sinnlichkeit, erotischen Liebes-
leben, Harmonie, Verbundenheit, zärtlichen Berührungen,
gemeinsamen Abenteuern & Erfahrungen, das Teilen von Lust
Leid, verständnisvoller Gesprächsdialog, Empathie &
partnerschaftliches Zusammensein & Erlebnisaustausch
ist meiner Meinung nach, doch dem ungebundenen, freien,
aber unnatürlichen Singledasein vorzuziehen.
Aber erstmal sollte die Chemie stimmen.

Menschen sehnen sich nach Exklusivität in Liebesbeziehungen, sie sehnen sich nach Treue.
Doch wie steht es tatsächlich mit diesem Ideal?

Steht es nicht in gewissem Maße den individuellen Bedürfnissen des Menschen entgegen und müssten Liebende nicht einander die Freiheit lassen, mit der Exklusivität zu brechen, da es doch stets die geliebte Person selbst sei, die über ihre Bedürfnisse und Wünsche am besten bescheid wisse?

Schafft das gegenwärtige Treueideal an sich nicht erst die Notwendigkeit, einander zu hintergehen oder im Stich zu lassen, sodass mensch mit der Exklusivität brechen kann und entsteht nicht erst mit dieser Tatsache die Angst vor der Isolation und der Einsamkeit, sprich: Die Angst vor dem Verlassenwerden?

Michèle Binswanger geht dem Ideal des monogam-romantischen Treuekonzepts im folgenden Artikel nach...

Es ist nicht der Seitensprung, der unsere Beziehungen zerstört, sondern falsch verstandene Treue. Das muss sich ändern, fordert die Schweizer Autorin Michèle Binswanger.
ZEIT ONLINE|Von ZEIT ONLINE GmbH, Hamburg, Germany

 http://www.zeit.de/2012/13/CH-Monogamie/

 

 Mama sagte immer: Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt".
Forrest Gump

 

 Mir geht es gar nicht wirklich um den Autismus zu Zweit.
Es geht um Autonomie, in der Intimität & Liebe & Autonomie
gleichwertig gelebt werden kann, ohne aber deswegen auf einen
autonomen Freundeskreis und eine engere autonome Gemeinschaft
verzichten zu müssen. Dafür mußt Du als Mann eine Frau finden,
die auch Autonomie, für sich verwirklichen will. Autonomie mit
Dir, aber ohne autonome Freunde, in einer neoliberalen Egogesell-
schaft, wird wohl jede Liebesbeziehung zum scheitern verurteilt
sein, weil das kapitalistische System in Wirklichkeit gegen
autonome Gemeinschaften & autonome Liebesbeziehungen arbeitet & nur
eine Frau, die diesen Gedankengang, versteht wird in einer Liebesbe-
ziehung frei & glücklich & mit Freunden autonom werden können.
Ist das wirklich zu schwer zu Verstehen? - Das Leben trotz allen Widrigkeiten
& all dem was ein autonomer Mensch - Verneinen muß, zu genießen, ist
immer erste Priorität, denn geht es Dir selbst nicht gut genug, wie willst
Du anderen Mitmenschen,dann zur Autonomie gegen ein krankes Egosystem helfen?
Und eine autonome Frau kann dann durchaus auch mal alleine Verreisen, wenn ihr Lover, eine andere Aufgabe hat & sogar ein Seitensprung, oder wie mensch diese Abenteuerlust nennen will? - Wäre dann in einer autonomen Liebesbeziehung, nicht das Ende, sondern der Anfang. Ja. ich weiß. Wer hätte es nicht lieber monogam, aber warum scheitern die meisten an Langeweile? - Oder die andere Alternative: Ein vielleicht langweiliges Monogamieren bis as Ende aller Tage, obwohl ich natürlich wirklicher immerwährender Liebe schon ein Chance geben würde. Warum nicht? Aber erstmal sollte die Chemie stimmen. Gerold

 

 Du gehörst mir nicht,
und ich gehöre Dir nicht.

Deine Zeit gehört mir nicht,
und meine Zeit gehört Dir nicht,
wir können nur über unsere eigene Zeit verfügen.

Meine Ideen müssen nicht unbedingt
auch Deine Ideen werden,
und ich empfinde keine Verpflichtung,
Deine Ansichten zu übernehmen.

Ich habe keine Rechte,
und kein Recht etwas von Dir zu erwarten,
denn Dein Leben ist ein Geschenk an mich,
und mein Leben und Sein
sind ein Geschenk für Dich,
welches ich Dir geben oder zurückhalten kann.

Aber es freut mich, Deine Ideen zu hören,
und vielleicht sogar meine entsprechend zu ändern,
und es freut mich, mit Dir zu teilen,
was mich bewegt und freut.

Es macht mir Freude, Dir meine Zeit zu schenken,
und wenn Du mir Deine Zeit schenkst,
möchte ich sie so nützen,
dass sie wertvoll für Dich ist.

~Ulrich Schaffer~

 

 

 Lesen ist ja eine meiner Taktiken, um auf andere Gedanken
zu kommen, wenn Du als Single keinen Ansprechpartner hast,
oder wenn gleichgesinnte Freunde/Innen fehlen, weil Du
lieber Naturindianer, anstatt Stadtindianer geworden bist.
Und es leider in den Dörfern draußen,eben weniger Möglich-
keiten gibt Gleichgesinnte zu finden, was wahrscheinlich
in Städten auch schon nicht so einfach ist.
Eine annähernd passende Freundin/Frau zu finden, wenn mensch gar
nicht mal mehr gesucht hat, ist ja noch schwieriger, wenn dann
plötzlich die Suche doch losgeht.
Wie bei mir momentan.
Ich lese ja meist mehrere Bücher gleichzeitig mit verschiedenen
Theorien und Themen, die mich interessieren und gerade las ich doch
auf Seite 22 vom Band 5 der Ausgewählten Schriften von Cornelius
Castoriadis folgendes:
Als Psychoanalytiker würde ich sogar behaupten, dass eine Person,
die nicht in der Lage ist, eine allmachtsbezogene Phantasie hervor-
zubringen, sehr ernsthaft erkrankt ist. Sie verstehen, was ich meine?
Die Fähigkeit zur Bildung  von Allmachtspahntasien ist eine notwen-
dige Komponente, nicht nur des Unbewussten, sondern sogar ders be-
wussten Lebens. Wenn Sie sich keiner Tagträumerei hingeben, sich
nicht vorstellen könnten:
"Das Mädchen wird zum Rendevous kommen", oder "Ich werde mein Buch
schreiben" oder "Alles wird so laufen, wie ich es mir wünsche", dann
wären Sie ernsthaft krank.
Freilich wären Sie ebenso krank, wenn Sie diese Phantasien nicht kor-
rigieren und sich sagen könnten: "Nein, ich gefalle ihr nicht, das
ist offensichtlich" oder "Sie hat schon einen Freund und hängt sehr
an ihm". CORNELIUS CASTORIADIS
Also manchmal passt es tatsächlich zu meiner gegenwärtigen Lebens-
situaton, was ich so gerade lese, so als wenn die Buchseiten mich
Anspringen, daß ...das...das...Einfach das. Gerold

 

Ein Mann überquerte eines Tages eine Strasse, als ihn ein Frosch rief: "Wenn Du mich küsst, werde ich zu einer wunderschönen Prinzessin!"

Kurz entschlossen beugte sich der Mann hinunter, hob den Frosch auf und steckte ihn in seine Tasche. Da fing der Frosch wieder an zu sprechen und sagte: "Wenn Du mich küsst und mich so in eine wunderschöne Prinzessin zurückverwandelst, werde ich jedem erzählen, wie klug und tapfer und was für ein Held Du für mich bist!"

 

Der Mann nahm den Frosch aus seiner Tasche, lächelte ihn an und steckte ihn wieder zurück. Da fing der Frosch wieder an zu sprechen und sagte: "Wenn Du mich küsst und mich in eine wunderschöne Prinzessin zurückverwandelst, werde ich Dich eine ganze Woche lang lieben und Dich überallhin begleiten!"

 

Der Mann nahm den Frosch aus seiner Tasche, lächelte ihn an und steckte ihn wieder zurück. Da rief der Frosch aus der Tiefe der Tasche: "Wenn Du mich küsst und mich in eine wunderschöne Prinzessin zurückverwandelst, werde ich ein Jahr lang bei Dir bleiben und alles tun, was du willst!"

 

Wieder nahm der Mann den Frosch aus seiner Tasche, lächelte ihn an und steckte ihn zurück. Da fragte der Frosch: "Was ist los mit Dir? Ich habe Dir gesagt, dass ich eine wunderschöne Prinzessin bin, dass ich ein Jahr lang bei Dir bleiben werde und alles tun werde, was Du willst. Warum küsst Du mich nicht?"

 

Der Mann antwortete: "Sieh mal, ich bin Programmierer. Ich habe keine Zeit für eine Freundin - aber ein sprechender Frosch ist cool..."

 

quelle: noch unbekannt, werde aber bald nachforschen :-)

 

<Spiele das Spiel. Gefährde die Arbeit noch mehr. Such die Gegenüberstellung. Aber sei absichtslos. Vermeide die Hintergedanken. Verschweige nichts. Sei weich und stark. Sei schlau, lass dich ein und verachte den Sieg. Beobachte nicht, prüfe nicht, sondern bleib geistesgegenwärtig bereit für die Zeichen. Sei erschütterbar. Zeig deine Augen, winke die anderen in die Tiefe. Sorge für den Raum und betrachte jeden in seinem Bild. Entscheide nur begeistert. Scheitere ruhig. Vor allem hab Zeit und nehme Umwege. Lass dich ablenken, mach sozusagen Urlaub. Übersehe keinen Baum und kein Wasser. Kehr ein, wo du Lust hast und gönn dir die Sonne. Vergiss die Angehörigen, bestärke die Unbekannten, bücke dich nach Nebensachen, kehre ein in die Menschenleere, pfeif auf das Schicksalsdrama, missachte das Unglück, zerlach den Konflikt. Bewege dich in deinen Eigenfarben, bis du im Recht bist und das Rauschen der Blätter süss wird. Geh über die Dörfer. Ich komme dir nach. Bewege dich in deinen Eigenfarben, bis du im Recht bist und das Rauschen der Blätter süss wird.> (Peter Handke)

 

 Ich hab gerade über die kapitalistische Arbeitswelt nachgedacht, die schon allein wegen ihrer Dominanz und der weltweiten Akzeptanz, das viel Arbeiten das Nonplusultra sein soll und wirkliche Lebensqualität dadurch eben auf der Strecke bleibt....und nicht nur die Lebensqualität, sondern durch dieses Hamsterrad auch kaum Zeit bleibt, Beziehungen überhaupt Artgerecht und natürlich leben zu können. Das klingt jetzt wie im Zoo , oder Tiergarten dieses ARTGERECHT und NATÜRLICH, aber wie wollen die Menschen eine natürliche Lebensweise und Liebesfähigkeit und Empathie entwicklen können, wenn Sie fast alle wie die Bekloppten in einem Hamsterrad malochen, von dem nur ein paar Superreiche wirklich profitieren? So haben wir also lauter entfremdete, übermüdete, teils gehetzte , gestresste Menschen , die dann in eine Beziehung flüchten, um zu hoffen, dort noch etwas Haut, Wärme, Zuneigung, Sinnlichkeit, Sex usw. zu finden. Also lauter Neurotiker/Innen die hoffen noch etwas berechtigte Nestwärme zu finden... Irgendwo , Irgendwann, Irgendwie...Aber wie schon erwähnt schwierig zu Verwirklichen, mit einer auf Geld, Besitz, Konsum, Arbeitswahn und Zeitdruck und Erfolgsmaschine getrimmten Gesellschaft. - Ich selber jobbe nicht so viel, ...nur 3 Tage in der Woche, aber um Überleben zu können, muß ich da eben Samstagnacht ran und für Beziehungen ist Wochenendmaloche, eben auch wieder nicht das wahre. Also hab ich unter der Woche 4,5 Tage für mich und seien wir doch mal ganz ehrlich eine Arbeit zu finden,wo mensch sich total Sebstverwirklichen kann, wo also Arbeit nicht mehr, nur die Funktion hat, möglichst viel Geld zu Verdienen um alles mögliche Bezahlen zu können, was wie Mieten usw. völlig überteuert ist, ist eben kaum zu verwirklichen. Wenn sich wirklich jeder in der Arbeitswelt selbst verwirklichen könnte, würde das System doch gar nicht funktionieren. Also wollen wir unsere , freie Zeit möglichst genießen und das natürlich mit einer vorschriftsmäßigen, durchgeplanten Freizeitindustrie des neoliberalen Konsumkapitalismus und dem obligatorischen Tv-Verblödungsapparat. - Wer das erkannt hat sucht sich Nischen und Risse und vielleicht Freunde und wenn möglich einen Partner, der den Wirtschaftswachstumswahnsinn auch durchschaut und alternative Lebensperspektiven und Alternativen wenigstens für sich selbst , oder gemeinsam tagäglich übt und probiert und versucht auch einfach nur zu Leben, aber eben mit dem Überblick und dem Durchblick. Hoffentlich. Gerold

 

 

Zivilisation! Mein Gott, wie schrecklich sie ist!
Was ist das Leben ohne die freie Befriedigung un-
serer Begierden? Denn wenn sie bedeutet, dass ein
Mann sich zügeln und nachdenken muss, ehe er die
Frau eines anderen begehrt, ist es höchste Zeit
sie abzuschaffen. (...) Warum muß ich in einer Frau,
die Frau eines anderen sehen? Ich bin nicht schuld
daran, daß sie verheiratet sind oder miteinander
leben. Emma Goldmann

 File:Portrait Emma Goldman.jpg

Wolfgang Sterneck:

FREIE LIEBE


Wirkliche Liebe ist ein Gefühl, das viel tiefer geht als all das, was gewöhnlich als Liebe bezeichnet wird. Es beinhaltet den Ausbruch aus dem Vorgegebenen, die Überwindung des Egoismus und die Fähigkeit geben zu können. Es ist eine tiefe innere Verbindung, die sich keineswegs nur auf einen Menschen beschränken muss.

Wirkliche Liebe hat nur wenig gemeinsam mit dem Begriff der Liebe, der uns aufgezwängt wird und den die meisten von uns verinnerlicht haben. Sie hat nichts zu tun mit den Gefängnissen der Beziehungen und der Ehe. Die romantische Liebe, wie sie uns von den Medien immer wieder vermittelt wird, ist von seltenen Ausnahmen abgesehen, eine Illusion. Und die, die daran glauben, täuschen sich letztlich nur selbst.

Die meisten herkömmlichen Beziehungen gleichen schon nach kurzer Zeit einer Straße, deren Verlauf vorgeben ist und unter dem Beton alles Leben vergräbt bis sie in einer Sackgasse endet.

Eine offene Beziehung zwischen zwei Menschen, die auf der Vorstellung der freien Liebe basiert, entspricht dagegen zwei Wegen, die sich kreuzen. Sie verlaufen zeitweise nebeneinander und werden phasenweise zu einem, beinhalten aber immer wieder Strecken, in denen sie sich trennen, zum Teil weit voneinander entfernen oder vielleicht sogar verschiedenen Richtungen einnehmen, um dann an bestimmten Orten wieder zusammenzufinden.


Es ist fast unmöglich die Bedürfnisse nach Kontakt und Austausch, nach Zärtlichkeit und Sexualität über einen längeren Zeitraum auf einen Menschen zu fixieren - es ist auch nicht notwendig. Vielmehr ist es durchaus möglich und selbstverständlich zu mehreren Menschen ein Gefühl tiefer Zuneigung und Wärme zu empfinden, vielleicht sogar jede und jeden von ihnen auf eine eigene Weise zu lieben.

Wenn nach der anfänglichen Phase des Verliebtseins, indem sich oft alle Empfindungen auf die entsprechende Person konzentrieren, die Gefühle füreinander nachlassen oder sich verändern, und auch wieder andere Menschen interessant werden, dann stellt sich die Frage, ob Fesseln angelegt werden oder versucht wird mit diesen Bedürfnissen offen umzugehen.


Die Idee einer offenen Beziehung beinhaltet das Bestreben diese Gefühle zuzulassen und nicht zu unterdrücken. Das heißt konkret, der Partnerin oder dem Partner die Möglichkeit zu geben mit anderen engeren Kontakt zu haben, sich selbstverständlich mit einer anderen Person zu treffen, vielleicht auch Zärtlichkeiten auszutauschen oder miteinander zu schlafen.

Auch wenn es in der bestehenden Gesellschaft normal ist, so hat im Grunde niemand, auch kein Beziehungspartner oder -partnerin das Recht, dies zu untersagen. Wer es dennoch tut, offenbart im Grunde nur den eigenen Egoismus indem versucht wird, die angeblich so geliebte Person einzuschränken und deren Gefühle zu unterdrücken. Eifersucht hat nur wenig mit Liebe zu tun, sondern vielmehr mit Besitzgier und Verlustangst.

Das herrschende System basiert auf der Idee des Besitzes von materiellen Dingen wie auch von Menschen, von deren Arbeitskraft, von deren Wissen, von deren Gefühlen. Gesellschaften, die kein Privateigentum kannten, die davon ausgingen, dass beispielsweise keine Person ein Stück Land besitzen kann, weil es gleichzeitig allen und niemanden gehört, die kannten auch keinen eheähnlichen Besitzanspruch und sie kannten auch keine Eifersucht.


Eine wesentliche Voraussetzung für eine offene Beziehung ist die Bereitschaft auf andere einzugehen, aber auch in sich selbst hineinzuschauen, sich mit eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen und diese zu hinterfragen. Wichtig ist dabei, dass gleichermaßen die eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche, sowie die Ängste und Schwächen gezeigt werden, darüber offen geredet wird und gemeinsam nach einem Weg gesucht wird. Gerade Männern, denen vielfach noch eingeredet wird, dass Männlichkeit Härte und Gefühllosigkeit bedeutet, fällt dies oftmals sehr schwer.

Wenn Du ehrlich zu Dir bist, dann stellst Du schnell fest, dass Du in Deiner derzeitigen Beziehung oder in ehemaligen zumindest zeitweise tiefere Empfindungen für Menschen außerhalb dieses Verhältnisses gehabt hast. - Warum diese Gefühle unterdrücken, warum sich nicht dazu bekennen und die Möglichkeiten schaffen sie auszuleben? Warum bindet Ihr Euch so eng aneinander und geht nicht weiterhin Euren eigenen Weg, um in bestimmten Momenten, über deren Tiefe und Länge Ihr frei entscheiden könnt, zusammen zu kommen, ohne Euch gegenseitig Eure Freiheit zu nehmen?

Es ist ein langer Prozess, der seine Zeit braucht und sicherlich auch mit Schmerzen verbunden sein wird. Zu viel haben wir von frühester Kindheit an verinnerlicht und zu allgegenwärtig ist die scheinbar so selbstverständliche Darstellung des Besitzdenkens. Aber was haben wir zu verlieren? Schau Dich um, sicherlich sind fast alle festen Beziehungen, die Du kennst, immer wieder davon geprägt, daß der Partner oder die Partnerin entweder einen Teil ihrer Gefühle unterdrückt oder sie heimlich auslebt. Die Alternative heißt offen sein, keine künstlichen Barrieren aufbauen, sondern sich im Fluss befinden. - Geben und das nehmen was freiwillig gegeben wird.

Wenn Du in die Gesichter der Menschen blickst, die mit Dir in der Bahn sitzen, oder wenn Du Dir bewusst die Reklamefassaden anschaust, dann wirst Du mehr und mehr spüren, wie wichtig es ist, dass wir uns einem veränderten Verständnis von Liebe öffnen und ihre Wärme der fast allgegenwärtigen gesellschaftlichen Kälte entgegenstellen.

aus dem Buch:

Wolfgang Sterneck (Hg.) / Cybertribe-Visionen

KomistA / Nachtschatten • ISBN 3-928988-04-2

www.sterneck.net/komista/visionen

 

 Anarchismus, Syndikalismus und Frauenemanzipation

Die Allianz verfolgte nicht nur die "politische, wirtschaftliche und soziale
Gleichstellung der Klassen", sondern auch der "Individuen beiderlei Ge-
schlechts". Allein eine freiheitliche und sozialistische Gesellschaft könne
ernsthaft garantieren, dass "eure (der Frauen) Rechte...die gleichen...wie die
der Männer" sein werden, und nur sie könne Frauen wirtschaftlich unabhängig
machen und eröffne ihnen die "die Möglichkeit einer menschlichen Existenz".
In der anarchistischen Gesellschaft würde das autoritäre "Rechtskonstrukt Fa-
milie", zusammen mit dem Privateigentum und dem Staat, abgeschafft und die
Leute könnten auch "ausserhalb der Religion oder der Ehe zusammenleben.
Die althergebrachten Einschränkungen der vollen sexuellen Freiheit der Frauen
würden dann nicht länger existieren.
Die neue Gesellschaft würde das Recht aller Leute anerkennen, "sich nach
eigenem Willen...zu vereinigen und zu trennen";Beziehungen gründeten auf
der "vollen Freiheit" der Partner:
"Weder  die Gewalt der Leidenschaft, noch in der Vergangenheit freiwillig ein-
geräumte Rechte, dürfen als Entschuldigung eines Angriffs des einen Teils gegen
die Freiheit des anderen dienen - und jedes solche Attentat würde als Verbrechen
betrachtet werden."
Die wirtschaftliche Abhängigkeit der Frau vom Mann würde abgeschafft mittels
eines Systems, welches "den Unterhalt, die Beaufsichtigung, Erziehung und den
Unterricht der Kinder von Geburt bis zu ihrer Mündigkeit garantiert.
Die Kinder gehören sich selbst und ihrer künftigen Freiheit.
Obgleich sie in der Familie aufgezogen würden, bis sie alt genug sind, um sich
selbst zu kümmern, könnte das Sorgerecht  von der Kommune an sich gezogen
werden, sollten die Kinder Missbrauch oder eine Behandlung erfahren, die sie
"demoralisieren oder ihre Entwicklung schädigen könnten."
In der Jugend müsse es ihnen erlaubt sein ihren Beruf frei zu wählen, entsprechend
ihren Fähigkeiten und Neigungen, wobei sie beraten, aufgeklärt, aber nicht ge-
zwungen werden sollten.
SCHWARZE FLAMME - Seite 405-406 (Revolutionäre Klassenpolitik im Anarchismus
und Syndikalismus LUCIEN VAN DER WALT / MICHAEL SCHMIDT
Edition Nautilus

 

 

 Wieder mal über die Liebe nachgedacht.

Wenn Du wieder mal einer Frau begegnest, die Dir gefällt(...)

Gefällt Sie Dir?

Willst Du Sie nur Lieben und sonst erstmal nichts?

Sag es Ihr.

Egal wie alt Sie ist.

Denke nicht weiter nach.

Folge Deiner Intuition, oder besser Deinem Gefühl.

Sei wie Du bist.

Sei selbstbewußt.

Was hast Du zu verlieren?

Zweifle nicht an Dir.

Vergleiche Dich nicht mit anderen.

Du bist einmalig.

Glaube an Dich.

Sag es Ihr.

Pussy Riot Girl

The face of the dangerous subversion of state: A Pussy Riot girl behind bars.

Das Du Sie lieben willst.

Am besten gleich. Egal wo.

Und wenn Sie Dich auslacht?

Na und. Sei froh. - Dann ist Sie sowieso zu blöd für Dich.

Und wenn Sie Dir Probleme gibt.

Dann sei auch froh. Was willst Du mit einem Problem?

Und wenn Sie nur eine monogame Beziehung will?

Dann sei froh. Sonst würdest Du gefesselt und geknebelt werden.

Nicht, daß Du Dir keine Partnerin vorstellen könntest, aber doch nur

wenn Sie in Deinen Möglichkeiten und Träumen und Visionen - Platz findet.

Und wenn Sie auch nur Liebe will?

Dann ist alles ok. - Und wenn Sie gerade im Gefängnis eingesperrt ist?- Dann warte auf Sie!

 

 Bei Verliebten schüttet das Gehirn verschiedene chemische

Substanzen aus, die Euphorie sowie die Neigung hervorrufen,

über jemanden zu Phantasieren.

Weil diese Substanzen nur begrenzte Zeit (bis zu zwei Jahre)

im Körper bleiben, verwandeln sich romantische Phantasien

und euphorische Stimmungen alsbald entweder in eine unaufge-

regte Anhänglichkeit oder, für manche, in eine Enttäuschung.

(Quelle - EVA ILLOUZ - Warum Liebe weh tut - Seite 387)


Ich denke "mensch" hat nun durch diese wissenschaftliche

Erkenntnis, vielleicht nun die Wahl eine "Offene Beziehung"

weiter zu Gestalten, also "Freie Liebe" mit einem Partner zu

Verwirklichen, was bestimmt nicht einfach in unserer Gesell-

schaft zu Leben ist, eben schon deswegen, weil "mensch" ja

auch durch die Erziehung & die Meinung seiner Mitmenschen

geprägt ist und als weitere Varianten bleiben dann noch

die langweilig gewordene, monogame Beziehung bis zum bitteren

Ende, oder eben so gut wie möglich weiter zu Genießen und

wenn "mensch" das alles, (wie mich zur Zeit)... nur noch nervt,

ein angenehmes Singleleben zu Relaxen, bis mir wieder mal

eine Traumfrau, meine Wege kreuzt und meinen Lebensentwurf

 durcheinanderbringt?

(Gerold Flock)

 

 

 

 Die Befreiung der Gesellschaft von den Männlichkeiten

Die Diskussion um die soziale Konstruktion von Geschlecht hat mich
in dieser Denkrichtung bestätigt und radikalisiert.
Was ich mir für uns Anarchisten wünsche ist ein radikaler Abbau
von männlicher Selbstsicherheit und seine Ersetzung durch Selbst-
bewußtsein.  Unter Selbstsicherheit verstehe ich eine Stärke, die
auf der Gewißheit beruht, alle Angriffe zurückschlagen zu können;
unter Selbstbewußtsein verstehe ich die Stärke, die auf der Gewiß-
heit beruht, sich selbst infrage stellen und befreien zu können.
Selbstsicherheit basiert auf männlicher Panzerung,  Selbstbewußtsein
auf der Erfahrung, ohne diesen Panzer leben zu können.
Selbstbewußtsein ist der ständige Versuch, ehrlich zu sich zu sein.
Gleichzeitig heißt dies aber auch, sich selbst und andere Männer bei
der Konstruktion von Männlichkeit immer wieder auf frischer Tat
zu ertappen.
Diese Unterscheidung zwischen Selbstsicherheit (Schneid, Tapferkeit...)
und Selbstbewußtsein ist ähnlich, aber nicht geschlechtsspezifisch,
schon einmal von Erich Fromm unterschieden worden:
in Haben oder Sein.
Erich Landrocker mit Hilfe von Petz und der Utopiegruppe Münster
SCHWARZER FADEN Nr, 58
Der Artikel hat 4 Seiten, ich hab hier hoffentlich das Wesentliche,
oder die Essenz zitiert. G.F.

Datei:Sf head.jpg

 (Hier findet Ihr Texte über die Liebe, nicht nur zum Thema der Freien Liebe. - Hier ist auch die Plauderecke für Eingestürzte Zweierbeziehungen)


 
[Bild: 2nuhw88.jpg]


 

 Sinnlichkeit und Geld?
Ja. Das ist immer gut, wenn die Sinnlichkeit nicht zu teuer kommt. - Ich bin eh nicht der Typ, der nach einer sinnlichen Frau aufwendig sucht. - Viel zu zeitaufwendig. Ich hab gerade darüber nachgedacht, daß wenn ich Nähe brauche, ich einfach auf gut Glück, die nächstbeste Frau, die mir gefällt und die meinen Weg zufällig kreuzt, darauf aufmerksam mache, daß Sinnlichkeit jetzt gerade momentan wirklich angebracht wäre. - Eine Freundin die gemeinsame Interessen, auch in anderen Angelegenheiten teilt, wäre mir natürlich lieber. - Aber Suchen nimmt mir zuviel Zeit in Anspruch, die ich für andere Aktivitäten brauche. Alles klar? Aber vielleicht hilft mir ja das Buch von John Cowper Powys - VERTEIDIGUNG DER SINNLICHKEIT bei meinem Problem da weiter? Danke.

 Anarchist History

 Liebe? - Die hat mich schon immer verwirrt die liebe Liebe...und damit ich in Zukunft nicht mehr gar so verwirrt bin, hab ich diese Texte, die nicht von mir sind gesammelt. Hoffentlich hilft´s!- Liebe hat nichts mit Besitzen wollen zu tun und ich hab ja auch so meine Erfahrungen gesammelt und  Frauen bzw. Männer sind ja glücklicherweise verschieden und nicht alle neurotisch, krankhaft eifersüchtig. Ja. Die Eifersucht hat was mit Besitzen wollen zu tun und mit Verlustangst und wenn sich da die richtigen Zwei treffen, dann kann das so richtig chaotisch sein und enden und mit Liebe hat dann so ein Dilemma, absolut nichts mehr zu tun, eher mit Blödheit.

Was ich noch selber zu dem Thema denke? - Aus Erfahrungen zu Lernen ist das Dümmste, aber manchmal geht das Leben und die Liebe eben nicht anders und besser "mensch" lernt aus seinen Erfahrungen und Fehlern als nie. - Leider gibt es Menschen die auch nach der 20.Liebesaffäre, immer wieder  die gleichen Fehler wiederholen und erwarten, daß nur der jeweilige Partner, sich doch gefälligst ändern soll. - Die Liebe ist wie das Leben ein lebenslanges Lernen und wer sich nicht verändern und verbessern will, ist eben für die Liebe ungeeignet.

 Manche verwechseln auch das Verliebtsein mit Liebe. - Liebe ist leider manchmal deswegen ziemlich egoistisch und das es gar keine wirkliche Liebe war oder ist, sondern nur Egosimus , oder Dilletantismus, oder nur eine Erwartungshaltung...das merkt "mensch" manchmal erst, wenn es zu spät ist.

Verliebtsein und dieser ganze daraus resultierende erotische Hormonwahnsinn, ist ja ziemlich schön und gut und prickelnd, aber der Arbeits-Alltagstrott kommt bestimmt und holt Dich zurück in die harte Realität, wenn Du dann die Falsche, den Falschen erwischt hast, der/die Liebe mit Verliebtsein, oder nur mit seinen eigenen Erwartungen verwechselt und nicht realisiert hat, daß Gefühle genauso mal Mehr und mal Weniger im Alltagsleben sind, dann hast Du schon verloren und verduftest am Besten ganz schnell  und wenn mensch denkt, eine Liebesbeziehung ginge nur ohne Streit, der bleibt besser Single. - Denn wie will mensch sich Zusammenraufen und die Bedürfnisse des Partners sonst reflektieren? Ein Leben nur in Harmonie, wäre übrigens auch ziemlich langweilig und manche Verlierer/innen beenden Beziehungen ja oft auch nur, aus Angst abgelehnt und betrogen zu werden.

Eine Liebe  , oder Partnerschaft,  die nicht auf der Basis von gegenseitigen Vertrauen und Respekt beruht, ist dem Untergang geweiht. - Liebt Euch mehr... und dennoch braucht "mensch"  seinen Freiraum, Zeit für Selbstverwirklichung, eigene Freunde/innen und Glück. - Ich brauch mir nur diese eingemauerten Familien anzusehen, dann wird mir klar, das es keinen Sinn haben kann, sein Liebesleben auf den Fernsehapparat als einzigen Zusatzkontakt und die Arbeitskollegen/Innen und den Kegelverein zu beschränken. Tja. G.F.

 

 

 Wir können etwas bereuen, auch wenn wir genau wissen,
dass wir im Moment des Fehlverhaltens schlichtweg keine
andere Wahl hatten. Dadurch behalten wir einen klaren Kopf,
wenn es darum geht, zu analysieren, was wir wann, wo, wie
falsch gemacht haben. Statt um unser ach so böses Selbst zu
zirkulieren, können wir uns darauf konzentrieren, wie wir den
verursachten Schaden vielleicht wiedergutmachen können, oder
zumindest daran arbeiten, ähnliches Fehlverhalten in der Zukunft
zu vermeiden.
Es gibt in meinem Leben einiges was ich bereue: verpasste Chancen,
die ich besser hätte nutzen sollen, vor allem aber Verhaltens-
weisen, mit ich andere Menschen unnötig verletzte.
Manches wünschte ich mir ungeschehen machen zu können.
Doch dies ist nicht möglich. Was ich jedoch kann ist Folgendes:
Ich kann mich selbst dahingehend weiterentwicklen, dass ich
künftig die Gelegenheiten, die sich mir bieten, besser nutze und
Verhaltensweisen, die andere schädigen, unterlasse.
Ich kann meine Vergangenheit nicht verändern, aber ich
kann daran arbeiten, in Zukunft klüger, vernünftiger, verständnis-
voller, liebevoller zu sein, als ich es war und jetzt noch bin.
Reuegefühle sind ein wichtiger Anstoßgeber für die persönliche
Weiterentwicklung, Schuldgefühle hingegen stehen ihr im Wege.
http://www.schmidt-salomon.de/jvgub/home1.htm

 

 

Der Mensch, den du liebst, wird Liebe oder eure Beziehung nicht auf genau die gleiche Weise sehen wie du selbst. Er hat vielleicht eine andere Vorstellung davon, wie die Beziehung sein sollte, wie man sich mit Problemen auseinandersetzt, wann und wie ihr Sex haben solltet oder was es überhaupt bedeutet, eine Beziehung zu haben.

Vielleicht ist für deine/n Liebste/n das Wichtigste an der Liebe einfach nur, dass du da bist, dass er/sie jeden Tag und jede Nacht zu dir kommen kann. Vielleicht bedeutet es dir aber viel mehr, dass sie/er dir ihre/seine besondere Aufmerksamkeit schenkt, dass er/sie Koseworte sagt, Blumen mitbringt oder an deinen Geburtstag denkt. Vielleicht benehmt ihr euch in Krisensituationen völlig unterschiedlich: Er geht zum Sport, um sich abzureagieren, sie redet stundenlang mit ihrer besten Freundin.

Es ist von grundlegender Bedeutung für jede Liebesbeziehung, zu verstehen, dass dein Partner/deine Partnerin nicht dieselben Gefühle hat wie du und dass du ihm/ihr erlaubst, seiner/ihrer Wahrheit entsprechend zu leben.

Daphne Rose

 

  Hast Du jemals geliebt? Fürchterlich oder?
Es macht dich so verletzlich.
Es öffnet deine Brust, und es öffnet dein Herz, und es bedeutet,
daß jemand in dich eindringen und dich fertig machen kann.
Du baust all diese Abwehrstellungen auf,
du machst dir eine Rüstung zurecht,
dass dich niemand verletzen kann - und dann
kommt so eine blöde Figur, die sich durch rein gar nichts
von irgendeiner anderen blöden Figur unterscheidet, und die
spaziert in dein blödes Leben...
Und das gibt ihr ein Stück von dir.
Dabei haben die nicht einmal danach gefragt.
Eines Tages haben sie etwas Dämliches gemacht, zum Beispiel dich geküsst
oder dich angelächelt und mit einem Schlag ist dein Leben nicht mehr deins.
Die Liebe nimmt Geiseln.
Sie dringt in dich ein.
Sie frißt dich auf und lässt dich in der Nacht weinend zurück;
ein einfacher Satz wie:
Vielleicht sollten wir Freunde bleiben wird zu einer Scherbe aus Glass,
die dir tief ins Herz schneidet.
Es tut weh, das ist ein Schmerz, der in dich rein greift und dich in
Stücke reißt, ich hasse die Liebe. NEIL GAIMAN


 


Oh, dankeschön... menschlich sein ist ein schönes Kompliment, ich gebe das gern an Dich zurück! Ich musste auf Deinen Beitrag vorhin antworten, weil er mir wirklich ins Herz gestochen hat. Es
hätten meine Gedanken sein können, und ich fühl
e mich grundsätzlich zu Menschen hingezogen, deren Gedanken auf mich attraktiv wirken, weil sie für mich verständlich und nachvollziehbar sind. Diese Mischung aus kognitiver und emotionaler Intelligenz, die ich da durchgelesen habe, hat eine immens erotische Wirkung, wenn ich das mal so sagen darf. So, nu isses aber gut, sonst laufen wir heute nur noch mit hochrotem Köpfchen durch die Gegend. (womit das Problem der Wärmeerzeugung schonmal vom Tisch wäre... grins!)

 

Liebe gründet sich auf Gleichberechtigung und Freiheit!

 Enttäuschungen in Beziehungen können uns als Meilensteine auf dem Weg zu uns selbst dienen – wenn wir aus dem „Opfer-Bewusstsein“ aussteigen

Der Wunsch nach einem Partner beruht zunächst und in den meisten Fällen auf dem Wunsch nach Sicherheit in einer im Außen unsicher erscheinenden Welt und auf der Angst, evtl. allein zu bleiben. Wir wollen zu jemandem gehören und einen Menschen für uns allein

haben, um mit ihm Geborgenheit, Freude und andere schöne Gefühle zu erleben.

Zu Anfang der Beziehung scheint der Andere uns das auch bieten zu können, bis wir entdecken, dass er unsere Wünsche nicht alle erfüllen kann, dass er unserem Ideal-Wunsch-Bild nicht entspricht und auch voller Emotionen steckt, die wir bei ihm auslösen und dass er auch bei uns die ‚Knöpfe’ drückt.

Diese Ent-Deckungen und Ent-Täuschungen sind wichtige Erfahrungen und Meilensteine auf dem Weg, uns selbst und vor allem unsere Innenwelt kennenzulernen und zu klären, der sich nur wenige bewusst sind. Hierzu gehören unsere von uns abgelehnten, verdrängten und verleugneten Gefühle wie Angst, Minderwertigkeit, Scham, Schuld, Neid, Eifersucht, Wut, Ohnmacht u.a. – es sind die Gefühle des Kindes in uns. Und hierzu gehören die vielfältigen Verstrickungen mit Mutter, Vater und den Geschwistern, die wir im ersten Jahrzehnt unseres Lebens zusammen mit diesen erschufen.

Solange wir mit diesen Schlüsselpersonen unserer Kindheit nicht Frieden geschlossen und erkannt haben, dass Sie nicht anders konnten (so wie wir selbst auch nicht) und unsere Urteile Ihnen gegenüber zurückgenommen haben, solange wiederholen wir diese leidvolle Vergangenheit in unseren Partnerschaften, bis wir aufwachen, die Zusammenhänge erkennen und uns selbst zum ersten Liebespartner werden.

 Jedes mal wenn wir Zeugen einer Ungerechtigkeit werden und nicht handeln, trainieren wir
unseren Charakter dazu, in ihrem Angesicht passiv zu sein, und verlieren dadurch schließlich
jede Fähigkeit, uns und diejenigen, die wir lieben, zu verteidigen. In einer modernen Wirtschaft
ist es unmöglich, sich von Ungerechtigkeiten abzuschotten.(...)
Wenn wir Grips oder Mut haben, dann ist es das ein Segen, und wir sind berufen, diese Eigen-
schaften nicht zu vergeuden, indem wir mit offenem Mund die Ideen anderer begaffen,
Weitpinkelwettbewerbe gewinnen, die Effizienz des neokorporativen Staates verbessern oder uns
in Obskurisitäten verlieren, sondern statt dessen die Kraft unserer Talente gegen die stärksten
Feinde der Liebe unter Beweis stellen, die wir finden können.(...)
Vielleicht wird es mir als altem Mann Trost spenden, in einem Labor herumzuwerkeln und an
Sommerabenden freundliche Gespräche mit Studenten zu führen, und ich werde Leid ganz
unbekümmert hinnehmen. Aber nicht jetzt: Männer in ihren Blütejahren sind, wenn sie  Über-
zeugungen haben, aufgefordert, nach ihnen zu handeln. (Julian Assange)

 

 Die Liebe ist die Verächterin aller Gesetze, aller Vorschriften (...) Wenn die Welt jemals Gleichheit & Einigkeit hervorbringen wird, wird es nicht mehr die Ehe, sondern nur noch Liebe geben!Emma Goldmann

 

 Für die Liebe allein ist es, daß Menschen geboren werden...und nur der Liebe wegen ist es, daß sie leben. Was auch immer man an Würden, Ehren, Verdiensten, Ruhm & Reichtum erworben haben mag, verglichen mit der Liebe zählt es nichts. B. Traven


 

  "Die Ideologie des Konsums drängt darauf, den Umstand, daß Emotionen von der Familie auf die Arbeit übertragen werden, auf Dauer zu stellen. Wenn sie täglich drei Stunden (der Hälfte ihrer Freizeit) vor dem Fernsehen sitzen, dann werden die Arbeiter mit Werbespots bombadiert, in denen ihnen eingeredet wird, sie "brauchten" noch mehr Dinge. Um diese zu kaufen, benötigen sie mehr Geld. Um mehr Geld zu verdienen, müssen sie länger arbeiten. Da sie infolge dessen länger von zu Hause weg sind, entschädigen sie ihre Lieben mit Geschenken, die wiederum Geld kosten. Sie machen Liebe zu Geld. Und der Kreislauf beginnt von vorn.  (Quelle - Zygmiunt Baumann)

 Wie abhängig ist das kapitalistische System vom blinden Vertrauen in sein Funktionieren? Was geschieht, wenn dieses Vertrauen auf einmal – wie in der Finanzkrise – Risse bekommt? Wie verflochten sind ökonomische Produktionsweisen und emotionale Beziehungsmechanismen? Wie sehr unterwandert der Kapitalismus mit seiner Forderung nach dem »flexiblen Menschen« stabile Bindungen und Emotionen des modernen Menschen? Wie sehr ist die Gefühlswelt wiederum produziert und kontrolliert durch ökonomische Ideologien der Individualisierung und der Möglichkeit der Erfindung und Neu-Erfindung des modernen Subjekts?
Gerade deswegen hat sich der betriebswirtschaftliche Sparwahn bis in das Alltagsleben ausgedehnt. Nicht nur Schulen, wissenschaftliche Institute, Theater oder Kinderläden sollen wie Unternehmen geführt und nach Gesichtspunkten der Kostensenkung ausgerichtet werden, sondern auch persönliche Beziehungen. Sogar der einzelne Mensch gilt als Betriebswirtschaft auf zwei Beinen und wird in Tests (z.B. der Arbeitsverwaltung) auf die zweckfreien „Rationalisierungspotentiale“ seiner Lebensführung hingewiesen. Die satirische Parole „Schlaf schneller, Genosse“ erscheint als tierischer Ernst des Krisenkapitalismus; der allgemeine Druck einer inhaltslosen „Steigerung der Effizienz“ hat die Dimension einer gesellschaftlichen Zwangsneurose angenommen.

Streetart (10)

 

 Mit der Zeit lernst Du,
dass eine Hand halten nicht dasselbe ist
wie eine Seele zu berühren
Und dass Liebe nicht Anlehnen bedeutet
und Begleitung nicht Sicherheit
Du lernst allmählich,
dass Küsse keine Verträge sind
und Geschenke keine Versprechen
Und Du beginnst,
Deine Niederlagen erhobenen Hauptes
und offenen Auges hinzunehmen
mit der Würde des Erwachsenen,
nicht maulend wie ein Kind
Und Du lernst,
all Deine Straßen auf dem Heute zu bauen,
weil das Morgen
ein zu unsicherer Boden ist
Mit der Zeit erkennst Du,
dass sogar Sonnenschein brennt,
wenn Du zuviel davon abbekommst
Also bestell Deinen Garten
und schmücke selbst
Dir die Seele mit Blumen,
statt darauf zu warten,
dass andere Dir Kränze flechten
Und bedenke,
dass Du wirklich standhalten kannst ...
und wirklich stark bist.
Und dass Du Deinen eigenen Wert hast.

(Kelly Priest)


 »Wenn wir wieder in den Wäldern lieben, werden wir zittern vor Kälte und Furcht. Doch wir werden Dinge erleben, so dass wir uns selbst nicht mehr kennen; kühles, wahres Leben wird sich auf uns stürzen, und Leidenschaft wird unseren Körper mit Kraft erfüllen. Mit neuer Kraft werden wir aufstampfen, und alles Alte wird abfallen. Wir werden lachen, und Gesetze werden sich kräuseln wie verbranntes Papier.«



 

 

 Weder die Evolutionsbiologie noch irgendein anderes wissenschaftliches Feld,

kann viel über das Phänomen Liebe aussagen. Natürlich können wir einiges über

die Bedeutung von Hormonen und deren Auswirkungen auf unsere Gefühle lernen.

Aber wirken sich die nackten Schlussfolgerungen aus der Evolution irgendwie

auf die Liebe aus, die ich für meine Familie empfinde?

Führen sie dazu, dass ich eher das Gesetz breche oder den Erwartungen der Gesellschaft

trotze? Nein. Es ist einfach ein unzulässiger Schluss, dass die menschlichen Beziehungen

sinnlos wären, nur weil wir in einem gottlosen Universums leben, das von den Gesetzen

der Biologie bestimmt ist.

Die Menschen geben fast jedem Aspekt des Lebens einen Sinn.

Dieses Gespür für Sinn und Zweck gibt uns eine Gebrauchsanweisung dafür, wie man ein

gutes Leben führt. Diese Anleitung entsteht von sich aus aus den Wechselbeziehungen

zwischen Menschen, die in Gesellschaften zusammenleben und die gemeinsam überlegen,

wie man am besten zurechtkommt.



Das erfordert keinen Gott oder einen heiligen Text.

Naturalistisch betrachtet, verlangt das Wissen, das in dem Streben nach einem guten Leben

erworben wurde, nach weiterer Beobachtung und Überprüfung. das Leben befindet sich ständig

im Wandel, und wenn man Fehler erkennt, kann das zu ihrer Korrektur führen.

Wir sollten das Leben genießen und das Beste daraus machen, nicht, weil wir ständig in

Angst davor leben, was in einem mythischen Jenseits passieren könnte, sondern weil wir

nur diese eine Gelegenheit zu leben haben.


Es gibt noch einen anderen Aspekt des Lebens, in dem die Menschen glauben müssen.

Von einigen wenigen sehr bedauernswerten Menschen ausgenommen, haben die meisten an

irgendeinem Punkt im Leben eine Liebesbeziehung. Diese Beziehungen überschreiten unsere

gewöhnlichen Beziehungen zu anderen Menschen. Empathie ist beispielsweise eine Komponente

der Liebe,



Aber Liebe ist mehr als Empathie. Liebe verändert eine Person. Sie beinhaltet

die Bereitschaft, für jemanden besondere Dinge zu tun, die man für andere nicht tun würde.

Sie bringt das Beste in den Menschen zum Vorschein, aber ich habe auch gesehen, wie sie

das Schlechteste in ihnen hervorbringen kann.

Es ist ein Wunder, dass so viele Lieder sich um das Hochgefühl, aber auch um den Herzschmerz

der Liebe drehen.

Liebe verlangt Glauben. Im Zusammensein mit denen, die wir lieben, sind Beweise sinnlos.

Mein Gefühl der Liebe ist subjektiv und kann von niemand anderem überprüft werden.

Liebe ist ein einzigartiges Gefühl und kann nur von der Person erfahren werden,

die Liebe empfindet. Die einzige Person auf der Welt, die fähig ist, diese besondere

subjektive Erfahrung mit mir zu teilen.

Liebe enthüllt eine andere Form von Glauben an Gott, den die meisten Religionen verlangen.

Sie basiert auf einer Subjektivität, die nur für die beiden Menschen Geltung hat,

die behaupten, sich zu lieben.

Liebe kann nicht als empririscher Fakt überprüft werden.

Liebe ist kien Fakt - sie ist ein permanentes Glücksspiel.

Aber ich habe gelernt, dass es Möglichkeiten gibt, seine Chancen zu verbessern.

Genau wie bei dem Sprung in den Pit, wenn ich Recht darauf spekuliere, dass mein Publikum

mich auffangen wird, baut mein Glauben teilweise auf Selbstsicherheit auf und teilweise

auf der Art und Weise, wie mir signalisiert wird, das Liebe in einer Beziehung zutiefst

wichtig ist.


In diesem Sinne bin ich eine gläubige Person.




Die Kombination von unserem Mitwirken in dichten sozialen Netzwerken einerseits und unserer

Unabhängkigkeit als Individuen andererseits birgt Spannungen. Soziale Erwartungen können

erdrückend sein.

Wie können wir uns dagegen wehren, bloße Zahnräder im großen Getriebe der sozialen Mechanismen

zu sein, die der Gesellschaft zugrunde liegen?

Meine Antwort ist einfach. Wir müssen unsere Kreativität entfalten und aufhören, sie zu

bekämpfen. Wenn sich unerwartete Dinge ereignen, seien es Tragödien oder Möglichkeiten,

dann müssen wir kluge Entscheidungen treffen, die zu kreativen Ergebnissen führen.

Jeder von uns vefügt durch seine Handlungen und seine Worte über das Potenzial, um in der

Welt einen Eindruck zu hinterlassen. Egal, ob jemand ein Elternteil ist, der ein Kind

großzieht, ein Priester, der eine Predigt hält, ein Maurer, der eine Wand hochzieht,

ein Biologe, der die Natur erforscht, ein Autor, der ein Buch schreibt, oder ein Professor,

der einen Kurs gibt, es bestanden noch nie mehr Möglichkeiten für Menschen, um ihre Ideen

mit anderen zu teilen.


Meiner Meinung nach gibt es keine andere Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod, als dass

sich die Leute, die man bewegt hat, an einen erinnern, daran, was jemand gemacht hat,

und an die Ideen, die jemand hatte.

Doch man muß keine Berühmtheit, oder auch keine Person des öffentlichen Lebens sein,

um diese Art des Fortlebens nach dem Tod zu gewährleisten. Dazu reicht es, die Beziehungen

zu verbessern, die jemand bereits hat. Wer dies tut, kann zuversichtlich sein, das er Teil

von etwas wird, das größer ist als er.



Und nach seinem Tod werden die Leute sich an ihn

erinnern, über ihn reden und so die Wirkung auf zukünftige Generationen verstärken.

Kreativität ist eine Herausforderung. Sie verlangt von uns, dass wir vollkommen Mensch

sind - selbstständig, aber doch eingebunden, unabhängig, aber doch voneinander abhängig.

Kreativität schlägt die Brücke über den Konflikt zwischen unserer Individualität und  

unserer Geselligkeit. Sie ist das verbindende Element unserer Spezies, während sie uns

gleichzeitig als einzigartige Individuen kennzeichnet. Wir üben unsere Fähigkeit,

soziale Netzwerke zu verändern, während wir die Netzwerke verstärken und aufwerten.

Das Leben ist ein Akt endloser Kreativität. Mit all seinen schwelenden Tragödien

und gelegentlichen Katastrophen ist das menschliche Leben, wenn man darüber nachdenkt

und es erlebt, eine erstaunliche Sache. Für keinen von uns lag ein besonderer Plan vor,

als wir geboren wurden. Wenn wir die Vorstellung von einem intelligenten Schöpfer,

der uns erschaffen hat, aufgeben, dann können wir jeden Morgen aufwachen und sagen:

Was vorbei ist, ist vorbei.

Wie kann ich heute das Beste aus dem Hier und Jetzt machen?

Das Leben steht niemals still. Trotz aller katastrophalen Tragödien hat das Leben

unermüdlich neue, unvorhersehbare Varianten hervorgebracht. Ich empfinde die Erzählmuster

der Geschichte der Evolution als beruhigend.

Wenn ich etwas erschaffe, dann fühle ich, dass ich Teilnehmer in dem großartigen Schauspiel

des Lebens bin, ein Teil des fortlaufenden kreativen Prozesses des Universums.

Ich weiß nicht, ob dieses Gefühl für die meisten Leute ausreicht, um den Trost, den ihnen

die Religion in ihrem Leben spendet, zu ersetzen, aber für mich reicht es.


Von BAD RELIGION-Sänger und Evolutionsforscher Gregg  Graffin aus seinem Buch ANARCHIE und

EVOLUTION.

 ...das es auf der Welt immer einen Menschen gibt, der auf einen wartet, sei es inmitten
der Wüste oder mitten in einer Großstadt. Und wenn diese Menschen einander begegnen
und ihre Augen sich finden, dann verliert die ganze Vergangenheit und die ganze Zukunft
an Gewicht, und es gibt nur noch diesen Augenblick und diese absolute Gewißheit, daß
alle Dinge unter der Sonne von ein und derselben Hand geschrieben wurden, von der
Hand, welche die Liebe erweckt und die eine Zwillingsseele für jeden Menschen vorgesehen
hat, der unter der Sonne arbeitet, ausruht und Schätze sucht. Denn sonst hätten die Träume
der Menschen nicht den geringsten Sinn.
Paulo Coelho


  Liebe. - Sie ist wohl das stärkste Gefühl, das wir empfinden können: Liebe motiviert unser Handeln, bestimmt unser Miteinander, gibt unserem Leben Sinn- und lässt uns körperlich wie geistig mit einem anderen Menschen verschmelzen. Die Liebe lässt aus Fremden Familie werden. Und erst durch die innige Bindung zu einem anderen Menschen erfüllen wir den vielleicht tiefsten all unserer Wünsche unsere Einsamkeit zu überwinden.


 

Ich fasse den Be griff Tragödie weiter als die meisten Menschen.
Denn ich verstehe darunter eine plötzliche Veränderung von Dingen,
die wir als gegeben betrachten. Diese Veränderung zerstört Leben und
Beziehungen, von denen wir annahmen, dass sie unzerstörbar seien.
Tragische Ereignisse sind überraschende, unvorhergesehene Umbrü-
che, die wir oft nicht verstehen können. Es gibt keine Gewinner bei
Tragödien, nur furchtbaren und unerbittlichen Verlust.
Die Quelle für viele persönliche Tragödien sind soziale Beziehun-
gen. Die universellen Gesetze, die Menschen emotional aneinanderbin-
den, dienen dazu, unseren Glauben in unsere zwischenmenschlichen
Beziehungen zu verstärken. Wir untersuchen beispielsweise selten die
unausgesprochenen Regeln der Liebe. Aber wenn die Liebe stirbt,
eine Ehe endet oder ein Kind mit einem Elternteil zerstritten ist, haben
wir das Gefühl, dass die Gesetze verletzt wurden, und wir empfinden
dies als etwas zutiefst Tragisches.
Ich hatte durchaus einige Beziehungen, die tragisch endeten, und
ich gebe dafür teilweise meinem mangelnden Verständnis die Schuld.
Meine Punker-Freunde und ich konnten zwar tolerant
sein, aber nicht wirklich verständnisvoll. Leider führte dies auch dazu,
dass wir die unterschiedlichen Bedürfnisse und Blickwinkel von Män-
nern und Frauen nicht thematisierten. Auch heute noch kann ich die
speziellen Bedürfnisse von Frauen problemlos tolerieren, ohne diese
Bedürfnisse völlig zu verstehen. Das beeinträchtigte auch meine Fä-
higkeit, ein guter Ehemann zu sein. Mir waren meine Musik, meine
Ausbildung und meine Forschung wichtiger als die Angelegenheiten
meiner Familie. Das Ende meiner ersten Ehe brach mir so richtig das
Herz. Es führte mir zum ersten Mal das Leid vor Augen, das meine
Eltern durchlebt hatten, als sie sich scheiden ließen. An diesem Punkt
nahm ich mir auch ganz fest vor, es unbedingt besser zu machen, wenn
sich wieder einmal die Gelegenheit zu Liebe und Ehe ergeben würde.
Viele Leute betreiben einen enormen emotionalen Aufwand, um
sich selbst einzureden, dass ihnen nichts Tragisches widerfahren ist. Sie
fürchten sich davor, sich ihre Traurigkeit einzugestehen, weil sie sehr
belastend sein und die normalen sozialen Beziehungen stören kann. Es
wird von uns erwartet, dass wir in der Öffentlichkeit unsere Traurigkeit
verbergen. Wir versuchen daher, nicht zu weinen oder unsere Gefühle
zu deutlich zu zeigen. Das ist Teil einer großen Verschwörung. Wenn
jeder die Existenz von tragischen Ereignissen anerkennen würde, dann
würden alle begreifen, wie schmerzhaft das Leben wirklich ist.
Ich habe mir noch nie einreden können, das Schmerz nicht so
schlimm ist. Wenn ich einen großen Verlust erleide, dann tröstet es
mich auch nicht zu wissen, dass andere noch mehr verloren haben,
verwirrter sind oder ihnen schlimmere Dinge widerfahren sind. Meine
Gefühle sind allein meine, und ich kann sie mit den Gefüh-
len anderer vergleichen. Mein Schmerz und der eines anderen werden
immer unterschiedlich sein. Es ist auch möglich, sein Ausmaß zu
messen. Aber den Schmerz zu ignorieren ist völlig irrsinnig.
Manche Menschen denken, dass zu viel öffentlich zur Schau ge-
stellte Empfindsamkeit andere daran hindert, ihre eigene Traurigkeit
zu überwinden. das würde aber ja bedeuten, dass von uns erwartet
wird, anderen dabei zu helfen, ihre Emotionen in den Griff zu bekom-
men, während wir gleichzeitig unser eigenes Bedürfnis nach Mitgefühl
unterdrücken sollen. Das ist nur eine andere Art, die Unmittelbarkeit
von Tragödien zu leugnen. Wir müssen einsehen, dass es keinen Weg
gibt Schmerz zu klassifizieren, wir können ihn nur als allgegenwärti-
gen Bestandteil unseres Lebens ansehen, mit dem wir uns permanent
auseinandersetzen müssen.



Tragödien  sind ebenso ein wesentlicher Bestandteil der Natur und
der Evolution. Niemand kann Naturalist sein und seine Augen vor dem
enormen Ausmaß an Verschwendung, Angst und Tod in der biologi-
schen Welt verschließen. Kann uns aber ein tieferes Verständnis der
Tragödien, die sich in der Natur abspielen, dabei helfen, mit den tragi-
schen Ereignissen in unserem Leben besser umzugehen? Ich habe mir
diese Frage oft gestellt. Das Studium von Fossilien hilft sicherlich we-
nig dabei, Tragödien in Zukunft zu vermeiden. Andererseits kann
das Studium der Geschichte - zum Beispiel das Sammeln von Daten
über vergangene Zivilisationen und deren Zusammenspiel mit der Um-
gebung - wichtig sein, wenn es darum geht, Probleme zu lösen, die
mit gegenwärtigen ökologischen Herausforderungen zu tun haben.
Wenn wir uns einig sind, dass die ökologischen Fehler unserer Vor-
fahren vermieden werden können, dann müssen wir zu dem Schluss
kommen, dass das Wissen über die Geschichte hierbei einen prakti-
schen Nutzen bringt. Kann diese praktische Anwendbarkeit bis in den
Bereich der Naturgeschichte ausgeweitet werden? Ich bin noch nicht
zu einer völlig zufriedenstellenden Antwort gelangt. Aber ich habe ver-
sucht, die Frage zu bejahen. Ich habe die Geschichte des Lebens nicht
nur aus akademischen Interesse untersucht. Für mich hat das Studium
der Vergangenheit auch eine emotionale Komponente.
Ungeeignete Verhaltensweisen kommen im Leben häufig vor, auch
in unserem eigenen. Tragödien dienen keinem höheren Zweck, indem
sie den Weg für Individuen mit größerer Fitness ebnen. Sie treten viel
zufälliger, sinnloser und anarchischer auf, als die meisten Biologen an-
nehmen.



Eine andere Beobachtung ist eine viel bessere Erkärung für den
Tod. Das Leben auf der Erde ist begrenzt. Über sehr lange Zeitspannen
hinweg muss die biologische Kreativität durch biologische Zerstörung
ausgeglichen werden. Wenn dieses Gleichgewicht nicht aufrechter-
halten wird, würde die Welt an ihrem eigenen biologischen Überfluss
ersticken, oder alles Leben würde sehr schnell von ihr verschwinden.
Zu verschiedensten Zeiten in der Vergangenheit überwogen die Mäch-
te der Zerstörung. Doch nach diesen Phasen wurde das Gleichgewicht
schnell wiederhergestellt. Vom Standpunkt der Evolution aus betrach-
tet, benötigen und erhalten Tragödien keine Rechtfertigung. Der Tod
ist nichts anderes als die notwendige Ergänzung zum Leben.
Die fossilen Funde sind ein klarer Beweis für die unausweichliche
Existenz des Todes. Die ganze Geschichte des Lebens auf der Erde
wird dokumentiert durch die Momente des Todes, die als Fossilien für
immer festgehalten werden. Jedes entdeckte Fossil stellt einen einzig-
artigen Schnappschuss in einem Kontinuum biologischer Ereignisse
dar, und dabei liefert der Tod die Schnappschüsse der Vergangenheit
für die zukünftigen Entdecker.
(GREGG GRAFFIN - ANARCHIE UND EVOLUTION - Seiten 126-127-128-129-130
nicht vollständig zitiert.)

Curse – Wahre Liebe Lyric
aus dem Album Feuerwasser

Ihr wißt nicht wer ich bin, hört nur die Schwerter klingen, Curse von Schmerzen singen, die schwersten Gefühle ehrlich in Verse bringen. Warum hört Ihr mir eigentlich zu? das war doch sonst nicht so, damals vor
dem Rap-Ding als nichts ging, nur ich und Du. Den Mädels war ich scheinbar zu uncool, bevor die Hosen baggy waren, vor den Hoodies mit den flashigen Farben, vor den Tagen bevor die Mikros mein Fressen waren, bevor Ihr die Gäste wart auf Parties von Michael Chef in Sessions war. Bevor zu rappen das Fetteste war, waren für mich nur Reste da, jetzt gibt's Catering, Champus und Sex am ersten Abend. Menschen die mich damals vergessen haben sind heute die ersten Namen die sagen: den kenn' ich schon seit den ersten Tagen. Zwar seid Ihr nett zu mir und ich zu Euch, doch glaubt mal nicht, dass Ihr mich täuscht durch Lächeln und Händeschütteln für fettes Zeug.

Glaubt Ihr an die wahre Liebe?
Glaubt Ihr wirklich, dass die Menschen dablieben, wenn die Fassade fiele?
Also, glaubt Ihr an die wahre Liebe? Hem?
Ich tu's erst, wenn ich schließlich in Gottes Armen liege.

Ihr hättet's richtig machen sollen als ich noch klein war, mich komplett vernichten als ich nichts war und geweint hab. Mich immer wieder daran errinern, dass ich nichts wert bin, durch mein Herz dringen, bringt die Selle zum Zerbersten, Ihr hättet's auf die Spitze hoch treiben sollen, so dass ich auch definitiv am Ende kaputt bin und Ihr am Schluss gewinnt. Doch Scheiße, denn Ihr habt's nicht total geschafft. Die Wiederstandskraft des kleinen Jungen zu brechen, so dass er nichts mehr hat, Ihr Wichser habt mich härter gemacht, und wer jetzt lacht ist derselbe wo früher keiner gedacht hat, dass er's bis heute schafft. Doch alles ist gut, es gibt kein böses Blut zwischen mir und Euch, denn der Teufel bestraft uns alle in gleicher Glut. Der gleiche Mut der mich beschützt hat, hat sich gefestigt und stützt mein Rückrad in Zeiten, wo das Leben mich verrückt macht.

Glaubt Ihr an die wahre Liebe?
Glaubt ihr wirklich, dass die Menschen dablieben, wenn die Fassade fiele?
Also, glaubt Ihr an die wahre Liebe? Hem?
Ich tu's erst, wenn ich schließlich in Gottes Armen liege.

Und was ist, wenn die Menschheit erblindet und nicht mehr sieht, dass ich Lederjacken trag' und Charisma hab' beim MCeen? Und was ist wenn all der Fame geht, auf den die Frauen stehen, und ich die Trauer und Tränen von innen nach außen drehe? Ich die Fassade einreiße, Wahres verbreite und deswegen nicht mal eine einzige Scheibe aus den Läden schmeiße? Vielleicht ist auch das Album ohne Hits, die Hitparaden ohne mich, auf VIP Parties paß' ich ja so schon nicht. Die wollen mich eh nicht an der Spitze sehen, wollen mich nicht hören, wenn sie mt GoGo-Gören in Dissen gehen, um Trips zu nehmen. Bin denen eh schon 'n Dorn im Auge, gesegnet mit Gottesglaube und Selbstvertrauen so grandios, dass ich Stahl zerstaube. Und weil ich niemals meinen Arsch verkaufe, lieber meine Nachfahren taufe, trau ich nur Menschen auf deren Pfad ich laufe. Wenn all die Äußerlichkeiten endlich versiegen, steh ich da allein, keine die blieben, keine die wirklich lieben.

Glaubt Ihr an die wahre Liebe?
Glaubt Ihr wirklich, dass die Menschen dablieben, wenn die Fassade fiele?
Also, glaubt Ihr an die wahre Liebe? Hem?
Ich tu's erst, wenn ich schließlich in Gottes Armen liege.


 


 Das Paar ist die letzte Stufe des großen gesellschaftlichen Fiaskos. Es ist die Oase in der Mitte der menschlichen Wüste. Man kommt dorthin, weil man unter  dem Vorzeichen des "Intimen" alles sucht, was so offensichtlich die zeitgenössischen sozialen Beziehungen verlassen hat. Wärme, Einfachheit, Wahrheit, ein Leben ohne Theater und Zuschauer. Aber wenn das verliebte Schwindelgefühl vergangen ist, lässt die "Intimität" ihre alte Kutte fallen: Sie ist selber eine gesellschaftliche Erfindung, sie spricht die Sprache der Frauenzeitschriften und der Psychologie, sie ist wie der Rest mit Strategien gepanzert bis zum Erbrechen. Es gibt dort nicht mehr Wahrheit als anderswo, auch dort herrschen die Lüge und die Grenze der Fremdheit. Und wenn man dort mit Glück diese Wahrheit findet, macht sie ein Teilen erforderlich, das die Form des Paares selbst widerlegt. Das, wodurch Wesen sich lieben, ist genauso gut das, was sie liebenswert macht, und ruiniert die Utopie des Autismus zu zweit. (Quelle - Das Buch "UNSICHTBARES KOMITEE - DER KOMMENDE AUFSTAND)-  (...)

Don't walk behind me; I may not lead. Don't walk in front of me; I may not follow. Just walk beside me and be my friend. (Albert Camus)


Liebe? - Beziehungen-Familie-Arbeitswelt-Politik-Staat & Gesellschaft?
Kann "mensch" das überhaupt noch Trennen?
Ich glaube, daß wenn "mensch" sich heuzutage Gedanken über die Liebe
macht, oder darüber warum Beziehungen oder Familien kaputt gehen,
oder kaputt gegangen sind. Oder Partner sich entfremden? - Das "mensch" dann Familien bzw.
Liebesbeziehungen keinesfalls mehr nur auf das Unvermögen der Paare
eine Beziehung über Jahre zu leben und zu lieben schieben sollte.
Es ist verdammt nochmal auch in großen Bereichen das Arbeitsleben und
somit die Politik, die mitverantwortlich gemacht werden kann, warum Heutzutage
Beziehungen nicht mehr so gut zu Leben sind wie vielleicht in früheren Zeiten.
Einerseits braucht die Regierung der Staat die Familien, um  sich dort
zu etablieren und somit die  Eltern die schon meist Staatsbefürwortend sind
als Erzieher und Jasager.
Und leider Andererseits macht genau die Politik, die Ellebogen- und Konsum- und
Arbeits- Wachstumsgesellschaft Familien und Beziehungen zu einem großen Teil
kaputt.
Liebe ist also wegen der Arbeitshetzewachstumswahngesellschaft und der neoliberalen
Politik ein Tanz auf dem Drahtseil? - Und verdient nicht auch unser Staat mit an den Scheidungen?


 

 

 Schwierig ist aber offensichtlich das Freisein nach der Befreiung! - Liebe ist doch nur ein Scheinbegriff für Handlungsinkompetenz, Selbsttäuschung & ein riesiges Simulationsszenario. - Liebe das fehlgedeuteste Wort der Geschichte. Liebe ist identisch mit Sex. - Und Sex bedeutet nur Bewußtlosigkeit, Vergessen, nicht Denken müssen, Verkrampfung. Täuschung & die Illusion einer Reduktion von Einsamkeit. Beides sind Simulationsinstanzen durch die versucht werden soll, Leere mit Sinn & Bedeutung zu füllen. - Was unterscheidet eine Freundschaft von einer Partnerschaft? Der Unterschied liegt beim Sex. Sexuelle Attraktivität läßt allerdings schneller oder langsamer nach, aber auf jeden Fall läßt sie nach, mit ihr die sogenannte Liebe - d.h. Liebe als Kompsoition aus Freundschaft & Sex - & somit auch das - ideale - Partnergeflecht. Das Konzept der freien Liebe bzw. Partnerschaft bleibt zumeist auch nur Selbstbetrug, im Hinblick auf die Wechselseitigkeit der Freiheit & des Umgangs mit der Freiheit. Und zudem noch die ganz unschönen Leichen in Büchern, Bildern, Filmen, die für die Liebe in den Tod gegangen sind - und da sage noch einer, Liebe sei für die Ewigkeit gemacht. DAS ROMANTISCHE LIEBESVERSTÄNDNIS FÜHRT IN EINE SACKGASSE. Die Idealisierung der romatischen Liebe ist ein riesiger Trug, da der vermeintliche Liebende, in der geliebten Person nur nach dem Ideal der Liebe sucht & dieses unabhängig von der konkreten Person ist, die ihrerseits für die Liebenden nur die mögliche Manifestation der Idee darstellt. Also ist die Suche nach der Liebe in der geliebten Person, das unmenschlichste Bestreben, das es gibt, das beständig auf seine Erfüllung warten muß.


Also streichen wir das Alphabet der Liebes-Phrasen: Liebe, Romantik, Ewigkeit, Treue, Bei-sich-im-Andern, Einheit, Unbedingtheit, Allgegenwärtigkeit. Es bedarf hierzu einer grundlegenden Reformation des menschlichen Selbstverständnisses.

Heutzutage gibt es einen Liebes- & Beziehungsmarkt.

Seelenstriptease der Talkshows, die Beichte & Therapie zugleich sind. In denen sich vor laufender Kamera GETRENNT; WIEDERZUEINANDERGERFUNDEN, verziehen usw. wird. Zudem wird alles noch vom Moderator (bzw. von der Moderatorin) & den Zuschauern abgesegnet. Das permanente Spiel mit Beziehungs- & Partnerschaftsklischees. Ein anderes, den vorausgehenden Ansätzen entgegenstehendes Beispiel gegenwärtiger Beziehungsstiftung sind die Flirt- & Sexlines, mit denen man allabendlich auf den Bildschirmen gnadenlos penetriert wird. Totale Verfügbarkeit, Unmittelbarkeit, Anonymität, Macht, Versprechen auf (Dauer-)Erfolg (ob Blinde-Date oder Orgasmus am Telefon.


Ähnliche Szenarien spielen sich auch im Internet ab: Chats, Sex- & Pornoseiten im Übermaß.

Versprechen der "Ewigkeit von Liebe" oder des wechselseitigen Verschmelzens in der Liebe bedeuten von vornherein den Tod der Phantasie & die Impotenz, Beziehungen erfinderisch zu gestalten & immer wieder neu zu entwerfen.

Die Lösung für diese Beziehungsdramas, die mensch Liebe nennt , wäre DISTANZ. Kritische Distanz. - Die Distanz erlaubt den Genuß von Nähe, die versagt bleibt, wenn man sich dauernd zu nahe kommt.

Eine gewisse Distanz ist erforderlich, denn der Abstand zur Unmittelbarkeit eröffnet den Freiraum des Anderen. Die Distanz ist eine Form von Zuwendung, die den Raum der Freihheit offenhält & die Spannung einer agonalen Beziehung aufrechterhält. Sie schließt nicht aus, sondern schafft erst die Möglichkeit der Begegnung. - So kann jeder in Beziehungen er selbst bleiben & gleichzeitig je im Eigenen (im Selbst) des Anderen frei sein. Die Spannung einer agonalen Beziehung bewahrt davor, sich in uferloser Ausschöpfung von Kraft & Phantasie gegenseitiger Zuwendung auszuzehren bzw. sich darin zu verlieren.

MARVIN CHLADA - (DAS FOUCAULTSCHE LABYRINTH)

 

 


 NACHSPIEL

Zur Reformierung des menschlichen Selbstverständnisses, reicht es nicht aus, die Erfahrung der Sexualität zu befragen, sondern man muß sich konstitutiv dem TOD zuwenden. Dies gilt insbesondere auch für das Erfinden von Beziehungen, denn der Gedanke der Endlichkeit, der Vergänglichkeit & der Abschiedlichkeit sollte die Basis jeder Beziehung (ob erotischer, partnerschaftlicher, freundschaftlicher oder existenzieller) sein - & dies von Anfang an. Abschied bzw. Abgeschiedenheit hat mit Distanz zu tun - Distanz zu sich selbst & zu den anderen. Der permanenten Transformation von uns selbst entspricht der Idee, abschiedlich zu leben, d.h. wir scheiden uns ständig von uns selbst, den anderen & der Welt ab bzw. sind, im Sinne Sartres, einem beständigen Sich-Losreißen & Sich-Übersteigen von uns selbst, den anderen & der Welt unterworfen. Der darin zum Ausdruck kommende Mangel an einem Wesenskern des Menschen soll durch immer neue Existenz- & Sinnentwürfe ausgeglichen werden. Und durch genau diesen Prozeß des permanenten Sich-Loßreißens & Sich-Übersteigens müssen wir uns selbst, unsere Beziehung zu den anderen & zur Welt je aufs neue entwerfen bzw. erfinden. Der existenziell eingeholte Gedanke der Endlichkeit, Vergänglichkeit & Abschiedlichkeit entspricht der ständigen Unabgeschlossenheit, Kontingenz, dem permanenten Überschreiten & der ständigen Veränderung seiner selbst, die für das Leben von konsituiver Bedeutung ist. Ausgehend von dieser Basis kann sich erst eine existenziell-erotisch-partnerschaftliche Kompetenz ausbilden.

Menschliches Dasein wird immer im Horizont des Wissens um den Tod entworfen & gelebt. In der Auseinandersetzung mit dem Tod wird über Sinn & Sinnlosigkeit des Daseins im Ganzen entschieden. Welche Bedeutung das Faktum des Todes - & damit der Endlichkeit - für den Menschen hat, ist untrennbar verbunden mit der Bedeutung, die das Leben für ihn hat. Sich mit der Endlichkeit seines Daseins auseinanderzusetzen, bedeutet das eigene Leben zu bedenken. Die Betonung der Lebensimmanenz des Todes, also der bewußten Integration des Todes ins Leben bzw. die Einbindung des Todes in das individuelle Handeln, diesseits von Verdrängung & Todessehnsucht, ist Voraussetzung gelingenden Lebens & kann somit über eine bloß abstrakt-begriffliche Reflexion über den Tod (und das Leben) hinausführen. Die Konzentration auf eine gelingende Lebenspraxis in Anbetracht des Todes entkräftet den möglichen Einwand, daß diese Überlegungen zu einer Thanatologie führten. Das Todesproblem ist ein Problem des Lebens. Im Zentrum der Auseinandersetzung mit dem Tod steht das Leben & nicht der Tod bzw. die Konzentration auf eine gelingende Lebenspraxis & Reformulierung des Selbstverhältnisses in Anbetracht des Todes. Diese Vorübung in den Tod, diese praemeditatia mortis - also die Einübung ins Sterben als Vorwegnahme des Abschieds, der Endlichkeit & der Vergänglichkeit -, die zugleich eine Übung des Lebens & im Leben ist, ist das Tor zum ethischen Verhältnis zu mir & den anderen bzw. zur grundlegenden Gestaltung meiner Selbst- & Fremdbeziehungen, denn sie läßt mich selbst als Handelnden lernen, Verantwortung zu tragen, da sie mich in einem radiklalen Sinne auf mich selbst zurückwirft & die Sorge um mich selbst allererst entstehen läßt. Erst hierdurch kann ich ein verantwortlich praktisches Leben führen. Die Reformulierung der Selbstverhältnisse in facie mortis ist hierzu die konstituive existentielle Propädeutik. Dies hat auch Foucault gesehen, da sein Versuch der Neubegründung einer Ethik als Ästhetik der Existenz beim Einzelnen ansetzt. Ferner hat Foucault auf die aporetische Struktur des Todesbewußtseins in der Moderne hingewiesen. In der Moderne bedeutet das Bewußtsein des Todes sowohl Begrenzung als auch Konstitution von Individualität. Die Begrenzung der Tod ist gleichzeitig Begründung, & zwar von Individualität: Der Tod (...) konstituiert (...) die Einzigartigkeit, in ihm kommt das Individuum zu sich selbst in ihm entkommt es der Monotonie & Nivellierung der Lebensläufe; in dem (...) Herannahen des Todes wird das gemeine Leben endlich Individualität (...). Und gerade diese grundlegende Veränderung auf individueller Ebene ist die Bedingung der Möglichkeit, um überhaupt sinnvoll von Interpersonalität sprechen zu können bzw. die Dimension des ethisch-politischen Handelns zu gestalten. Ausgehend von diesen Überlegungen könnte sowohl eine Neubestimmung von Verhältnissen von Eros & Thanatos erfolgen, als auch die Konzeption Foucaults in ihrer ganzen Bandbreite existenziell eingeholt werden. Die Auseinandersetzung mit dem Tod - Thantos - führt allererst zur konstituiven Reformulierung des je individuellen Selbstverhältnisses & ist damit die Bedingung der Möglichkeit der Entfaltung von Eros. Erst dadurch kann Eros zur Strukturierung der je eigenen Subjektivität im partnerschaftlichen, sozialen & politischen Beziehungsgefüge führen. Dies bedeutet wiederum, daß erst durch die Auseinandersetzung mit dem Tod der Weg für den Umgang mit Eros bzw. zum Gebrauch der Lüste geebnet werden kann. Der bewußte Umgang mit dem Tod, führt zur Konstitution & permanenten Transformation seiner selbst, zur Ausbildung der existenziell-erotisch-partneschaftlichen Kompetenz des Einzelnen & eröffnet allererst den Raum, um Beziehungen zu erfinden.

MARVIN CHLADA - (Das Foucaultsche Labyrinth) Eine Einführun



 

 They came together-red and black-
In a revolt like no other,
And there is no turning back,
For anarchy is for lovers.

The truth is greater than the lies
Of hollow gods and class divisions,
For loving hearts all rules defy
With a transcendent common vision.

No wars, no boundaries, no states,
No need to subjugate each other,
No rich, no poor, no one to hate-
Just peace and love for one another.

They came together-young and old-
No hippie freaks, but with a vision-
They came together in revolt
Against all wars and all divisions.

They saw the truth, they saw the light
In a revolt like no other,
Standing determined in their fight,
For anarchy is for lovers.


Alexander Shaumyan

 

Jedenfalls ist das bestimmt so dass vor jeder Weiterentwicklung die Stagnation oder sogar der Rückschritt steht. Und das hier ist glaub ich Stagnation, wenn ich Glück hab gehts danach weiter. Perfekt sein ist doch echt öde. Ich versuche ja
Mensch zu sein und sortiere was ich echt brauche, materiell und ideel, und da sortiere ich weiter in Grundbedürfnis, existenziell und Luxusbedürfnis. Das meiste was scheinbar die Menschen um mich herum brauchen und wollen liegt oft ausserhalb meiner Bedürfnisse.


     Angst haben und trotzdem weiter gehen.
    Zweifeln und trotzdem vertrauen.
    Verletzt sein und trotzdem vergeben.
    Anderer Meinung sein und trotzdem verstehen.
    Unterschiedlich sein und sich trotzdem akzeptieren.
    Abgelehnt werden und trotzdem zu sich stehen.
    Hindernisse erkennen und trotzdem nach Lösungen streben.
    Fallen und trotzdem an sich glauben.
    Geben und sich trotzdem nicht vergessen.
    Scheitern und sich trotzdem nicht aufgeben.
    Allein sein und sich trotzdem lieben.



Als der kapitalistische Krieg endlich vorbei war...
Der Reichtum und seine Gefährten
Der Hass,


der Tod,
die Macht,
die Gier,
der Neid,
die Lügen,
die Zwietracht,
die Rechthaberei,
der Hochmut,
der Egoismus,
der Neoliberalismus,
der Parlamentarismus,
der Fanatismus,
der Terrorismus,
der Religionswahn,
die falschen Götter,
die Scheinheiligkeit,
die Bosheit, der Faschismus, die Korruption,
die Überheblichkeit,
die Falschheit,
die Sklaventreiber und Ausbeuter,
die Bankiers und Spekulanten,
elend verreckt sind.
Die Wut verweht und die Wahrheit
und die Hoffnung wieder erwachte.
Als der Frieden, die Freude und die Freiheit,
Freunde suchte...
Die Künstler die Farben und Pinsel auspackten.
Die Musiker die Instrumente.
Klopften und läuteten sie dort,
wo die Liebe wohnt.
Einer der Überlebenden..






Früher führte ich ständig die Freiheit im Munde. Beim Frühstück strich ich sie mir auf´s Butterbrot,

Ich lutschte den ganzen Tag an ihr herum und schenkte der Welt einen köstlich mit Freiheit erfrischten

Atem. Mit diesem Schlagwort fiel ich über jeden her, der mir widersprach, ich hatte es in den Dienst

meiner Wünsche und meiner Macht gestellt.

Im Bett flüsterte ich es meinen schlafenden Gefährtinnen ins Ohr, und es half mir, sie abzuhängen.

Ich flocht es in...Doch sachte, ich verliere vor Erregung das Maß. Es kam immerhin auch vor, dass ich

einen selbstloseren Gebrauch von der Freiheit machte, sie sogar - beachten Sie meine Naivität - zwei-

oder dreimal verteidigte, gewiss, ohne für sie zu sterben, doch nicht ohne Gefahren auf mich zu nehmen.

Man muss mir diese Unbesonnenheit nachsehen; ich wusste nicht, was ich tat. Ich wusste nicht, dass

die Freiheit keine Belohnung ist und auch kein Orden, den man mit Sekt feiert.

Auch kein Geschenk übrigens, keine Schachtel voll gaumenkitzelnden Naschwerks. O nein!

Eine Fron ist sie im Gegenteil, ein sehr einsamer und erschöpfender Langlauf.

Kein Sekt, keine Freunde, die ihr Glas erheben und einen liebevoll anblicken. Allein in einem

trübseligen Saal, allein auf der Anklagebank den Richtern gegenüber, und allein, um vor sich selber

oder dem Urteil der anderen seine Entscheidung zu treffen.

Am Ende jeder Freiheit steht ein Urteilsspruch:

Darum ist die Freiheit zu schwer zu tragen, besonders wenn man Fieber oder Kummer oder niemand

liebhat. ALBERT CAMUS - (Der Fall Seite 101-102)


 Tell me, where is the love?
In a careless creation, when there´s no above.
There´s no justice, just a cause and a cure.
And a bounty of suffering, it seems we all endure.
And what I´m frightened of is that they call it God´s love
Ein Zitat aus dem Album "Strikes First" von BAD RELIGION

 

Ich möchte dich lieben,
ohne dich einzuengen,
dich wertschätzen,
ohne dich zu bewerten,
dich ernstnehmen,
ohne dich auf etwas festzulegen,
zu dir kommen,
ohne mich dir aufzudrängen,
dich einladen,
ohne Forderungen an dich zu stellen,
dir etwas schenken,
ohne Erwartungen daran zu knüpfen,
mich von dir verabschieden,
ohne Wesentliches versäumt zu haben,
dir meine Gefühle mitteilen,
ohne dich dafür verantwortlich zu machen,
dich informieren,
ohne dich zu belehren,
dir helfen,
ohne dich zu beleidigen,
mich um dich kümmern,
ohne dich verändern zu wollen,
mich an dir freuen - so wie du bist!

 

 Die sozialen Bedürfnisse für ein persönliches Ausgefülltsein und eine lebendige
Gemeinschaft sind sehr real. Die Probleme, die diese Bedürfnisse hervorbringen,
haben aber soziale Ursachen.
Sie entstanden  durch das Eindringen der Vermarktung in alle Lebensbereiche
und durch die Unterordnung der meisten Menschen unter die verschiedensten
Hierarchien, am generellsten unter den Staat.
Kann der Mythos unter diesen Umständen wirklich eine wirkungsvolle Technik -
therapeutischer oder anderer Art - werden, wie dies so häufig behauptet worden ist?
Kann ein Zustand der Leere und der Entfremdung, der letzlich soziale Ursachen hat,
wirklich durch die bloße Bedeutung von Symbolen und Ritualen geheilt werden?
Können AnhängerInnen, die in der Wegwerfgesellschaft groß geworden sind, wirklich
eine ernsthafte Alternative im Mythos finden?
Die sozialen Bedingungen unter denen wir leben lösen nicht nur die Gefühle von
Leere und Isolation aus; sie bewirken auch einen enormen Streß in unserem Leben.
Dieser Streß ist so prägend, daß er dazu führt, daß sich die Menschen nicht mehr die
Zeit nehmen, nicht mehr die Energie aufbringen, ja sogar nicht mehr den Willen haben,
sich mit der Komplexität unserer Gesellschaftsordnung, der ökologischen Krise oder
politischen Lösungsmodellen zu beschäftigen. Vor diesem Hintergrund ist die Ver-
suchung groß, ein Symbol, das scheinbar für eine Linderung der ökologischen
Probleme sorgt, als Ersatz für eine vollständige Analyse ihrer sehr komplexen sozialen
Natur zu akzeptieren,
"Menschen unter Streß...bringen keine Energie für Handlungen auf, die nichts mit
ihnen selbst zu tun haben", bemerkt der Psychologe David Elkind.
"Symbol und Vereinfachungen sparen Energie." Ein Studium der Geschichte radikaler
sozialer Bewegungen und eine Analyse der amerikanischen Gesellschaft, die Debatte
über den Wert von Theorie und Praxis, erscheinen vielen Menschen zuviel verlangt oder
zu indirekt oder beides zugleich. Symbole scheinen das Vakuum des individuellen
Lebens ausfüllen zu können, und sie verlangen noch dazu weniger Verständnis über
die Ursachen einer Krise.
Sie bieten ein theoretisches  Problem eine Schnellschußlösung an.
Diese kann passiv akzeptiert werden und befreit uns auf eine bequeme Art von der
Notwendigkeit nachzuforschen und nachzudenken.
JANET BIEHL - Seite 66 -  Der soziale Ökofeminismus und andere Aufsätze

Janet Biehl: Der soziale Ökofeminismus und andere AufsätzeIch hab Probleme mit den meisten kapitalistischen Frauen, deswegen lese ich immer öfter Bücher zum Thema Feminismus. - Die konsumkranken, Kaufhausfetischistinnen verstehen mich dann aber noch weniger und die lieben Öko-Feminstinnen und andere Feministinnen? - Wo sind die Feministinnen  denn? - Vom Winde verweht? Die letzte Feministin , oder war´s eine Waldfee??? - traf ich beim Nacktbaden, an einem idyllischen Waldsee, der Sex war ziemlich geil, aber die Dame war in einer festen Beziehung mit Kind und Kegel. - So war das nur ein sinnlicher Onenightstand...oder besser  Oneseastand??? - Jedenfalls lässt mich das Rote Kreuz  - seitdem nicht mehr Blut spenden. Das war Anfang August - Ich muß 3 Monate warten, wegen Aids und anderen möglichen Infektionskrankheiten, die ich mir mögicherweise an diesem Waldsee geholt haben soll??? - Die Feministin die ich davor kannte war Grundschullehrerin und hat mich immer gefragt, was denn nun Nachhaltigkeit sei? - Da hab ich Schluß gemacht. - Davor war ich mit einer feministischen Altenpflegerin zusammen, die auch ziemlich supergut und sinnlich im Bett war...und die mir täglich versichert hat, daß Geld nicht so wichtig wäre...bis dann das meiste Geld, den Bach runter war, da wurde die Feministin richtig böse. Ich bin ja dann auch schnell weg von der Dame. - Was noch? Ach ja,. Meine Ex-Dame von gaaanz früher, von der ich seit Ende 2006 getrennt lebe, die war früher als sie noch nicht wußte, was sie wollte, ganz lieb, bis sie Kapitalistin geworden ist. Ich hoffe trotzdem, daß mit diesem Öko-Feministischen - Buch vom TROTZDEM-VERLAG und von der schlauen, guten  Janet Biehl, nun alles doch noch gut wird. -  Oder habt Ihr lieben Feministinnen noch bessere Buchvorschläge, oder sonstige Überlebenstipps für verunsicherte Rambos?
 
 
 Ich war Draußen. Da wo niemand war.
Im Loisachmoor, in der Natur.
Ich saß auf einem Erdhügel. Ich saß nochmal auf
einem Grasoden. Ich saß dann noch an einem Teich.
Die Mücken tanzten. Die Vögel zwitscherten.
Die Blätter raschelten. Drei Rehe liefen vorbei.
Ich hörte auf die Geräusche der Welt.
Nichts war mehr sonst.
Die Sonne strahlte.
Ich war im Fluss der ewigen Gezeiten.
Der reine Wind, der um die Erde weht flüsterte mir
mir zu. Sag es Ihr.
Sie kann bleiben. Wenn Sie es ist.
Es ist genug da für Zwei.
Genug zu Essen. Genug zu Trinken. Genug Raum und Space.
Keine Sorgen für Dich wenn Du es bist. - Du kannst Dich
sicher fühlen.
...auch keine Abhängigkeit.
Denn ich weiß. Du willst Dir auch Deine Autonomie bewahren.
Du kannst Arbeiten. Du mußt nicht.
Du kannst Teilzeit arbeiten - ein,zwei,drei Tage mit
Deinem alten Auto pendeln, wenn da Arbeit ist, aber Du mußt nicht.
Du kannst vom Arbeitsamt das nötig Geld holen, wenn Du
nicht arbeiten willst. Aber Du mußt nicht.
Gerade habe ich mir noch Bärlauchblätter gepflückt.
Der riecht gut. Bärlauch ist gesund.
Den schneide ich jetzt und esse die Blätter mit Brot.
Wenn Du willst. Bis der Wind Dich herweht.
...und wenn wir uns dann Sehen, werden wir es wissen.
Was sein soll, wird dann sein.
Die Frau, die der Wind herwehen wird, weiß das sie es ist.
Was sein soll, soll sein.

 

 


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